Wirecard: Neuigkeiten aus Singapur - nun könnte es grausam werden

E-Commerce: Online-Payment

Dienstag, 12. März 2019 20:00

ASCHHEIM/MÜNCHEN (IT-Times) - Die Wirecard AG kommt offenbar nicht zur Ruhe. Ein neues Ereignis dürfte morgen für weitere Unruhe beim deutschen Online-Payment-Anbieter sorgen.

Wirecard - Karte

Wirecard hat nun offenbar auch den „Kontakt zu einem Manager verloren“, dem betrügerische Geschäfte vorgeworfen werden, berichtet die Financial Times heute, die sich dabei auf Ermittler in Singapur beruft.

Dabei geht es offenbar um Edo Kurniawan, der die Buchführung in der Asien-Pazifik Region für die Wirecard AG übernahm, die zuletzt am schnellsten wachsende Region des Dax-Unternehmens.

Der Kontakt der Person zum Büro in Singapur bestehe seit dem 9. Februar 2019 nicht mehr, genau zehn Tage nach dem ersten Bericht der Financial Times über die Wirecard AG.

Die Information wurde gestern öffentlich, als Wirecard vergeblich beim High Court in Singapur versucht hatte, Unternehmensdokumente wiederzuerlangen. Dabei ging es um E-Mails, Buchführungsunterlagen und gespeicherte Dateien.

Ermittler des Commercial Affairs Department (CAD) der Polizei in Singapur hatten das Vorgehen von Wirecard als „kriminell“ und „ohne rechtliche Grundlage“ bezeichnet, um die Untersuchungen zu behindern oder einzugrenzen.

Richter Chua Lee Ming hatte dann auch Wirecard’s Versuche, an Unternehmensdokumente zu gelangen, abgewiesen. Insgesamt sechs Mitarbeiter von Wirecard sollen in der Sache verwickelt sein, so die Sonderermittler.

Die Straftaten sollen sogar so schwer sein, das Gefängnis drohe. Betroffen seien neben Kurniawan auch James Wardhana und Irene Chai (Senior Finance Executives), Fook Sun Ng und Jeffry Ho Kok Hoong (Managing Directors) sowie ein Mann namens Grigory Kuznetsov, ein Lizenznehmer von Wirecard für Payment Services in Asien.

Die Polizei ermittle wegen Fälschung, gefälschter Dokumente, Geldwäsche und das Aufblähen von Bilanzen durch ein sogenanntes Round-Tripping in den Jahren 2014 und 2018 - ein harter Tobak.

Durchsucht werden zurzeit zahlreiche Unternehmen, so das Gericht, darunter auch sechs Wirecard-Tochtergesellschaften in Indonesien, Malaysia, Indien, den Philippinen und Hongkong.

Zudem seien elf weitere Unternehmen außerhalb der Wirecard Gruppe ins Visier der Ermittler gerückt, darunter die Gesellschaften Matrimonial Global und Flexi Flex, die Geschäftsbeziehungen zu Wirecard-Tochtergesellschaften pflegen.

Hier sollen angeblich Vertriebsvereinbarungen von Wirecard-Units in Hongkong, Indonesien, Singapur und Malaysia zurückdatiert worden sein, so der Vorwurf der Ermittler.

Meldung gespeichert unter: Mobile Payment, E-Commerce, Online-Payment, Wirecard, Software, IT-Services

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