Erneut Briefbomben im Umlauf - Was müssen Behörden und Unternehmen jetzt beachten

Post und Telekommunikation

Freitag, 14. Februar 2020 09:39
DVPT

 

Erneut Briefbomben im Umlauf!
Was müssen Behörden und Unternehmen jetzt beachten?

PRESSE-MITTEILUNG

Aus aktuellem Anlass möchte der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e.V. (DVPT) Behörden und Unternehmen zum Thema Brief- und Paketbomben informieren und sensibilisieren. Gestern gegen 08:00 Uhr wurde bei der ABN Amro Bank in Amsterdam ein Brief geöffnet, der daraufhin explodierte. Etwa eine halbe Stunde später, um 08:30 Uhr ereignete sich ein gleicher Vorgang bei einer Niederlassung der Firma RICOH in Kerkrade.

Aufgrund der aktuellen Informationslage handelt es sich bei den beiden Briefen um Folgebriefe auf eine Serie von Briefbomben und Drohbriefen an verschiedene Unternehmen in den Niederlanden, die im Januar dieses Jahres eingegangen waren. Unter den damaligen Adressaten befand sich unter anderen ebenfalls eine Niederlassung der ABN Amro Bank. Der Erpresser forderte in seinen Schreiben Geld in Form von Bitcoin. Er droht weiterhin mit weiteren Briefbomben, sofern seine Forderungen nicht erfüllt werden.

Bisher befanden sich die Briefe in weißen Umschlägen, bei denen die Adress- bzw. Absenderdaten auf selbstklebende Etiketten gedruckt waren. Ebenso weist die niederländische Polizei daraufhin, dass die Briefe Verdickungen aufweisen und nicht glatt sind wie übliche „Papierpost“. Zwar waren bisher nur Unternehmen in den Niederlanden betroffen, dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch deutsche Unternehmen mit Bezug zu den Niederlanden oder im Grenzgebiet ansässige Unternehmen diese Post bekommen.

Empfehlungen des DVPT

Der DVPT e.V. empfiehlt ausdrücklich, dass in Unternehmen und Behörden die Bearbeitungs- und Öffnungsregeln von Brief- und Paketsendungen analysiert und überdacht werden. Hierzu gibt der DVPT als Anwenderfachverband vielerlei Hilfestellungen wie Checklisten oder Spezialseminare zur Erkennung und Handhabung gefährlicher Sendungen.

Sendungen treffen an unterschiedlichen Stellen wie Empfang, Poststelle oder Sekretariat ein und werden von dort aus weitergeleitet. Diese Stellen sind wichtige Sicherheitsbereiche im Bearbeitungsprozess eintreffender Sendungen und müssen dementsprechend informiert und geschult werden. Teilweise werden intern Sendungen sogar ungeprüft und ungeöffnet an Geschäftsführung, Personalabteilung, Betriebsrat oder Betriebsarzt zugestellt.

Meldung gespeichert unter: DVPT, Marktdaten und Prognosen, Telekommunikation, Verbände

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