22 Millionen Bürger machen Steuererklärung im Internet

Digitalisierung in Deutschland

Montag, 9. April 2018 10:46
BITKOM

■   Zahl der Online-Steuererklärungen steigt 2017 um rund 5 Prozent und hat sich seit 2012 fast verdoppelt 
■   „ElsterFormular“, „Mein ELSTER“ oder Drittanbieter-Software: So erklärt man seine Steuer elektronisch 
■   Allgemeine Frist zur Abgabe endet am 31. Mai 2018, in vielen Bundesländern haben Online-Steuerzahler länger Zeit 

Immer mehr Bundesbürger reichen ihre Steuererklärung online beim Finanzamt ein. 22,1 Millionen Steuerzahler erklärten 2017 ihre Einkommenssteuer elektronisch über den Online-Dienst ELSTER.

Das entspricht einem Anstieg um etwa 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 21 Millionen Online-Steuererklärungen. Seit 2012 (12 Millionen) hat sich die Zahl fast verdoppelt. Das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten der Finanzverwaltung.

„Die Online-Steuererklärung spart Papierkram, Zeit und Nerven. Das wissen immer mehr Steuerzahler zu schätzen“, sagt Bitkom-Steuerexperte Thomas Kriesel. „Das ELSTER-Projekt ist ein positives Beispiel für die erfolgreiche Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen, auch wenn das komplexe deutsche Steuerrecht dadurch nicht einfacher wird.“

Im gewerblichen Bereich akzeptieren die Finanzbehörden mittlerweile ausschließlich elektronische Steuererklärungen. Für Privatpersonen ist das dagegen grundsätzlich keine Pflicht. Kriesel: „Wer einmal die aufwändige Registrierung durchlaufen und das Verfahren genutzt hat, wird schnell davon überzeugt sein, dass die Online-Steuererklärung viel bequemer und weniger fehleranfällig ist als das Ausfüllen von Papierformularen.“

Neu ab dem Steuerjahr 2017 ist, dass grundsätzlich keine Belege und separate Aufstellungen mehr an das Finanzamt versendet werden müssen. Es reicht aus, wenn diese für mögliche Rückfragen aufbewahrt werden. Damit ist die Bearbeitung der Steuererklärung in der Regel durchgängig elektronisch möglich. Denn die meisten für die Besteuerung wichtigen Nachweise werden von Dritten, etwa Banken und Sozialversicherungen, automatisch und ebenfalls in digitaler Form an die Finanzverwaltung übermittelt.

Meldung gespeichert unter: E-Government (E-Regierung), BITKOM, Marktdaten und Prognosen, Internet, Verbände

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