Intuit im Umbruch

Freitag, 24. August 2007 12:52

Der starke Umsatzanstieg ist zum Großteil auch auf den Zukauf des Homebanking-Softwarespezialisten Digital Insight zurückzuführen. Intuit hatte die Gesellschaft im November 2006 für 1,35 Mrd. Dollar übernommen.

Für das somit abgeschlossene Fiskaljahr 2007 ergibt sich ein Umsatz von 2,67 Mrd. Dollar, was einem Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Nettogewinn summierte sich dabei auf 637,6 Mio. Dollar, ein Zuwachs von 13 Prozent gegenüber 2006. Während das Geschäft mit Steuererklärungssoftware für Privatkunden um 15 Prozent auf 812,9 Mio. Dollar stieg, kletterte der Absatz der QuickBooks-Familie um elf Prozent auf 598,2 Mio. Dollar. Insgesamt konnte Intuit das Quartal mit Barreserven von 1,3 Mrd. Dollar abschließen.

Markt und Wettbewerb

Intuit sieht sich mit seiner Software Quicken, QuickBooks und TurboTax nicht nur der Konkurrenz traditioneller Softwarehäuser ausgesetzt. Neben dem Softwaregiganten Microsoft, bieten H&R Block, sowie auch Sage entsprechende Softwarelösungen an. Neben Microsoft dürfte jedoch H&R Block dabei als größter Konkurrent Intuits gelten.

Der Steuerberater H&R Block betreut durch seine 10.000 Niederlassungen in den USA über 20 Mio. Steuerzahler. Das Unternehmen gilt als der größte Anbieter in diesem Bereich, welcher nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in Kanada, Australien und in Großbritannien vertreten ist.

Der Softwaregigant Microsoft gilt aber nicht nur in Sachen Finanzsoftware als Mitbewerber. Die Redmonder sind auch im Bereich Unternehmenssoftware engagiert, in welchem Intuit künftig ebenfalls eine größere Rolle spielen will. Zugleich sieht sich Intuit im direkten Wettbewerb mit zahlreichen kleineren, Web-basierten Angeboten.

Ausblick

Für das laufende Fiskaljahr 2008 stellt Intuit Einnahmen zwischen 3,0 und 3,05 Mrd. US-Dollar sowie einen Nettogewinn zwischen 1,59 und 1,61 Dollar je Aktie in Aussicht und bewegt sich damit weiter im Rahmen der Markterwartungen. Analysten erwarten diesbezüglich Einnahmen von 3,04 Mrd. Dollar sowie einen Nettogewinn von 1,60 Dollar je Aktie.

Im nachfolgenden Fiskaljahr 2009 sollen die Erlöse auf 3,25 Mrd. Dollar und der Nettogewinn auf 1,83 Dollar je Aktie klettern, wenn es nach Prognosen der Analysten geht.

Für das laufende Oktoberquartal erwarten Analysten Einnahmen von 450 Mio. Dollar sowie einen Nettoverlust von 13 US-Cent je Aktie.

Bewertung

Zuletzt wurden Intuit-Anteile nachgebend bei rund 28 Dollar gehandelt, womit sich damit ein Börsenwert von 9,4 Mrd. Dollar für den führenden US-Finanzsoftwarekonzern ergibt. Auf Basis aktueller Gewinnschätzungen für das laufende Fiskaljahr 2008 ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 18, welches im nachfolgenden Fiskaljahr 2009 auf 15 sinken würde. Insgesamt wird Intuit mit dem dreifachen des zu erwartenden Umsatzes für das laufende Fiskaljahr bewertet.

Die Analysten des Hause Lehman Brothers bleiben nach den vorgelegten Zahlen weiterhin optimistisch gestimmt und bekräftigen nochmals ihre Einschätzung „übergewichten“ für Intuit-Papiere. Die Analysten sehen dabei ein Kursziel von 38 Dollar für den Wert. Die Lehman-Experten begründen ihren Optimismus mit den robusten Zahlen im jüngsten Quartal sowie mit einem TurboTax-Wachstum von acht bis 12 Prozent für das Fiskaljahr 2008. Die Bedenken im Hinblick auf die Integration von Digital Insight dürften sich in den kommenden Monaten abschwächen, meinen die Analysten.

Die Analysten des Hauses UBS bekräftigen nochmals ihre „neutrale“ Haltung gegenüber Intuit-Aktien und reduzieren gleichzeitig ihr Kursziel von 34 auf 33 Dollar. Im Vorfeld der jüngsten Zahlen äußerten sich die Experten des Hauses Jefferies & Co optimistisch über die weiteren Kurschancen von Intuit-Aktien und empfahlen Anfang August den Wert mit einem Kursziel von 34 Dollar zum Kauf.

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Meldung gespeichert unter: Intuit, Hintergrundberichte, Software

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