Palm kämpft ums Überleben - wieder einmal

Dienstag, 2. März 2010 13:12

Auch Microsoft hat mit Windows Mobile inzwischen ein konkurrenzfähiges Betriebssystem für Mobiltelefone am Markt, während Nokia weiterhin auf das bislang marktführende Betriebssystem Symbian setzt. Daneben hat Google mit Android ein Open-Source-Betriebssystem ins Rennen geschickt, dass in direkter Konkurrenz zum webOS-System von Palm steht.

Im Bereich der Unternehmenskunden und bei Smartphones steht Palm in direkter Konkurrenz zur kanadischen Research In Motion und dessen BlackBerry-Smartphones. Auch Motorola hat sich mit seinem Droid entsprechend im Smartphone-Markt positioniert. Motorola will in 2010 rund 20 neue Smartphone-Modelle auf den Markt bringen.

Die Marktforscher aus dem Hause Gartner rechnen mit einem weiteren kräftigen Wachstum im Smartphone-Markt. Bereits im Jahr 2010 sollen weltweit rund 285 Mio. Smartphones abgesetzt werden, so die Prognosen der Gartner-Marktforscher. Im Jahr 2011 könnten dann bereits 350 Mio. Smartphones über die Ladentheke gehen, so die Analysten bei iSuppli. Im Jahr 2013 könnte der weltweite Smartphone-Absatz dann die Marke von 450 Millionen Einheiten erreichen, so die iSuppli-Prognose.

Ausblick

Für das abgelaufene Februarquartal erwartet Palm einen Umsatz zwischen 300 und 320 Mio. US-Dollar. Analysten kalkulieren an dieser Stelle mit Einnahmen von 369 Mio. Dollar sowie mit einem Nettoverlust von 34 US-Cent je Aktie.

Für das laufende Fiskaljahr 2010, welches im Mai endet, rechnet Palm damit, dass die Umsatzerlöse deutlich unter der Zielvorgabe von 1,6 und 1,8 Mrd. US-Dollar zurückbleiben werden. Analysten rechnen nunmehr mit Einnahmen von 1,46 Mrd. Dollar sowie mit einem Nettoverlust von 1,05 Dollar je Aktie.

Für das nachfolgende Fiskaljahr 2011 erwarten Analysten bei Palm wieder eine Umsatzerholung. Die Erlöse sollen dann die 2-Milliardengrenze überschreiten, wobei dann noch ein Nettoverlust von 0,50 Dollar je Aktie erwartet wird.

Bewertung

Palm-Aktien präsentierten sich zuletzt weiter nachgebend bei 5,93 US-Dollar, womit sich damit ein Börsenwert von knapp einer Mrd. US-Dollar für den angeschlagenen Smartphone-Hersteller ergibt. Palm befindet sich in einer typischen Turnaround-Phase, wobei das Unternehmen vor allem vom Erfolg künftiger Smartphone-Modelle abhängig ist.

Die Analysten bei Wedbush Morgan stehen Palm-Aktien „neutral“ gegenüber und sehen ein Kursziel von 10,5 US-Dollar für den Wert.

Bei Citigroup revidiert man hingegen seine Verkaufsempfehlung und stuft Palm-Aktien von „verkaufen“ auf „halten“ nach oben. Dabei sehen die Analysten ein Erholungspotential für den Aktienkurs auf bis zu 10 US-Dollar.

Bei der Schweizer Großbank UBS ist man dagegen anderer Meinung. UBS-Experte Maynard Um stellt die Papiere zum Verkauf, wobei der Analyst das Unternehmen inzwischen im Überlebenskampf sieht. Die Optionen des Smartphone-Herstellers seien allerdings begrenzt, glaubt der Investmentexperte.

Auch Kaufman Bros Analyst Shaw Wu stuft Palm-Aktien auf „hold“ zurück und verweist auf die Ertragsseite und die schwächere finanzielle Bilanzsituation, die Anlass zur Besorgnis geben. Der Analyst sieht die Probleme bei Palm als fundamental an, die sich nicht so einfach lösen lassen.

Bei der Bank of America Merrill Lynch senkt man ebenfalls das Kursziel für Palm-Aktien drastisch. Die Hoffnungen auf eine höhere Nachfrage von Seiten der Konsumenten habe sich nicht erfüllt, so die Analysten, die ihr Kursziel für den Wert von 20 auf 10 Dollar zusammenstreichen.

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Meldung gespeichert unter: Palm, Hintergrundberichte, Telekommunikation, Hardware

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