Solare Heim- und Gewerbespeicher vermeiden Netzausbau für E-Autos

Erneuerbare Energien: Solarstrom

Montag, 4. Februar 2019 15:55

Viele Wandladestationen für den privaten Bereich werden derzeit mit einer maximalen Ladeleistung von 11 kW angeschlossen. Bei ansonsten unveränderten Bedingungen konnte anhand von Verbrauchsprofilen belegt werden, dass an das Verteilnetz 45 Prozent der Haushalte mit einer 11-kW-Ladestation angeschlossen werden, sofern die Elektroautos entsprechend der Realität zeitversetzt beladen werden. Derzeit sind in Deutschland rund 75.000 reine Elektroautos und gut 314.000 Hybrid-Autos zugelassen.

Eine deutlich steigende Durchdringung mit Ladepunkten in 60 Prozent der Haushalte wird erreicht, sobald in den angeschlossenen Häusern Photovoltaik-Batteriespeicher-Systeme vorhanden sind, die Blindleistung bereitstellen können. Durch die Blindleistungsbereitstellung wirkt der Batteriewechselrichter beim Laden spannungsstabilisierend auf das Stromnetz, selbst wenn der Stromspeicher leer ist.

Schließlich wäre nach Auffassung der Wissenschaftler sogar eine Vollabdeckung mit Ladepunkten ohne weiteren Ausbau des Verteilnetzes technisch möglich, sobald Photovoltaik-Batteriespeichersysteme auch Strom aus dem Netz der allgemeinen Versorgung zwischenspeichern würden. Die Speicher würden für diesen Fall nicht nur selbst erzeugten Solarstrom, sondern auch Strom aus dem öffentlichen Netz aufnehmen und zwischenspeichern, um diesen im Bedarfsfalle für einen größeren Anteil gleichzeitiger Ladevorgänge bereitzustellen.

Dieser Mehrfachnutzen ist vor allem in den sonnenarmen und zugleich windstarken Tagen des Winterhalbjahrs sinnvoll, weil dann Windstrom genutzt und zwischengespeichert werden kann. Aufgrund veralteter regulatorischer Rahmenbedingungen – wie dem Verbot, mehrere Dienstleistungen zur gleichen Zeit zu erbringen (etwa Mieterstrom und Regelenergie) – wird das Beladen dezentraler Speicher mit Strom aus dem Stromnetz derzeit noch erschwert.

Mit dem Zusammenwirken von Photovoltaik, Speichertechnologien und Elektromobilität befasst sich auch die Innovationsplattform „The smarter E Europe“, die vom 15.-17. Mai 2019 in München u.a. vier Fachmessen und zahlreiche Konferenzen rund um die Themen zusammengeführt hat und deren Ausrichtung vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. aktiv unterstützt wird.

Die Kurzstudie kann hier kostenfrei heruntergeladen werden: https://bsw.li/2MNiRfQ

Über The smarter E Europe
Die Innovationsplattform für die neue Energiewelt umfasst Messen, Konferenzen, Foren, Workshops und weitere Veranstaltungen, die Besuchern, Ausstellern und Partnern die Gelegenheit bieten, über Visionen und zukunftsweisende Konzepte rund um die neue Energiewirtschaft zu diskutieren.

Die The smarter E Europe setzt Schwerpunkte und Trends, treibt Entwicklungen voran und fördert den Austausch zwischen Branchen und Industrien. Vom 15. bis 17. Mai 2019 vereint The smarter E Europe auf dem Messegelände in München vier Fachmessen:

  • Intersolar Europe – Die weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft
  • ees Europe – Europas größte und besucherstärkste Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme
  • Power2Drive Europe – Die internationale Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität
  • EM-Power – Die Fachmesse für intelligente Energienutzung in Industrie und Gebäuden
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Meldung gespeichert unter: Europäische Kommission (EU-Kommission), Elektroauto, Solarspeicher, Erneuerbare Energien, Elektromobilität, BSW-Solar, Marktdaten und Prognosen, Solartechnik, Verbände, E-Mobility

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