freenet und das Dilemma der alternativen Mobilfunkanbieter in Deutschland

Mobilfunkmarkt Deutschland

Dienstag, 29. März 2016 16:00

Ein Dilemma für die Service Provider. Zum einen sind sie von den Netzbetreibern und deren Infrastruktur abhängig und kaufen Sprach- und Daten-Kapazitäten dort ein, zum anderen stehen sie auch im harten Wettbewerb zu den Carriern.  

Wachstum durch Akquisitionsstrategie

Die freenet AG, die ehemalige Tochtergesellschaft der Mobilcom AG, hat im Laufe der Zeit zahlreiche Wettbewerber hinzugekauft, um diesem Trend entgegenzuwirken.

Auch die eigene Muttergesellschaft Mobilcom hatte man erworben, im März 2007 fusionierten die beiden Gesellschaften. Von Geschäftsbereichen wie Webhosting, Mehrwertdienste, Festnetztelefonie und Strom verabschiedet man sich wieder.

Mit der Übernahme des Wettbewerbers und Mobilfunk Service Providers debitel (inkl. Talkline) im Jahre 2008 wurde das Telekommunikationsgeschäft von freenet in Deutschland deutlich gestärkt.

Konzentration auf den deutschen Mobilfunk-Markt

Ende 2008 trennte sich freenet darüber hinaus komplett vom Auslandsgeschäft und veräußerte debitel Nederlands an KPN.

Mit dem Verkauf des DSL-Geschäftes an die United Internet AG verabschiedet man sich zudem im Jahr 2009 vom Breitbandgeschäft. Das Schmalbandnetz wurde 2010 an QSC verkauft.

Heute ist die freenet AG der größte Mobilfunk Service Provider in Deutschland und belegt hinter den drei großen Carriern Platz vier als Mobilfunkanbieter.

Aufbau von neuen Geschäftsfeldern durch Übernahmen und Beteiligungen - auch im Ausland

Ende des Jahres 2012 übernahm die freenet AG den Apple-Fachhändler Gravis und stärkte damit das eigene Shop-Geschäft.

Die freenet AG hat im März 2016 die Anteile an der Media Broadcast Gruppe erworben, der alleinige kommerzielle Anbieter von DVB-T2 und DAB+ Diensten in Deutschland.

Des Weiteren übernahm die freenet AG eine Minderheitsbeteiligung an der Exaring AG, ein Anbieter einer geschlossenen IP-Plattform für Dienste im Unterhaltungsbereich.

Darüber hinaus beteiligte sich freenet mit einer dreistelligen Millionensumme im März 2016 an dem Schweizer Telekommunikationsanbieter Sunrise Communications Group AG mit Unternehmenssitz in Zürich.

Die Beteiligung in der Schweiz bedeutet zugleich den Wiedereintritt der freenet AG in das Auslandsgeschäft. (lim/rem)

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Meldung gespeichert unter: Mobilfunk Service Provider (Mobilfunkanbieter), freenet, Telekommunikation

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