game-Verband formuliert sieben Maßnahmen für einen modernen Jugendschutz in Deutschland

Games Markt in Deutschland

Freitag, 13. Dezember 2019 13:01

game Pressemeldung

Berlin, 13. Dezember 2019 – Der game-Verband hat heute sieben Maßnahmen für die Modernisierung des Jugendmedienschutzes in Deutschland vorgestellt. Anlass ist die Bekanntgabe des Bundesfamilienministeriums, den Entwurf für das entsprechende Jugendmedienschutzgesetz in die sogenannte Ressortabstimmung gegeben zu haben.

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„Der Jugendschutz in Deutschland steckt seit vielen Jahren in der Prä-digitalen Zeit fest und muss dringend reformiert werden. Darum ist es grundsätzlich zu begrüßen, dass das Bundesfamilienministerium wie angekündigt einen ersten Entwurf noch in diesem Jahr fertiggestellt hat“, sagt Felix Falk, game-Geschäftsführer. „Deutschland braucht einen modernen, konvergenten und international anschlussfähigen Jugendschutz. Wie dieser aussehen kann, haben wir als Games-Branche mit technischen Jugendschutzsystemen oder dem Einstufungssystem der International Age Rating Coalition auf eigene Initiative bereits gezeigt.“

Aus Sicht des game sind folgende sieben Maßnahmen für einen modernen Jugendschutz in Deutschland notwendig:

•           Bei allen gesetzlichen Überlegungen muss im Mittelpunkt stehen, dass die Regelungen sowohl direkt bei Kindern und Jugendlichen ankommen als auch für Anbieter sinnvoll umsetzbar sind. Viel zu häufig geht es in der Jugendschutz-Diskussion um Kompetenz- und Zuständigkeitsfragen, die für die Nutzerinnen und Nutzer irrelevant sind.

•           Die Vermittlung von Medienkompetenz muss eine entscheidende Rolle im Jugendschutz einnehmen. Nur damit können Kinder und Jugendliche eine Mediensouveränität erlangen, die den besten Jugendschutz ermöglicht. Hier braucht es konkrete Maßnahmen des Gesetzgebers.

•           Die Kompetenzen zwischen dem Bund und den Ländern müssen sowohl gesetzlich als auch in seinen Aufsichtsinstitutionen klar aufgeteilt werden. Unterschiedliche Systeme wie bisher, die zwischen den Verbreitungswegen auf Datenträger und übers Internet unterscheiden, sind nicht nachvollziehbar und zielführend.

•           Der Jugendschutz muss für alle Mediengattungen gleich geregelt werden, um transparent und verständlich zu sein. Nur dann wird das Jugendschutzsystem akzeptiert und kann größere Wirkung entfalten.

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