Onshore-Windkraft: Siemens sagt Nordex den Kampf an

Siemens will 30 Prozent Marktanteil im deutschen Onshore-Windmarkt

Freitag, 4. September 2015 14:02
Nordex - Onshore Windkraftanlage Türkei

(IT-Times) - Die Deutsche Bank hat über ihre Investment-Tochter ihren Anteil an dem deutschen Windkraftanlagen-Bauer Nordex SE zuletzt erhöht und hält nun mehr als 5,0 Prozent an Nordex. Bei der Deutschen Bank glaubt man offenbar an eine weiter positive Entwicklung beim Rostocker Unternehmen.

Starke Zahlen von Nordex im ersten Halbjahr


Tatsächlich hatte die Nordex SE (WKN: A0D655) zuletzt mit starken Zahlen aufwarten können. Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr 2015 um 35 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro, das EBIT schnellte um 66 Prozent auf 61,5 Mio. Euro nach oben, insgesamt verzeichnete Nordex ein Auftragsplus von 49 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro.

Die positive Entwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2015 nahm Nordex zum Anlass, um sein Umsatzziel für 2015 auf 2,0 bis 2,2 Mrd. Euro zu erhöhen.

Insgesamt konnte Nordex seine dominante Position in Europa weiter unterstreichen, wo das Unternehmen zuletzt nach eigenen Angaben auf einen Marktanteil von 86 Prozent kam. Weitere 14 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete Nordex zuletzt in Amerika.

Nordex-Chef Lars Bondo Krogsgaard hat nicht die Absicht, die Gesamtstrategie für das Unternehmen zu verändern, wie der Manager jüngst im Interview mit dem Branchendienst Recharge durchblicken ließ.

Onshore-Windkraft: Kampfansage von Siemens


Gegenwind könnte jedoch in Deutschland drohen. Vor allem der Rivale Siemens Wind will im Onshore-Windmarkt angreifen, nachdem man bereits den Markt für Offshore-Windkraftanlagen dominiert.

Entsprechendes kündigte Regionalchef Michael Westhagemann im Rahmen eines Interviews gegenüber Der Welt an. Im Bereich Offshore-Windkraft ist Siemens bereits Weltmarktführer, die neue Fabrik in Cuxhaven soll diese Position weiter festigen.

Im Markt für Onshore-Windkraftanlagen spielte Siemens bislang kaum eine Rolle. Die Münchner kamen in Deutschland zuletzt nur auf einen Marktanteil von 1,7 Prozent. Dies soll sich in den nächsten Jahren bis 2020 deutlich ändern, dann strebt Siemens einen Marktanteil von 30 Prozent an.

Meldung gespeichert unter: Windturbinen, Nordex, Hintergrundberichte, Windkraft

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