OLED: organische Leuchtdioden als Alternative zu LCDs und LEDs sowie Plasmatechnik - was hinter der Technologie steckt und wie sie funktioniert

Organic Light Emitting Diode (OLED)

Mittwoch, 26. April 2017 18:02

Dynamische Farben, hoher Kontrast, dünn und leicht sowie energiesparend - Raumbeleuchtungen, Kameras, Notebooks, MP3-Player, Smartphones und Tablets werden längst mit der Halbleiter-Technologie bestückt

Osram Licht - OLED Pusteblume

Begriff und Bedeutung

Die Bezeichnung OLED kommt aus dem angelsächsischen Raum und ist die Abkürzung für Organic Light Emitting Diode oder organische Leuchtdioden, einer speziellen Form von LEDs.

Die Ursprünge der Technologie gehen auf Entdeckungen von Wissenschaftlern im Jahr 1950 zurück, als die Elektrolumineszenz in organischen Materialien an der Universität Nancy in Frankreich festgestellt wurde.

Osram Licht - OLED-Produktion

Dabei werden Festkörper durch elektrische Spannung (Strom) dazu angeregt, eine elektromagnetische Strahlung abzugeben. Dies kann auch in Form von Licht geschehen.

In den 1980er Jahren wurden die ersten Grundpatente für OLED-Strukturen an Unternehmen wie der Eastman Kodak Company gewährt, die sich bereits früh mit diesem Phänomen beschäftigten.

OLEDs bestehen als Bauelement aus organischen halbleitenden Materialien, die in mehreren farbgebenden Schichten angeordnet sind. Die Farbe des Lichtes kann durch eine Variation von Farbstoffmolekülen dabei verändert werden.

Die beiden südkoreanischen Unternehmen LG Group und Samsung Electronics Co. Ltd. sowie beispilesweise auch die deutsche Osram Licht beschäftigen sich neben anderen Konzernen mit der Weiterentwicklung der OLED-Technologie.

Funktionsweise von OLEDs

Das Besondere an OLEDs ist, dass die Festkörper keine Hintergrundbeleuchtung benötigen, die Pixel leuchten also von selbst. Dies geschieht mit Hilfe der Zuführung von elektrischer Spannung (Stromzufuhr).

Quelle: Osram Licht - OLED-Fahrzeugrückleuchte

OLED-Varianten

Je nach Verwendung und Auswahl der organischen Komponenten existieren verschiedene Versionen von OLEDs. Sind die organischen LEDs aus Polymeren hergestellt, spricht man auch von Polymer Light Emitting Diodes oder kurz PLEDs.

OLEDs, die aus kleineren Molekülen hergestellt werden, bezeichnet man auch als SOLEDs oder SMOLEDs.

Bei Active Matrix Organic Light Emitting Dioden - kurz AMOLEDs oder SuperAMOLEDs (Super AMOLED+) - werden die Pixel bzw. der Bildschirm mit einer Aktivmatrix angesteuert.

Quelle: Osram Licht - OLED-Beleuchtungssystem

Unterschied zu herkömmlichen (anorganischen) Leuchtdioden

OLED-Displays bestehen aus selbst leuchtenden Materialien, während LED/LCD - Displays hintergrundbeleuchtet sind. Die Lebensdauer von OLEDs ist beim aktuellen Stand der Technik in der Regel geringer als die von anorganischen bzw. herkömmlichen Leuchtdioden.

Im Dünnschichtverfahren ist die Produktion von OLEDs allerdings vergleichsweise kostengünstiger.

Meldung gespeichert unter: Organic Light-Emitting Diode (OLED), Hintergrundberichte, Halbleiter, Tipps & Trends

© IT-Times 2020. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...