Intel: Kapitulation im Smartphone-Markt?

Chips für Smartphones und Datenzentren

Mittwoch, 20. Januar 2016 11:20
Intel Chips

SANTA CLARA (IT-Times) - Der US-Prozessorhersteller Intel steckt in der Klemme. Das Unternehmen leidet nach wie vor unter einem schwachen PC-Markt, während das Geschäft mit Datenzentren und Internet of Things (IoT) Produkte den Umsatzrückgang im Kerngeschäft nur teilweise auffangen kann.

Unter dem Strich blieb im jüngsten Quartal ein mageres Wachstum von 1,3 Prozent, bei gleichzeitig sinkenden Gewinnmargen. Zwar will Intel mit neuen Produkten wie zum Beispiel der 6ten Generation seines Intel Core vPro Prozessors im Firmenkunden-Markt weiter punkten, doch im wichtigen Markt für Mobile Prozessoren tut sich Intel nach wie vor schwer.

Geschäft mit Mobile Chips produziert hohe Verluste


Insgesamt schreibt das Mobile-Geschäft rund um Tablet- und Smartphone-Chips nach wie vor tiefrote Zahlen. In 2016 sieht der Plan von Intel vor, Verluste in Höhe von 800 Mio. Dollar im Mobile-Bereich zu reduzieren. Ob dies gelingt, bleibt fraglich.

Intel konnte im jüngsten Quartal rund neun Mio. Tablet-Chips verkaufen, was zwar einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem Vorquartal entspricht, jedoch einem Rückgang von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Noch im November 2014 hegte Intel große Hoffnungen im Geschäft mit Smartphone-Chips, nachdem das Unternehmen Partner wie Asus und Lenovo gewinnen konnte. Auch die Kooperation mit Rockchip und Spreadtrum sollte sich positiv bemerkbar machen.

Mobile Chips: ARM und Qualcomm dominieren


Doch davon ist derzeit nicht sehr viel zu sehen. Vielmehr scheint sich die Smartphone-Industrie weg von Commodity Prozessoren (Intel & Co) und hin zu kundenspezifischen System-on-Chip (SoCs) Systemen zu bewegen. Hier bietet offenbar ARM Holdings mit seiner Chip-Architektur nicht nur technisch ausgereifte, sondern auch kostengünstigere Lösungen an.

Meldung gespeichert unter: Mobile Chips, Intel, Hintergrundberichte, Halbleiter

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