Monopolkommission lehnt exklusiven Vectoring-Ausbau der Hauptverteiler-Nahbereiche durch die Deutsche Telekom ab

VDSL2-Vectoring

Montag, 7. Dezember 2015 17:48
BREKO

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) begrüßt in einer ersten Stellungnahme die zentralen Aussagen der Monopolkommission zum laufenden Regulierungsverfahren in puncto VDSL2-Vectoring im Nahbereich, die sie in ihrem heute vorgestellten Sondergutachten („Telekommunikation 2015: Märkte im Wandel“) zur Wettbewerbssituation im Telekommunikationssektor getroffen hat. Die Monopolkommission ist ein unabhängiges Gremium, das die Bundesregierung im Bereich der Wettbewerbspolitik, des Wettbewerbsrechts und der Regulierung berät. Alle zwei Jahre erstellt sie ein Sondergutachten zur Entwicklung des Wettbewerbs auf dem Telekommunikationsmarkt.

In dem heute vorgestellten Papier kommt das Gremium in Bezug auf das laufende Regulierungsverfahren zum von der Deutschen Telekom gewollten Exklusiv-Ausbau der bundesweit gut 7.900 Hauptverteiler-Nahbereiche mit VDSL2-Vectoring zu dem klaren Ergebnis: „Die Monopolkommission lehnt eine exklusive Nutzung der Vectoring-Technologie im Nahbereich der Hauptverteiler durch die Deutsche Telekom ab. Sie steht nach einer ersten Einschätzung dem vorliegenden Entwurf für eine Regulierungsverfügung in Teilen skeptisch gegenüber. Im Ergebnis wird die Entscheidung der Bundesnetzagentur, so sie umgesetzt wird, in einem Quasi-Monopol der Deutschen Telekom bei der Verwendung der Vectoring-Technologie im Nahbereich münden.“ Dies gelte insbesondere deshalb, da „die Hürden für [den] Ausbau der Kabelverzweiger eines Hauptverteilers mit Vectoring durch Wettbewerber sowie für die Abwehr der Kündigung bestehender TAL-Zugänge hoch sind“.

Da eine Re-Monopolisierung von Teilen der Infrastruktur schädlich für den Wettbewerb sei, spricht sich die Monopolkommission vielmehr dafür aus, einen Vectoring-Ausbau „auch im Nahbereich der Hauptverteiler grundsätzlich allen ausbauwilligen Unternehmen zu ermöglichen“. Sie hat allerdings erkannt, dass VDSL2-Vectoring in erster Linie eine Übergangstechnologie darstellt, „mit der der Ausbau der Breitband-Infrastruktur vorübergehend beschleunigt werden kann“. Vor allem die „Begrenztheit der erzielbaren Bandbreiten“ stelle hier einen wichtigen limitierenden Faktor dar.

Meldung gespeichert unter: Vectoring, BREKO, Telekommunikation, Verbände

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