Wirecard dementiert Bericht über Scheinbuchungen in Asien - Aktien crashen

E-Commerce: Mobile-Bezahllösungen (Mobile Payment)

Donnerstag, 31. Januar 2019 08:37
Wirecard Boon - Smartwatch

ASCHHEIM/MÜNCHEN (IT-Times) - Der deutsche Online-Bezahldienste-Anbieter Wirecard AG ist erneut in die Schusslinie geraten. Dieses Mal geht es um den Vorwurf der Bilanzmanipulation.

Die Aktien der Wirecard AG brachen gestern im Dax-Aktienindex dramatisch ein und fielen zeitweise von rund 167 Euro auf einen Tiefpunkt von 126 Euro, konnten sich im Handelsverlauf aber wieder erholen.

Nach einem Artikel der Financial Times, der sich auf einen Whistleblower bezieht, soll ein Wirecard-Mitarbeiter in Asien im Verdacht stehen, Verträge gefälscht und zurückdatiert zu haben.

Genauer gesagt soll es um Scheinumsätze zwischen internationalen Tochtergesellschaften gehen, um die Bilanzen aufzupäppeln. Das sollen interne Dokumente zeigen. Auch CEO Markus Braun sei involviert. 

Einige Buchungsvorgänge seien strafbar, da es sich um Falschbuchungen und Geldwäsche handele. Wirecard dementierte den Zeitungsbericht bereits und wies ihn als nicht haltbar und "völlig bedeutungslos" zurück.

Es geht um rund 37 Mio. US-Dollar, die als verdächtige Transaktionen in Asien ausgemacht worden seien - nicht viel bezogen auf den Unternehmensumsatz. Im Zentrum der Ermittlungen stehe ein „hochrangiger Manager“ für das Asiengeschäft.

Asien ist für die Wirecard AG ein überaus wichtiger Wachstumsmarkt, das Unternehmen betreibt unter anderem Tochtergesellschaften in Singapur und Hong Kong sowie auch in Indien.

Das ist nicht das erste Mal, dass der Online-Payment-Infrastrukturanbieter ins Visier geraten ist. Vorwürfe bestanden bereits wegen Verdachts auf Geldwäsche (Paradise Papers), ein fragwürdiges Geschäftsmodell und überteuerte Akquisitionen in Asien.

Meldung gespeichert unter: Mobile Payment, E-Commerce, Online-Payment, Wirecard, Software, IT-Services

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