Heteronomie: Was hinter dem Gefühl der Fremdbestimmtheit steckt und wie man sich daraus befreien kann

Persönlichkeitsstrukturen und - merkmale

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Wortherkunft und Definition

Der Begriff Heteronomie geht zurück auf die griechischen Wörter hetero und nomos. Ersteres steht für verschieden oder abweichend, während letzteres Regeln beschreibt. Heteronomie bedeutet damit wörtlich andere Regeln.

Diese anderen Regeln bezeichnen solche, die eine andere Person festgelegt hat. Damit unterliegt eine Person, die unter Heteronomie leidet, den Bestimmungen anderer Personen oder Institutionen. Eine gängige deutsche Version für das Wort ist auch Fremdbestimmtheit.

Immanuel Kant definierte Heteronomie als das Gegenteil von Autonomie, also Selbstbestimmtheit. Für ihn stellte Heteronomie jede Form von Unmündigkeit dar. Im 21. Jahrhundert wird unter dem Begriff die Abhängigkeit von den Entscheidungen anderer verstanden.

Ursachen

Die Ursachen für das Gefühl der Heteronomie liegen vor allem in einem unvollständigen Abnabelungsprozess von den eigenen Eltern oder anderen Personen, die die Erziehung maßgeblich beeinflusst oder ganz übernommen haben. Den Betroffenen fehlt die Selbständigkeit.

Zur Heteronomie kann es durch eine verzögerte Entwicklung kommen. Junge Erwachsene "verpassen" so die Herausbildung von Autonomie. Häufig ist es aber ein Elternhaus, in dem Kindern Entscheidungen dauerhaft abgenommen werden.

Das anhaltende Nicht-Entscheiden-Dürfen bedeutet, dass Autonomie schlicht nicht geübt werden kann. Hinzu kommt, dass selbständig getroffene Entscheidungen von den Erziehenden häufig entweder nicht beachtet oder als mangelhaft beurteilt werden.

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