Smarter Reisen mit digitalen Technologien

Digitalisierung

Donnerstag, 3. März 2016 15:12
BITKOM

Der Familienurlaub wird mit Hilfe von Big-Data-Analysen maßgeschneidert, das Hotel durchstreift man vor der Buchung mit einer Virtual Reality Brille und eine Smartphone-App hilft beim Kofferpacken. Digitale Technologien machen Reisen bequemer, effizienter, intelligenter – und verändern dadurch die Reisebranche von Grund auf. Das zeigt eine repräsentative Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Dafür wurden 803 Internetnutzer sowie 103 Manager von Touristikunternehmen befragt.

Dass die Online-Buchung längst selbstverständlich ist, zeigt die Verbraucherbefragung: Demnach haben acht von zehn Internetnutzern (80 Prozent) bereits Flüge, Unterkünfte oder Mietwagen im Netz gebucht. Wenn es um kommerzielle Unterkünfte geht, sind vor allem Websites wie Booking.com oder HRS beliebt – 67 Prozent der Internetnutzer, die online eine Unterkunft gebucht haben, haben schon solche Angebote genutzt.

Doch die Digitalisierung wird das Reisen noch viel tiefgreifender verändern. Nach Ansicht der meisten Experten (71 Prozent) wird im Jahr 2025 die gesamte „Customer Journey“ – also der Prozess von der Buchung bis zur Rückschau auf die Reise – digital abgewickelt. Und die Branche reagiert auf diesen Trend: Bereits heute investieren gut zwei Drittel (68 Prozent) der Touristik-Unternehmen in digitale Angebote, die über einen einfachen Webauftritt hinausgehen, beispielsweise Apps.

Fast jeder zweite Anbieter wertet soziale Medien aus, um Reisenden individuelle Angebote machen zu können. „Wie wir die schönsten Wochen des Jahres planen, organisieren und verbringen, wird künftig auch ganz entscheidend vom Einsatz digitaler Technologien wie Big Data und Virtual Reality, Social Media und neuen Plattformen geprägt sein“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

„Unternehmen der Touristikbranche müssen sich intensiv mit diesen Innovationen auseinandersetzen, ihre Geschäftsmodelle prüfen und gegebenenfalls anpassen oder sogar komplett erneuern“, so Rohleder. Die Unternehmen sind hierfür offenbar aufgeschlossen: So sehen die befragten Manager die Digitalisierung mit überwältigender Mehrheit (94 Prozent) eher als Chance denn als Risiko. Weitere Ergebnisse der Studie:

Verbraucherbefragung

Das Internet ist für die Verbraucher schon heute zum Dreh- und Angelpunkt bei der Reiseplanung geworden, vor allem was die Reisebuchung angeht. 66 Prozent haben bereits Übernachtungen im Netz gebucht, 56 Prozent Flüge und 45 Prozent Mietwagen. Aber auch Bahnfahrkarten (39 Prozent), Pauschalreisen (35 Prozent) oder Fernbustickets (14) werden von den Verbrauchern online organisiert. Ein Viertel (24 Prozent) erklärt sogar: Ich buche meine Reisen fast ausschließlich im Internet.

Für die Buchung von Urlaubsunterkünften sind bei den Verbrauchern derzeit Plattformen für kommerzielle Angebote von Hotels und Ferienwohnungen wie Tripadvisor oder Ab-in-den-Urlaub.de besonders beliebt. 67 Prozent der Internetnutzer, die schon einmal eine Unterkunft im Netz gebucht haben, haben dabei solche Plattformen für kommerzielle Unterkünfte genutzt. „Der Urlauber hat hier die Wahl aus einem riesigen Angebot und kann es einfach mit ein paar Klicks nach seinen Auswahlkriterien sortieren, etwa nach Zimmerausstattung, Lage oder Preis“, so Rohleder. Ähnlich viele Befragte (60 Prozent) haben direkt auf der Website von Hotels oder Ferienwohnungen gebucht. Darüber hinaus sind neue Online-Dienste, die alternative Übernachtungsmöglichkeiten wie Privatwohnungen bieten, im Kommen. 15 Prozent derjenigen, die schon online eine Bleibe reserviert haben, haben sich für eine bezahlte Privatunterkunft entschieden, zum Beispiel über Airbnb oder 9flats. 10 Prozent haben zudem Couchsurfing genutzt, sind also kostenlos bei einer Privatperson untergekommen. „Neue Online-Dienste bieten nicht nur für junge Menschen mit schmalem Geldbeutel häufig tolle Alternativen zu den etablierten Beherbergungsbetrieben“, so Rohleder.

Meldung gespeichert unter: Online-Reisen, BITKOM, Marktdaten und Prognosen, Internet, Verbände

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