BlackBerry - hat der Smartphone-Hersteller noch eine Chance?

Smartphones & Services

Mittwoch, 6. November 2013 13:15

Der bereinigte Nettoverlust summierte sich im jüngsten Quartal auf 248 Mio. US-Dollar oder 47 US-Cent je Aktie, womit sich der bereinigte Verlust im Rahmen der Erwartungen bewegte. Insgesamt lieferte BlackBerry im jüngsten Quartal 3,7 Millionen BlackBerry-Smartphones an Händler und andere Verkaufskanäle aus, dabei gingen rund 5,9 Millionen Smartphones an Endkunden. Rund 49 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete BlackBerry über das Hardware-Geschäft, 46 Prozent der Erlöse kamen über den Servicebereich, rund fünf Prozent durch Software und andere Umsätze in die Kassen. Nachdem BlackBerry im jüngsten Quartal einen positiven Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit von 136 Mio. Dollar erwirtschaftete, summierten sich die Barreserven zum Quartalsende auf 2,6 Mrd. Dollar, wobei die Kanadier praktisch schuldenfrei blieben.

Markt und Wettbewerb

BlackBerry hat in den vergangenen Jahren stetig Marktanteile im Smartphone-Markt gegen Apple (iPhone) und vor allem gegen Android-Geräte aus dem Hause Samsung und HTC verloren. Zuletzt fiel der Marktanteil von BlackBerry im US-Smartphone-Markt auf einen Marktanteil von deutlich unter 5,0 Prozent.

Weitere Konkurrenten sind unter anderem LG Electronics, Motorola HTC, Acer und Google (Android). Android war in 2011 bereits zum weltweit größten Mobile-Betriebssystem vor iOS aufgerückt.

Als einer der Hauptmitbewerber gilt inzwischen Microsoft. Der Redmonder Softwarekonzern will mit Windows Mobile Phone den Durchbruch schaffen und zurück auf die Erfolgsspur. Nokia will gemeinsam mit Microsoft verloren gegangene Marktanteile im Smartphone-Markt zurückerobern. Auch Apple hat nochmal nachgelegt und mit dem iPhone 5 einen würdigen Nachfolger für das bislang sehr erfolgreiche iPhone ins Rennen geschickt.

Mit dem PlayBook wagt sich BlackBerry auch im Tablet PC Markt vor. Hier konkurriert BlackBerry nicht nur mit Apple, sondern auch mit Samsung, Hewlett-Packard (HP), HTC und Motorola.

Ausblick

Für das laufende Novemberquartal erwarten Analysten bei BlackBerry einen Quartalsumsatz von 1,68 Mrd. US-Dollar sowie einen Nettoverlust von 39 US-Cent je Aktie. Für das laufende Fiskaljahr 2014, welches im Februar endet, wird ein Jahresumsatz von 7,88 Mrd. US-Dollar sowie ein Nettoverlust von 1,29 Dollar je Aktie erwartet.

Im nachfolgenden Fiskaljahr 2015 soll zwar der Umsatz auf 5,12 Mrd. Dollar sinken, der Verlust aber ebenfalls auf 0,87 Dollar je Aktie sinken, wenn es nach den Prognosen der Analysten geht.

Bewertung

Unmittelbar nach Bekanntwerden der abgesagten Übernahme durch Fairfax präsentierten sich BlackBerry-Aktien deutlich schwächer, wobei die Aktien zuletzt bei 6,67 US-Dollar aus dem Handel gingen. Damit ergibt sich derzeit ein Börsenwert von rund 3,4 Mrd. US-Dollar für den kanadischen Smartphone-Hersteller.

Die Analysten bei Canaccord reduzierten zuletzt ihr Kursziel für BlackBerry-Aktien von 7,0 auf 6,0 US-Dollar. Die Canaccord-Experten halten eine Aufspaltung von BlackBerry nunmehr als wahrscheinlicher. Unter dem neuen Management könnte sich ein Verkaufsprozess von BlackBerry länger hinziehen.

Die Analysten bei Credit Suisse reduzierten zuletzt ihr Kursziel für BlackBerry-Aktien von 9,0 auf 7,0 Kanada-Dollar. Die Analysten bleiben dabei bei ihrer „neutralen“ Einschätzung.

Auch bei MKM Partners senkt man das Kursziel für BlackBerry-Aktien auf 6,0 US-Dollar, allerdings heben die Analysten ihre Verkaufsempfehlung auf. Die MKM-Experten sind weiter der Meinung, dass die BlackBerry-Patente nicht besonders werthaltig sind.

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Meldung gespeichert unter: BlackBerry, Hintergrundberichte, Telekommunikation

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