Krypto: Bitcoin-Kurs bald wieder bei einem Erinnerungs-Dollar?

Krypto: Bitcoin

Donnerstag, 13. Dezember 2018 16:59

(IT-Times) - 2018 war nicht unbedingt das Jahr für Kryptowährungen. Auch im Dezember 2018 ging der Sell-off bei digitalen Währungen weiter. Seit August dieses Jahres geht es bergab und ein Ende ist nicht absehbar.

Kryptowährung - Bitcoin

Der weltweite Markt für Kryptowährungen befindet sich seit Monaten in einer Baisse-Phase. Die Kurse von Bitcoin, Ether und XRP (Ripple) haben deutlich an Wert verloren.

Es gibt viele Gründe für den plötzlichen Absturz von digitalen Währungen. Eine Überhitzung des Marktes, fehlende rechtliche Rahmenbedingungen und ein sich verschärfender Wettbewerb durch immer mehr auf dem Markt erscheinende Token.

Eigentlich eine ganz einfache BWL- und VWL-Rechnung. Ein steigendes Angebot bei gleichzeitig rückläufiger Nachfrage lässt den Kurs fallen. Aber worin liegt die Ursache für eine fallende Nachfrage?

Zunächst einmal ist die Bezeichnung Kryptowährung falsch, denn es handelt sich hier nicht um eine Währung im engeren Sinne. Im Gegensatz zu FIAT-Währungen wie Euro und US-Dollar stehen hinter Token oftmals keine echten Werte.

Beim Zentralbankgeld werden zum Beispiel zur Sicherung von Währungen wie Euro, USA oder Yen Goldreserven hinterlegt. Auch gibt es hier eine Rücknahmeverpflichtung der Währung durch die Zentralbank.

Am 30. November 2018 ist die Europäische Zentralbank (EZB) mit einem Pan-europäischen Instant Payment-System unter der Bezeichnung  TIPS (Target Instant Payment Settlement) live gegangen, eine Domäne von digitalen Währungen.

Retail-Zahlungen sind nun in Europa 24/7/365 in Echtzeit und innerhalb von zehn Sekunden möglich. Sogar Hausbanken bieten mittlerweile Realtime-Überweisungen als Service an.

Bei TIPS gibt es keine Aktivierungs- oder Servicegebühr für Konteninhaber. In den ersten zwei Jahren zahlt man 0,002 Euro pro Transaktion. Frankreich, Deutschland und Spanien sind bereits am TIPS-System angeschlossen.

Die Technologie, die hinter einem Token wie Bitcoin steckt, veraltet sehr schnell, so gilt Bitcoin heute als zu langsam. Systeme wie Visa sind bedeutend schneller. In der Krypto-Szene gab es immer wieder leere Versprechungen.

Die Süddeutsche Zeitung spricht in einem aktuellen Artikel mit der Headline „Bitcoin ist klinisch tot“ treffenderweise von kollektivem Selbstbetrug.

Um es einmal klar auszudrücken: Zentralbanken und Regierungen werden ihre Hoheit über Zahlungsmittel nicht abgeben. Daher werden Kryptowährungen, wie sie aktuell im Mark im Umlauf sind, Zentralbankgeld nicht ersetzen.

Bitcoin existiert zwar bereits seit rund zehn Jahren, die Frage aber lautet, wie lange noch? Der Hype mit einem Kurs von rund 20.000 US-Dollar ist längst vorbei und die Realität ist eingekehrt.

Meldung gespeichert unter: Visa, Online-Payment, Ethereum, Kryptowährung, Coinbase, Ripple, Poloniex, Bitcoin, Internet

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