Wirecard: Neues von der Hauptversammlung

E-Commerce: Digitale Bezahllösungen (Digital Payment)

Dienstag, 18. Juni 2019 17:01

ASCHHEIM/MÜNCHEN (IT-Times) - Die Wirecard AG hat heute Ihre Jahreshauptversammlung in München abgehalten. Interessenten und Aktionäre gab es reichlich und deutlich mehr als noch im letzten Jahr.

Wirecard AG - Hauptsitz Aschheim

Leicht war es heute wohl nicht für den Österreicher Markus Braun als CEO der Wirecard AG. Er und seine Mitarbeiter wurden wegen des Krisen-Managements bei Vorwürfen der Financial Times (FT)  heftig kritisiert.

Braun verteidigte sich und sein Unternehmen vor rund 2.000 Zuhörern, im letzten Jahr waren es noch 500, und lenkte mit seiner Vision des Future Commerce von Missmanagement-Vorwürfen ab.

Nach Meinung von Markus Braun verschmelzen Mobile Shopping und traditionelles Shopping in Zukunft zu einem „Unified Commerce" - über alle Systeme hinweg. Das bringe neues Wachstumspotenzial.

Kerngeschäft von Wirecard ist das Payment-Processing, also die digitale Zahlungsabwicklung im Online- und auch Offline-Shop, an der man prozentual mitverdient.

Ende März 2019 zählte das Unternehmen rund 293.000 Händler als Kunden, wobei allerdings ein Großteil mehr oder weniger wertlos ist. Noch nicht einmal 0,5 Prozent der Händler sorgt für rund 90 Prozent des Transaktionsvolumens. Man gewinne aber nun große Kunden hinzu, beteuerte Braun.

Auf der Jahreshauptversammlung warb Braun zudem für die Genehmigung des Einstiegs der japanischen Internet- und Telekommunikations-Holding SoftBank mit 900 Mio. Euro bei Wirecard gegen eine Beteiligung von 5,6 Prozent am Payment-Anbieter.

Braun sieht Japan als auch Südkorea im Payment-Segment als weiße Flecken mit hohem Wachstumspotenzial für die Wirecard AG. Asien ist bereits Hauptumsatzträger der Deutschen.

Neben Braun sowie den US-amerikanischen Private Equity Gesellschaften Goldman Sachs und BlackRock würde auch die SoftBank dann zu den Großaktionären von Wirecard zählen.

Im Raum stehen weiterhin Vorwürfe gegen die Wirecard AG wegen Betrug, Geldwäsche und Bilanzmanipulation in Singapur, eigentlich zu viel schlechtes Karma für ein seriöses Dax-Unternehmen.

Ingo Speich von der deutschen Sparkassen-Fondsgesellschaft Dekabank attackierte dann auch das Unternehmen wegen der Vorkommnisse in Singapur und kritisierte, dass die Wirecard AG ein „Spielball des Marktes“ geworden ist, gemanagt wie ein Startup.

Meldung gespeichert unter: Mobile Payment, Online-Shop, SoftBank, E-Commerce, Online-Payment, Aktienrückkauf, Convertible Bond (Wandelanleihe), Hauptversammlung (HV, General Meeting), Wirecard, Software, IT-Services

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