Dax - Die besten deutschen Unternehmen? - Was hinter dem Aktien-Leitindex der größten deutschen börsennotierten Unternehmen steckt

Aktienindizes

Aktienkurs, Börsenumsatz, Dividenden, Gewichtung, Marktkapitalisierung, Parketthandel, Streubesitz und Xetra - das sollten Sie darüber wissen

Deutsche Börse - Dax Tafel

Begriff und Bedeutung des Dax

Dax

steht für die die Abkürzung Deutscher Aktienindex und ist ein Produkt der Deutschen Börse. Der Dax ist der größte und auch der bedeutendste deutsche Index für Aktien, daher wird er auch als Leitindex bezeichnet.

Im Dax enthalten sind die nach Marktkapitalisierung 30 größten börsennotierten und nach Handelsvolumen umsatzstärksten Unternehmen aus Deutschland, die an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden.

Der deutsche Aktienindex Dax wird seit dem 21. Juni 1999 nur noch auf Basis der Aktienkurse auf der elektronischen Handels-Plattform Xetra der Deutschen Börse berechnet.

In der Regel wird der Dax als Performance-Index verstanden. Bei einem Performance-Index werden die Dividenden der im Aktienindex enthaltenen Unternehmen in den Index reinvestiert. Im Gegensatz dazu werden Dividenden bei einer Darstellung als Kursindex nicht berücksichtigt.

Neben dem Hauptindex Dax gibt es weitere Aktienindizes, die für kleinere Unternehmen konzipiert worden sind. Hierzu zählen unter anderem der MDax, SDax und der TecDax für Technologie-Werte. Im CDax der Deutschen Börse sind dagegen alle in Frankfurt gehandelten Aktien bzw. Unternehmen aufgeführt.

Darüber hinaus existieren sogenannte Strategie-Indexes, darunter beispielsweise der DivDax für dividendenträchtige Unternehmen sowie der ShortDax für Anleger, die bei fallenden Kursen Geld verdienen wollen. Der Short-Index errechnet sich umgekehrt proportional zur täglichen Kursentwicklung des Dax.

Zudem wurden diverse Segment-Indizes entwickelt, die sich auf bestimmte Branchen fokussieren. Darüber hinaus existiert mit dem VDax auch ein Volatilitäts-Index, der die Schwankungsbreiten des Dax für einen bestimmten kurzen Zeitraum errechnet.

Internationale Einordnung des Dax

Auf internationaler Ebene spielt der deutsche Dax-Index eine weitaus geringere Rolle, die sich eher auf den europäischen Investoren- und Wirtschaftsraum konzentriert.

Internationale Großinvestoren beobachten eher den Aktienindex S&P 500 von Standard & Poors, in dem 500 nationale (USA) und internationale Großunternehmen gelistet sind.

Darüber hinaus zählen Indizes wie der Hang Seng in Hongkong und der Dow Jones 30 (DJIA30) in den USA oder der Nikkei in Japan sowie der EuroStoxx 50 für Europa zu vielbeachteten Aktien-Indizes.    

Geschichte des Dax in Kürze

Die Frankfurter Wertpapierbörse führte am 1. Juli 1988 zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Deutsche Wertpapierbörsen und der renommierten Börsen-Zeitung, die bis dato einen eigenen Index errechnete, den Dax als Aktienindex ein.

Als Erfinder des Dax gilt der Börsen-Zeitung Redakteur Frank Mella, der den Index bis zum Jahr 1959 zurückrechnete. Zum 31. Dezember 1987 wurde der Dax auf 1.000 Indexpunkte festgelegt.

Im Laufe der Jahre wurde eine ganze Dax-Index-Familie aufgebaut, darunter 1994 der Dax 100 der 100 liquidesten Werte des Marktes (später durch den HDax abgelöst) und der MDax im Jahr 1996, der allerdings zunächst 70 Werte umfasste, dann aber auf 50 Unternehmen reduziert wurde.

Später folgte der SDax mit 50 vergleichsweise kleineren börsennotierten Gesellschafften. Darüber hinaus kamen sogenannte Strategie- und Branchen-Indizes hinzu.

Im Jahr 2003 wurde der L-Dax oder Late-Index als Indikator für die Marktentwicklung nach Beendigung des Xetra-Handels eingeführt, später wurde dieser durch den L/E-Dax abgelöst, der auch vorbörsliche Kurse berücksichtigt.

Seit dem 1. Januar 2006 werden die Kurse des Aktienindex Dax  jede Sekunde neu berechnet.

Am 3. November 2008 wurde der Dax von der Deutschen Börse durch eine außerordentliche Index-Neugewichtung restrukturiert. Hintergrund waren Kapriolen des Volkswagen-Aktienkurses wegen einer geplanten Übernahme durch die wesentlich kleinere Porsche Automobil Holding.

Die Deutsche Börse änderte zum 1. Juni 2011 die Börsenhandelszeiten und beginnt seitdem um 8:00 Uhr mit dem Handel.

Langfristige Entwicklung des Dax

Den bis dato größten Crash erlebte die Börse in Deutschland, als an einem Montag, es war der 16. Oktober 1989, der Dax an einem einzigen Tage um knapp 13 Prozent einbrach.

Quelle: comdirect bank - Dax Performance Index 1988 bis 2017

Erstmalig über 5.000 Punkte schloss der Dax am 20. März 1998. Nach dem Platzen der Internet-Blase fiel der Dax insgesamt gegenüber seinem Höchststand vom 7. März 2000 um über 72 Prozent bis zum 12. März 2003 auf einen Schlusskurs von rund 2.200 Punkten.

Meldung gespeichert unter: Deutsche Börse, Tipps & Trends

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