Facebook Libra: Bundesfinanzministerium schaltet sich ein

Kryptowährung (digitale Währung)

Dienstag, 16. Juli 2019 10:56

BERLIN/ PALO ALTO (IT-Times) - Die von Facebook Inc. geplante eigene Kryptowährung Libra stößt national und international auf immer mehr Gegenwind, was allerdings auch zu erwarten war.

Bundesfinanzministerium

Facebook Inc. ist zusammen mit den (übernommenen) und ebenfalls großen Social Media Plattformen Instagram und WhatsApp mit über zwei Milliarden Nutzern sehr mächtig geworden.

Die Ankündigung der Kalifornier, nun auch in den Markt für Kryptowährungen einsteigen zu wollen, hat nicht nur US-Präsident Donald Trump und die FED aufmerksam gemacht.

Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether, XRP & Co. haben zum Teil einen fragwürdigen Hintergrund, da sie in der Vergangenheit dazu genutzt wurden, illegale Geschäfte und Geldwäsche zu betreiben.  

Nun schaltet sich auch hierzulande das Bundesfinanzministerium ein und erwägt sogar ein Verbot der Facebook-Kryptowährung Libra. Man sieht das Vorhaben als kritisch an, berichtet die Bild-Zeitung in ihrer Dienstagausgabe die sich auf ein internes Papier bezieht.

Zusammen mit der Deutschen Bundesbank will das Ministerium nun prüfen, wie man den Status von Libra als eine Alternative zum ohnehin schon gebeutelten Euro verhindern kann.

Dahinter steckt die Überlegung, die staatliche Hoheit über die eigene Währung zu behalten. Die Einführung von Libra über ein derartig großes soziales Netzwerk könnte klassische (Fiat-)Währungen wie US-Dollar, Euro oder Yen untergraben. Das will man mit allen Mitteln verhindern.

Zudem habe es zu diesem Thema bereits multilaterale Gespräche mit Frankreich, Großbritannien und den USA gegeben. Facebook plant für das Jahr 2020 die Einführung der digitalen Währung, die man mit Dollar oder Euro dann erwerben kann.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will es damit Nutzern ermöglichen, Geldbeträge in Sekundenschnalle zu überweisen und Einkäufe zu tätigen. Die „staatliche Hoheitsgewalt“ über die Geldmenge und Währungen steht auf dem Spiel.

Meldung gespeichert unter: Instagram, WhatsApp, Europäische Zentralbank (EZB), Deutsche Bundesbank, Kryptowährung, Bundesregierung, Facebook, Hintergrundberichte, Internet

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