Wirecard: Financial Times bezweifelt nun auch Angaben zur Liquidität

E-Commerce: Digitale Bezahllösungen (Digital Payment)

Montag, 9. Dezember 2019 08:55
Financial Times - FT

ASCHHEIM/MÜNCHEN (IT-Times) - Knapp zwei Monate war es ruhig von Seiten des britischen Wirtschaftsblatts Financial Times (FT) zum Thema Wirecard. Doch das hat sich nun wieder schlagartig geändert.

Neue Vorwürfe der Financial Times übten heute Morgen bereits Druck auf die Aktie der Wirecard AG aus. Die FT zweifelt nun auch die Berechnung des Bestandes liquider Mittel des Payment-Anbieters an.

Es geht bei der Berechnung der Cash-Bestände der Wirecard AG um das Jahr 2017. Treuhandkonten des Kerngeschäftes „Payment Processing“ sollen genutzt worden sein, um die Liquiditätsbestände im eigenen Unternehmen „aufzublähen“.  

Zudem ist es verwunderlich, dass sich die Verbindlichkeiten des Unternehmens immer weiter erhöhen, obwohl das Unternehmen einen deutlich positiven Free Cash-Flow erwirtschaftet, der im Jahr 2017 laut Bilanz 282,6 Mio. Euro betrug (Vorjahr: 209,87 Mio. Euro). 

Investiert wurden 2017 rund 111 Mio. Euro in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie knapp 247 Mio. Euro für Akquisitionen. Die Gesamtverbindlichkeiten aber sind laut Bilanz um 880 Mio. Euro angewachsen.

Die Wirecard AG wies im Geschäftsjahr 2017 Verbindlichkeiten in Höhe von 2,89 Mrd. Euro aus (Vorjahr: 2,01 Mrd. Euro), davon 1,98 Mrd. Euro kurzfristig (Vorjahr: 1,34 Mrd. Euro).

Meldung gespeichert unter: Mobile Payment, E-Commerce, Online-Payment, Wirecard, Software, IT-Services

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