Wirecard dementiert Spekulationen - Polizei in Singapur und BaFin ermitteln

E-Commerce: Mobile-Bezahllösungen (Mobile Payment)

Montag, 4. Februar 2019 08:59
Wirecard und AEVI Tablet

ASCHHEIM/MÜNCHEN (IT-Times) - Die Aktien der Wirecard AG konnten sich heute Morgen nach dem Kurssturz am Freitag wieder etwas erholen, nachdem sie am Freitag nachbörslich sogar auf bis zu 140 Euro stiegen.

Der Aktienkurs notiert aktuell bei knapp 123 Euro und ist damit von seinem Allzeithoch in Höhe von 199 Euro weit entfernt. Die Polizei in Singapur untersucht nun den Fall wegen Betrugsvorwürfe gegen Wirecard.

Eine Anwaltskanzlei in Singapur, Rajah & Tann, lehnte einen Kommentar bislang ab, die Angelegenheit sei „sensitiv“, berichtet Bloomberg. Allein in der vergangenen Woche verloren die Aktien der Wirecard AG rund 30 Prozent an Wert.

Der Aufstieg des Unternehmens war ebenso spektakulär. Innerhalb von nur drei Jahren schossen die Aktien der Wirecard AG von 39 Euro auf bis zu 199 Euro und wurden in den Dax aufgenommen.

Mit einer Marktkapitalisierung von aktuell rund 15,1 Mrd. Euro ist die Wirecard AG damit trotz des enormen Wertverfalls der letzten Wochen immer noch fast so viel wert wie die gesamte Deutsche Bank mit einer aktuellen Börsenbewertung von knapp 15,8 Mrd. Euro.

Heute Morgen widersprach die Wirecard AG in einer Pressemitteilung offiziell den Vorwürfen und der Berichterstattung der Financial Times. Laut Rechtsanwaltskanzlei Rajah & Tann" gäbe s keine „keine schlüssigen Feststellungen".

Die Wirecard AG beruft sich auf interne Governance-Verfahren und -Kontrollen, die unabhängig vom Vorstand und Aufsichtsrat durchgeführt werden. Zur aktuellen Situation erklärte Wirecard Folgendes:

„Im April 2018 äußerte ein Mitarbeiter der Wirecard in Singapur Bedenken gegenüber unserer lokalen Rechts- und Compliance-Abteilung wegen angeblicher Handlungen eines Mitarbeiters des Finanzteams von Wirecard in Singapur. Die Vorwürfe bezogen sich auf mögliche Compliance-Verletzungen im Bereich der Rechnungslegung und bezogen sich für den Zeitraum von 2015-2018 auf Gesamtumsätze in Höhe von EUR 6,9 Mio. und Gesamtkosten von EUR 4,1 Mio. sowie einen internen Transfer von geistigem Eigentum an Software im Wert von EUR 2,6 Mio.“

Wirecard habe daraufhin eine interne Untersuchung eingeleitet, es gäbe nun „Nachweise, dass die Vorwürfe unbegründet waren“. Vielmehr seien es offenbar „persönlichen Feindseligkeiten“ zwischen Mitarbeitern.

Das Compliance-Team habe aber die in Singapur ansässige Kanzlei Rajah & Tann am 18. Mai 2018 beauftragt, den Fall vollständig zu untersuchen, nachdem Interviews mit Mitarbeitern durchgeführt wurden.

Meldung gespeichert unter: Mobile Payment, E-Commerce, Online-Payment, Wirecard, Hintergrundberichte, Software, IT-Services

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