Amazon: Wettbewerbshüter in Europa und den USA werden aufmerksamer

E-Commerce: Online-Handel

Donnerstag, 18. Juli 2019 17:55
Europa Länderflaggen

BERLIN/BRÜSSEL/SEATTLE (IT-Times) - Während sich der Online-Händler Amazon aus China mehr oder weniger zurückgezogen hat, bekommt die E-Commerce Plattform nun auch Gegenwind in Europa und den USA.

Amazon.com Inc. ändert wegen kartellrechtlicher Bedenken des Bundeskartellamtes nun weltweit seine Geschäftsbedingungen für Händler auf seinen digitalen Marktplätzen.

Daraufhin hat die Wettbewerbsaufsichtsbehörde das zuvor eingeleitete Missbrauchsverfahren eingestellt. Dabei ging es um bestimmte Verhaltensweisen gegenüber Händlern auf dem deutschen Marktplatz amazon.de.

Zudem haben am 17. bis 18. Juli 2019 die Wettbewerbsbehörden der G7-Staaten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, USA) zusammen mit der Europäischen Kommission eine gemeinsame Erklärung zum Wettbewerb in der digitalen Wirtschaft vorgelegt.

„Viele Internetkonzerne agieren global. Daher ist es wichtig, dass sich die Politik und die Wettbewerbsbehörden international austauschen, um kohärente Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft herzustellen“, erklärte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes.

Gefordert werden unter anderem Wettbewerbsrechtsdurchsetzung, eine verstärkte internationale Zusammenarbeit und eine Konvergenz in der Anwendung des Wettbewerbsrechts.

Im November 2018 hatte das Bundeskartellamt aufgrund von zahlreichen Beschwerden von Händlern ein Verfahren gegen Amazon wegen des Verdachts auf missbräuchliche Geschäftsbedingungen und Verhaltensweisen eröffnet.

Es ging dabei um einen einseitigen Haftungsausschluss zugunsten von Amazon, die Kündigung und Sperrung von Händler-Konten, den Gerichtsstand bei Streitigkeiten sowie den Umgang mit Produktinformationen etc.

Allein auf dem digitalen Markplatz amazon.de waren in 2018 mehr als 300.000 Dritthändler aktiv und es wurden mehr als 300 Millionen verschiedene Artikel angeboten und rund 1,3 Milliarden Produkte verkauft.  37 Millionen Kunden zählte die Plattform.

Dabei stammten 60 bis 65 Prozent des Dritthändler-Handelsvolumens von deutschen Händlern, außereuropäischen Händler machten 20 bis 25 Prozent und Händler aus sonstigen europäischen Ländern zehn bis 15 Prozent aus.

Meldung gespeichert unter: Europäische Kommission (EU-Kommission), Europäische Union (EU), E-Commerce, Bundeskartellamt, Amazon, Internet

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