IT-Lexikon

3G
Akronym für: Third Generation

Unter der Abkürzung 3G spricht man vom Mobilfunkstandard der dritten Generation, der für höhere Übertragungsraten steht. In Deutschland ist dies der Standard Universal Mobile Telecommunications System (UMTS). Derzeit sind in der Theorie Downloadraten von 11 Mbit/s möglich. Anwender und Nutzer können in der Praxis Downloadraten von 384 Kbits pro Sekunde mit R99-Handys und 3,6 MB pro Sekunde mit HSDPA-Handys erwarten.

4G
Akronym für: Long Term Evolution

Unter der Abkürzung 4G wird die vierte Generation der Mobilfunktechnik verstanden, die auch als Long Term Evolution bezeichnet wird. 4G ist ein Projekt von Mobilfunkausrüstern und Mobilfunkbetreibern, um eine schnelle Aufrüstung der Mobilfunknetze der dritten Generation (3G) zu gewährleisten. Die 4G-Technik setzt daher auf UMTS-Infrastrukturen auf, wobei das Grundschema der Mobilfunktechnik beibehalten werden soll. Das bestehende 3G-Netz wird daher um technische Komponenten erweitert, so dass noch mal höhere Datenübertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s im Download- bzw. 50 Mbit/s im Upload-Bereich möglich sein sollen. Mobilfunkgeräte sollen im 4G-Standard permanent an das Internet angebunden sein, um so Videotelefonie-Services realisieren zu können. Mit 4G sollen dann im Mobilfunknetz Geschwindigkeiten erreicht werden, wie man sie heute aus dem Glasfaserbereich kennt. Derzeit ist die Technik noch in der Testphase. Hersteller und Marktforscher rechnen mit einer Markteinführung von 4G frühestens im Jahr 2010. 

ADSL
Akronym für: Asymmetric Digital Subscriber Line

ADSL ist eine Breitbandtechnik zur Übertragung von hohen Datenraten (Upstream 16 kbit/s bis 640 kbit/s / Downstream bis 8 Mbit/s) auf der üblichen Kupferdoppelader im Anschlussbereich bis etwa drei bis vier Kilometer.

ADSL2
Akronym für: Asymmectric Digital Subscriber Line 2

ADSL2 ist eine Weiterentwicklung von ADSL und erhöht die Datenrate auf einen maximalen Downstream von bis zu 12 Mbit/s und den Upstream auf maximal bis zu 3 Mbit/s.

AMOLED
Akronym für: Active Matrix Organic Light Emitting Diode

Bei der AMOLED (Active Matrix Organic Light Emitting Diode) Technik handelt es sich um eine fortschrittliche Bildschirmtechnik, die extrem flache Displays erlaubt. Bei der AMOLED-Technik werden die einzelnen Pixel über eine aktive Matrix angesteuert. Jeder Pixel verfügt somit über eine eigene Stromversorgung und wird hierdurch zum Leuchten gebracht. Im Gegensatz zur LCD-Technik benötigt AMOLED keine Hintergrundbeleuchtung, wodurch sich der Kontrast verbessern soll. Darüber hinaus glänzen AMOLED Displays mit einem vergleichsweise niedrigem Stromverbrauch. Zudem ist die Produktion dieser Displays kostengünstig, wodurch AMOLED heute schon eine wettbewerbsfähige Bildschirmtechnik ist.

API
Akronym für: Application Programming Interface

Unter einem API wird in der Informatik eine Programmschnittstelle zwischen einem Softwaresystem und einer Anwendung verstanden, der dem Programm eine Anbindung an ein System erlaubt. Programmierschnittstellen sind entweder funktionsorientiert, dateiorientiert, objektorientiert oder protokollorientiert. Ein API kann daher auch den Zugriff auf Datenbanken, auf Hardware und Peripherie regeln und steuern. Auch eine Schnittstelle innerhalb einer Bibliothek (Library) wird heute als API bezeichnet, wobei inzwischen viele Webservice- und Hardware-Anbieter ein API anbieten, um Anwendungen für ihre Hardware- bzw. ihre Online-Plattform zur Verfügung zu stellen. Populäre Webservice-APIs sind unter anderem das YouTube API, das iPhone API, das Google API, das Flickr API, das Java API sowie das Yahoo Developer Network.

ASP
Akronym für: Application Service Providing

Unter einem ASP-Provider versteht man einen IT-Diensteanbieter, der IT-Anwendungen (Applications) an Unternehmen vermietet. Der ASP-Provider hält diese Anwendungen meist zentral in einem Rechenzentrum vor und erledigt die gesamte Administration im Zusammenhang mit den angebotenen Anwendungen. Dies hat für den Kunden den Vorteil, dass er die entsprechende Software nicht kaufen und sich auch nicht um die Wartung und Pflege der Anwendungen (Lizenzen, Updates) kümmern muss. Der Kunde verfügt damit stets über die aktuelle Version und kann daher Verwaltungs- und Administrationskosten im Zusammenhang mit Softwareanwendungen sparen. Das Auslagern dieser Aufgaben hat allerdings den Nachteil, dass bei Problemen mit der Internetanbindung eine Nutzung nur eingeschränkt bzw. unmöglich ist.

BI
Akronym für: Business Intelligence

Unter Business Intelligence Software versteht man Softwareprogramme, die Unternehmensdaten systematisch analysieren und so einen Rückschluss auf die Gesamtsituation des Unternehmens geben. Durch die systematische Analyse der Geschäftsdaten und Prozesse lassen sich Fehlentwicklungen leichter erkennen und korrigieren. So kann Business Intelligence Software dazu beitragen, Geschäftsabläufe sowie Kunden- und Lieferbeziehungen weiter zu optimieren. Oft decken BI-Programme auch Kostensenkungspotentiale auf. Insgesamt gelten BI-Anwendungen inzwischen als wichtige Entscheidungshilfe, um die richtigen Unternehmensentscheidungen zu treffen.

Blu-ray
Akronym für: Blu-ray Disc

Blu-ray ist ein DVD-Format der nächsten Generation. Dabei handelt es sich um ein digitales optisches Speichermedium, dessen Spezifikationen von der Blu-ray Disc Association (BDA) festgelegt wurden. Zu den Blu-ray Unterstützern gehören heute Unternehmen wie Apple, Dell, Disney, MGM,  20th Century Fox, Panasonic, LG Electronics, Hitachi, Philips, Sony, MGM, Thomson, Sharp, Samsung und nicht zuletzt Warner Bros. Wie die CD bzw. DVD gibt es auch die Blu-ray in drei Varianten. Eine lesbare, eine beschreibbare und eine wiederbeschreibare Blu-ray Disc. Die Basis für die Blu-ray Disc bildet ein blau-violetter Laser mit 405nm Wellenlänge. Auf einer gewöhnliche Blu-ray Disc (12cm Durchmesser) können 27 GB an Daten untergebracht werden. Mit zwei Lagen sind sogar 54 GB möglich. Durch die sogennante Phase-Change-Technik soll beim Beschreiben eine Datenrate von 9,0 MB/s erreicht werden. Die Blu-ray zeichnet sich durch eine hohe Auflösung insbesondere für die Wiedergabe von HD-Filmen aus. Bei der Blu-ray kommt wie beim HD DVD Format die Kopierschutztechnik Advanced Access Content System (AACS) zum Einsatz, um Inhalte vor unerlaubter Vervielfältigung zu schützen. Alternativ wird auch der Einsatz der VEIL-Kopieschutztechnik (Video Encoded Invisible Light) erwogen.

BPM
Akronym für: Business Process Management

Unter dem Begriff Business Process Management (BPM) wird das Geschäftsprozessmanagement verstanden, das zum Ziel hat, die Geschäftsabläufe im Unternehmen weiter zu optimieren. Im Rahmen von Geschäftsprozessmanagement versuchen Unternehmen bestehende Informationen zu nutzen, um das Unternehmen auf den Kunden hin auszurichten und damit bessere Unternehmensresultate zu erreichen. Zum BPM gehört sowohl die Geschäftsprozessoptimierung, also die Optimierung von Abläufen in Unternehmen, sowie auch die Dokumentierung und Festlegung von ganzen Abläufen. Durch die stetige Überwachung von Geschäftsprozessen sollen Erkenntnisse über Verbesserungen gewonnen werden, die wiederum in die Planung bzw. Änderung der Geschäftsabläufe in Unternehmen mit einfließen. BPM klärt zentrale Fragen wie z.B. welche Geschäftseinheit wann, wie, was und womit und wie oft macht. Business Process Management ist nicht zu verwechseln mit Business Performance Management. Unter diesem Begriff werden Methoden und Softwareanwendungen verstanden, die zur Verbesserung der Performance also der Leistungsfähigkeit und Profitabilität des jeweiligen Unternehmens beitragen sollen. Business Performance Management ist ein Teilbereich von Business Intelligence (BI).

BPO
Akronym für: Business Process Outsourcing

Unter dem Sammelbegriff Business Process Outsourcing (BPO) wird das Auslagern ganzer Geschäftsprozesse verstanden. Typische Aufgaben, die im Rahmen von BPO ausgelagert werden, sind Verwaltungsbereiche wie Finanz- und Buchhaltungsaufgaben inklusive Steuererklärung, sowie Personalwesen, Beschaffung und Logistik. Im Bereich Kundenbetreuung setzen vielfach Firmen auf das Auslagern (Outsourcing) von Call-Center-Aufgaben. Auch im Bereich Forschung und Entwicklung lagern immer mehr Firmen entsprechende Tätigkeiten in andere Länder aus. Beliebte Standorte sind dabei Indien und China, wobei in den letzten Jahren zunehmend auch Osteuropa in den Vordergrund rückte. Firmen wollen dabei zum einen die niedrigen Lohn- und Personalkosten in den einzelnen Ländern für sich nutzen, aber auch Risiken im Zusammenhang mit den einzelnen Geschäftsbereichen besser verteilen. Hierdurch versprechen sich viele Unternehmen eine bessere Konzentration auf das Kerngeschäft und damit mehr Gestaltungsfreiraum für strategische Entscheidungen. Dem BPO-Markt an sich werden in den nächsten Jahren rasante Zuwachsraten bescheinigt. Die Marktforscher aus dem Hause Gartner rechnen bis 2009 mit einem Anstieg des BPO-Geschäftsvolumens auf 172 Mrd. US-Dollar, was einer jährlichen Zuwachsrate von 9,1 Prozent entsprechen würde.

CDMA
Akronym für: Code Division Multiple Access

CDMA steht für ein Multiplexverfahren, welches insbesondere bei Mobilfunkstandards der dritten Generation (3G) zum Einsatz kommt. Das Verfahren wurde kommerziell im Jahre 1995 eingeführt. Weltmarktführer und Pionier bei dieser Technik ist der US-Chipspezialist Qualcomm, der auch die Mehrheit der Patente an dieser Technologie hält. CDMA ist eine Form des Direct Sequence Spread Spectrum, eine Ansammlung von digitalen Kommunikationstechniken, die viele Jahre lang auch beim Militär eingesetzt wurde. Ein Datenbit wird in eine bestimmte Bitfolge, den sogenannten Spreizcode übersetzt. Der Empfänger filtert dann das Signal eines bestimmten Senders aus der Signalmischung aus, in dem er das Verhältnis zwischen dem bekannten Codemuster und der Signalmischung errechnet. CDMA hat mehrere Vorteile: Aufgrund der Spezifikationen ist die Technik stärker immun gegen Interferenzen und Jamming. Die Nutzung von unabhängigen Codemustern und synchronen Empfang erlaubt zudem, dass mehrere Nutzer das gleiche Frequenzband zur gleichen Zeit nutzen können.

CDN
Akronym für: Content-Delivery-Network

CDN beschreibt ein technisches Verfahren, bei welchem Inhalte über verteilte Server, die mit dem Internet verbunden sind, an Endnutzer gelangen. Ein Content-Delivery-Network besteht dann je nach Architektur meist aus tausenden von Knotenpunkten und Servern, welche die Anfragen von Nutzern entgegen nehmen und optimal ausliefern. Im Hintergrund werden die Daten vorgehalten (Caching), um so Kosten zu senken und eine Bandbreitenoptimierung zu erreichen.  Um die Anfragen der Endnutzer zu bearbeiten und optimal zu befriedigen, kommen eine Reihe von Algorithmen zum Einsatz. Diese umfassen unter anderem Global Server Load Balancing, DNS-basiertes Request-Routing, HTML, Anycasting und Proximity. CDN kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn hohe Datenvolumina (Videos, Musik) schnell an den Endkunden transportiert werden sollen.

CGI
Akronym für: Computer-Generated Imagery

Die Abkürzung CGI umschreibt die Umsetzung von visuellen Effekten in der Filmbranche. Mit Hilfe der CGI-Technologie werden insbesondere Computeranimationen in Filmen realisiert. Besonders häufig kommt CGI bei der Umsetzung von Animationsstreifen zum Einsatz. Neben Pixar setzen insbesondere Anbieter wie DreamWorks auf diese Technik, um ganze Filme auf dem Computer entstehen zu lassen. CGI-Technik kam unter anderem bei Blockbustern wie „Toy Story“, „Ice Age“, „Findet Nemo“ und „Ratatouille“ zum Einsatz. Im Bereich der Computertechnik steht die Abkürzung CGI aber auch für Common Gateway Interface. Unter einem Common Gateway Interface versteht man eine allgemeine Schnittstelle, die als Standard für den Datenaustausch zwischen einem Netzwerkrechner (Server) und einer Drittsoftware gilt. CGI ist in diesem Zusammenhang eine oft genutzte Möglichkeit, Webseiten dynamischer bzw. interaktiver zu gestalten.

CMS
Akronym für: Content-Management-System

Unter einem Content-Management-System versteht man eine Anwendung, die das Bearbeitung und das Verwalten von Dokumenten, Bilder und anderen Dateien ermöglicht. Ein CMS kommt insbesondere auch im Web zum Einsatz, um zum Beispiel das Verwalten und Gestalten von redaktionellen Webseiten zu ermöglichen. Über das CMS lassen sich auch bestimmte Rechte für einzelne Administratoren verwalten. Bei Content-Management-Systemen wird insbesondere zwischen serverseitigen und clientseitigen CMS unterschieden. Mit Hilfe des serverseitigen CMS kann der Anwender direkt von jedem Ort der Welt aus mittels eines Browsers die Webseiten verwalten. Auf ein spezielles Programm ist der Anwender dann in der Regel nicht mehr angewiesen. Anders verhält es sich mit dem clientseitigen CMS, welches ein spezielles Programm voraussetzt, um Webseiten zu verwalten. Der Anwender ist somit auf einen bestimmten Rechner angewiesen, auf dem dieses Programm installiert ist. Daneben gibt es aber auch so genannte Hybridsysteme, welche die Vorteile beider Systeme kombinieren. Der Markt für CMS-Anwendungen ist besonders dicht fragmentiert. Populäre Content-Management-Systeme sind unter anderem TYPO3, webEdition, Joomla und Mambo.

CRM
Akronym für: Customer Relationship Management

Der Begriff Customer Relationship Management (CRM) umschreibt die Beziehung zwischen dem Kunden und dem Unternehmen. Im Einzelnen werden damit Prozesse im Marketing, Vertrieb und Kundenservice beschrieben, wobei CRM-Softwarelösungen die Aufgabe haben, die Beziehungen des Unternehmens zum Kunden zu verbessern. So soll nicht nur die Kundenzufriedenheit insgesamt gesteigert werden, sondern auch aus Interessenten neue Kunden gewonnen werden. Auch die Kundenbindung und die Kundenorientierung soll durch den Einsatz von CRM-Software weiter optimiert werden. Dies geschieht vielfach über eine Datenbank, in der alle relevanten Daten zu einem Kunden erfasst werden, so dass eine optimale Kundenbetreuung gewährleistet ist. Ein gutes Kunden-Management umfasst auch ein optimiertes Beschwerdemanagement und sorgt dafür, dass mit spezifischen Angeboten auch die richtigen Kunden angesprochen werden. Insgesamt umfasst das CRM vier wichtige Kernaspekte:

  1. Aktives CRM: In einer zentralen Datenbank werden alle wichtigen Kundendaten zusammengefasst und Geschäftsprozesse automatisiert
  2. Operatives CRM: Ein automatisierter Support, der Kundenanfragen abwickelt aber auch Verkaufs- und Servicepersonal mit einbezieht
  3. Collaborative CRM: Ist die direkte Kommunikation zwischen dem Kunden und dem Unternehmen, die nicht Verkaufs- oder Servicepersonal mit einbezieht
  4. Analytisches CRM: Damit werden Kundendaten analysiert und ausgewertet, um diese Daten für weitere Geschäftsprozesse (Werbung, Marketing, Produktverbessertungen etc.) aufzubereiten. Diese Daten werden auch für weitere Geschäftsentscheidungen herangezogen.

DRAM
Akronym für: Dynamic Random Access Memory

DRAM bezeichnet eine Speichertechnologie, die vornehmlich in PCs oder auch in Druckern zum Einsatz kommt. Eine einzelne DRAM-Zelle ist sehr einfach aufgebaut und besteht in der Regel aus einem Kondensator und einem Transistor. Heute kommen vermehrt Feldeffekttransistoren zum Einsatz, wobei Informationen in Form einer elektronischen Ladung im Kondensator gespeichert wird. Der Kondensator nimmt dabei zwei Zustände an: Entweder ist dieser entladen oder geladen. Über einen sogenannten Schalttransistor wird der Kondensator ausgelesen bzw. mit neuen Informationen beschrieben. Die gespeicherten Daten auf den Kondensator sind allerdings flüchtig, daher gehen entsprechende Informationen bei fehlender Betriebsspannung wieder verloren. Aufgrund des einfachen Aufbaus sind DRAMs relativ kostengünstig herzustellen.

DRM
Akronym für: Digital Rights Management

Unter Digital Rights Management wird die digitale Rechteverwaltung über ein technisches System verstanden, welches die Urheber- und Vermarktungsrechte von Rechteinhabern besser schützen soll. DRM-Lösungen kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn Inhalte, die in digitaler Form vorliegen, geschützt werden sollen. Hierzu gehören nicht nur Musik (MP3, WMA etc.), sondern auch Filme oder auch Software. Auch bei elektronischen Büchern oder bei CDs und DVDs kommt DRM zum Einsatz. Die Technik soll es Rechteinhabern insbesondere ermöglichen, den Zugriff und die Nutzung digitaler Inhalte besser zu kontrollieren. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht zuletzt Lizenz- und Verwertungsrechte.

DVB-H
Akronym für: Digital Video Broadcasting Handhelds

DVB-H ist ein Übertragungsstandard, der insbesondere den Empfang von Multimedia-Inhalten wie Videos und TV-Programme auf dem Handy bzw. auf PDA-Geräten ermöglicht. DVB-H baut auf DVB-T auf, wobei es hierbei ebenfalls um einen terrestrisch ausgerichteten Dienst handelt. DVB-H ist mit zusätzlichen Features ausgestattet, um den speziellen Anforderungen an Mobiltelefone und PDAs gerecht zu werden. Heute ist in den meisten Netzen eine Übertragungsrate von 300 kbit/s bei Auflösungen von 320 x 240 (QVGA) möglich. DVB-H ist kompatibel zu folgenden Frequenzbändern: VHG-Band III (170-230 MHz), UHF-IV/V (470-862 MHz) sowie L-Band (1.452-1.492 GHz). Der DVB-H Standard wird von führenden Handy-Herstellern wie Nokia, Motorola und Samsung unterstützt. Inzwischen wurde der Standard weiterentwickelt, wobei man nunmehr von DVB-SH spricht. Die Weiterentwicklung weist eine deutlich höhere Performance auf, wobei DVB-SH künftig unter dem Namen DVB-H2 den vorhergehenden Standard ablösen soll. DVB-H2 wird demnach weitere Frequenzbänder unterstützen, wobei die genauen Spezifikationen noch in 2008 festgelegt werden sollen.

DVB-T
Akronym für: Digital Video Broadcasting-Terrestrial

DVB-T soll das digitale Fernseh- und Hörfunk-Zeitalter einläuten. Hierdurch soll insbesondere das analoge Fernsehen durch hochwertige Bild -und Tonqualität ersetzt werden, was bis Ende 2008 in ganz Deutschland geschehen soll. Durch DVB-T erhöht sich die Sendeleistung gegenüber dem analogen Fernsehen um etwa den Faktor 3 bzw. um rund 10dB. Bei gleicher Reichweite ist also eine geringere Sendeleistung erforderlich, was zu einem geringeren Stromverbrauch auf Seiten der Sender führt. Durch eine höhere Empfindlichkeit der Geräte sowie einer Fehlerkorrektur wird das Empfangsergebnis noch weiter optimiert. DVB-T soll zwar eine lückenlose Versorgung großer Flächen durch die Zusammenschaltung verschiedener TV-Sender zu einem Gleichwellennetz ermöglichen, doch um zum Beispiel ARD, ZDF, Bayerischer Rundfunk und andere acht Sender (3sat, arte, BR-alpha, EinsPlus, KiKa, Phoenix, SWR und ZDF.dokukanal) künftig empfangen zu können, ist ein entsprechender DVB-T Empfänger erforderlich. Dieser ist zwischen Antenne und TV-Gerät anzuschließen. Das digitale Signal ist allerdings beim Systemstart nicht flächendeckend in Deutschland empfangbar, sondern überwiegend in Ballungsräumen. Bis Ende 2008 sollen rund 85% der Fläche Deutschlands abgedeckt und 90% der Bevölkerung erreicht werden. Weitere Informationen über Vor- und Nachteile zu DVB-T gibt es unter http://de.wikipedia.org/wiki/DVB-T sowie unter http://www.ueberallfernsehen.de nachzulesen.

DVR
Akronym für: Digital Video Recorder

Ein DVR ist ein Digitaler Video Recorder, der es erlaubt, TV-Sendungen digital auf einer Festplatte aufzuzeichnen und zu einem beliebigen Zeitpunkt wiederzugeben. Der Vorteil durch diese Technik liegt auf der Hand. Durch den Einsatz von DVR`s können Zuschauer entsprechende Sendungen zeitversetzt abspielen, wodurch sich der Zuschauer nicht mehr nach dem Programmplan der Sender richten muss. Einer der führenden Anbieter in diesem Marktsegment ist der DVR-Spezialist TiVo, der insbesondere seine set-top Box-Geräte in den USA vermarktet.

EDA
Akronym für: Electronic Design Automation

Unter EDA versteht man die Entwurfsautomatisierung in der Elektronik- und Chipindustrie. Das EDA-Verfahren bezeichnet insbesondere das Entwerfen von Halbleitern mit Hilfe von Rechnern und anderen elektronischen Systemen. Die EDA-Industrie wird auch als Computer Aided Engineering (CAE) Industrie bzw. als Electronic Computer-Aided Design (ECAD) bezeichnet. Die Industrie umfasst daher nicht nur CAE-Tools und Werkzeuge, sondern auch Services rund um die Chipentwicklung. Die Branche ist in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten kräftig gewachsen und ist heute mehr als 4,0 Mrd. US-Dollar schwer.

EDGE
Akronym für: Enhanced Data Rates for GSM Evolution

Unter EDGE bezeichnet man ein Funkmodulationsverfahren, welches zur Erhöhung der Datentransferrate in GSM-(Global System for Mobile Communications) und TDMA-(Time Division Multiple Access) Netzen eingesetzt wird. EDGE ist daher eine Weiterentwicklung der bekannten GSM-Technik, die somit als Zwischenstück zur UMTS-Technik gesehen wird. In der Summe sind mit EDGE Datentransferraten von bis zu 384 kbit/s bei 8 Kanälen möglich. EDGE lässt sich mit relativ geringem Kostenaufwand in bestehende Mobilfunknetze integrieren, womit Betreiber die Qualität ihrer Serviceangebote verbessern können. EDGE ist bislang in mehr als 75 Ländern im Einsatz.

ERP
Akronym für: Enterprise Resource Planning

Unter dem Begriff Enterprise Resource Planning (ERP) werden Maßnahmen bezeichnet, um vorhandene Ressourcen (Personal, Material, Technologie, Kapital) im Unternehmen bestmöglich einzusetzen. Ziel ist es dabei, alle Daten und Geschäftsprozesse in ein einheitliches Gesamtkonzept einzubinden. Oft liegt einem ERP-System eine einheitliche Datenbank zugrunde, um Daten verschiedenster Geschäftsbereiche zu erfassen. Insgesamt bestehen ERP-Systeme meist aus mehreren Softwaremodulen, um eine effektive Planung der Ressourcen realisieren zu können.  Der Einsatz von ERP-Software soll zu einem effektiven Umgang mit Ressourcen führen, so dass Unternehmen durch den Softwareeinsatz Zeit und Geld einsparen können. ERP-Software kommt heute vor allem in der Materialwirtschaft (elektronische Beschaffung, Lagerhaltung, Lieferung), in der Produktion, Controlling, im Personal-, Finanz- und Rechnungswesen, sowie auch im Bereich Forschung und Entwicklung, im Vertrieb, im Marketing als auch im Bereich Kunden- und Projekt-Management zum Einsatz. Einer der bis dato erfolgreichsten ERP-Softwareanbieter ist die Walldorfer SAP AG.

EVDO
Akronym für: Evolution-Data Optimized

EV-DO bzw. EVDO ist die Abkürzung für Evolution-Data Optimized oder Evolution-Data Only. EVDO ist ein Standard in der Telekommunikationsindustrie, der bei der mobilen Übertragung von Daten durch Radiosignale zum Einsatz kommt. EVDO wird häufig im Zusammenhang mit mobilen Breitbandinternetzugängen eingesetzt. EVDO setzt typischerweise auf multiplexing Technologien wie CDMA (Code Division Multiple Access) und FDD (Frequency Division Duplex), um die Übertragungsraten zu maximieren. Als Teil der CDMA2000-Standards ist EVDO inzwischen bei vielen Mobilfunknetzbetreibern weltweit im Einsatz. Besonders bei solchen Anbietern, die zuvor auf CDMA-basierte Netzwerke vertrauten. Es gibt mehrere Revisionen des Standards, angefangen mit der Rev. 0. EV-DO unterstützte CDMA2000 Netze erlauben mobile Übertragungsraten von bis zu 2,4MB/s in der Rev. A.

GPS
Akronym für: Global Positioning Systems

Das Global Positioning System beschreibt ein satellitengestütztes System zur weltweiten Positionsbestimmung. Das amerikanische GPS (ursprünglich vom US-Verteidigungsministerium entwickelt) ist derzeit das einzige voll funktionsfähige Satellitennavigationssystem, welches aus mehr als zwei Dutzend Satelliten besteht, die in der mittleren Erdumlaufbahn kreisen. Die entsprechenden GNSS-Satelliten übertragen ihre genaue Position und Uhrzeit über Funk. Zur exakten Bestimmung der Position muss das Empfangsgerät Signale von mindestens vier unabhängigen GPS-Satelliten gleichzeitig empfangen. Durch Bestimmung der Laufzeit und der Triangulierung errechnet der GPS-Empfänger daraus seine eigene Position. De facto wird praktisch die Entfernung zwischen dem GPS-Receiver und der mindestens vier GPS-Satelliten gemessen und so der Standort bestimmt. Um Messungenauigkeiten zu vermeiden, muss die Zeitunsicherheit kleiner als 10 Nanosekunden sein. Dann lässt sich der Standort auf bis zu drei Meter genau bestimmen.

GSM
Akronym für: Global System for Mobile Communications

Der GSM-Standard ist derzeit der weltweit populärste volldigitale Mobilfunkstandard. Die GSM Association schätzt, dass rund 82 Prozent des weltweiten Mobilfunkmarktes auf diesen Standard basieren (Stand: 2007). Mehr als zwei Mrd. Menschen telefonieren derzeit in mehr als 212 Ländern weltweit über diesen Mobilfunkstandard. GSM ist auch der erste Standard der sogenannten zweiten Generation (2G) an Mobilfunkstandards, der als Nachfolger der analogen Netze gilt. Der GSM-Standard wurde mit dem Ziel geschaffen, ein europaweit einheitliches Mobilfunknetz zu schaffen, in dem alle Nutzer weltweit miteinander in Kontakt treten können. Über das sogenannte Roaming können Teilnehmer auch in die Netze anderer Mobilfunknetzbetreiber telefonieren. Später wurde der GSM-Standard um HSCSD, GPRS und EDGE erweitert, um Daten noch schneller zu übertragen. GSM arbeitet mit verschiedenen Frequenzen beim Telefonieren in das Netz sowie vom Netz zum Mobiltelefon. Je nach Gelände und Umgebung sowie Bebauung, sind die Reichweiten die sich zwischen Nutzer und Basisstation erzielen lassen recht unterschiedlich. Im freien Gelände sind bei Sichtkontakt bis zu 35 Kilometer möglich. Bei einer fortschrittlichen Kanalkodierung sind über den GSM-Standard Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 14,4 Kbit/s realisierbar.

HDMI
Akronym für: High Definition Multimedia Interface

HDMI beschreibt eine Schnittstelle zur digitalen Übertragung von Audio- und Video-Inhalten und kommt insbesondere in Elektronikgeräten wie DVD-Player, Flachbildfernsehern, aber auch in Grafikkarten zum Einsatz. Mit dem Kopierschutz HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection), der Bestandteil der HDMI-Spezifikation ist, sollen digitale Inhalte vor Raubkopien geschützt werden. HDMI erlaubt sehr hohe Datenübertragungsraten ohne Qualitätsverluste und ermöglicht darüber hinaus auch sehr hohe Bildauflösungen (bis 2560×1600p75.). So sind mit HDMI der Version 1.2 Datenübertragungsraten von bis zu 3,96 Gbit/s (Typ A, 19-poliger Stecker) bzw. 7,92 Gbit/s (Typ B, 29-poliger Stecker) möglich. Bei HDMI 1.3 sind Übertragungsraten bis zu 8,16 Gbit/s (Typ A und C, 19-polig) realisierbar. Auch höhere Farbtiefen  werden durch HDMI unterstützt. HDMI ist zudem abwärtskompatibel zu der im Vorfeld weit verbreitenden digitalen Schnittstelle DVI-D (Digital Visual Interface). http://de.wikipedia.org/wiki/HDMI

HDTV
Akronym für: High Definition Television

Unter dem Sammelbegriff High Definition Television (HDTV) versteht man ein hochauflösendes Fernsehen, dass brillante Bilder durch eine höhere vertikale und horizontale Auflösung verspricht. Entsprechende Geräte werden heute mit dem Label HD ready gekennzeichnet. HD ready ist dabei ein von der European Information, Communications and Consumer Electronics Industry Technology Association (EICTA) Anfang 2005 etabliertes Label für Geräte, die hochauflösendes Fernsehen wiedergeben können. HD ready Geräte zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass mit einer 16:9 Auflösung mindestens 720 Zeilen möglich sind, wobei das Gerät über mindestens einen analogen YPbPr-Eingang verfügt. Zudem muss das Gerät über einen HDCP-verschlüsselungsfähigen Eingang (DVI-D/I oder HDMI) verfügen und über beide Eingänge Vollbilder von 1280 x 720 Pixel (720p) und Halbbilder von 1920 x 1080 Pixel (1080i) darstellen können.

Hotspot
Akronym für: 

Bei einem Hotspot handelt es sich um einen meist öffentlich zugänglichen Zugangspunkt zum Internet, wobei dieser überwiegend in Flughäfen, Hotels, Schulen, Bahnhöfen, aber immer öfter auch in Restaurants und Bistros angeboten wird. Nutzer und Anwender können dann mittels Notebook, Handheld oder Mobiltelefon über einen Hotspot mit Hilfe der WLAN-Technik eine Verbindung zum Internet herstellen. Um die Sicherheit privater Daten zu gewährleisten, wird unter anderem eine User-Isolisierung aktiviert, so dass kein anderer ungefugter Nutzer Zugriff auf vertrauliche Daten hat. Um das Auslesen von Daten zu verhindern, werden häufig SSL-Zertifkate bei der Anmeldung verwendet.  Je nach Anbieter ist der Zugang zu Hotspots entweder kostenfrei (zB. in Schulen, Restaurants), oder der Anbieter erhebt Gebühren, die sich meist zwischen zwei und acht Euro je Stunde bewegen.

HSDPA
Akronym für: High Speed Download Packet Access

High Speed Download Packet Access (HSDPA) ist ein mobiles Übertragungsverfahren, auch als 3.5G Technologie bezeichnet. Es soll Download-Raten von theoretisch 14,4 Mbit pro Sekunde zwischen Basisstation und einem Mobilfunkgerät ermöglichen und sich vor allem für den Download großvolumiger Daten (Spiele, Filme etc) auf mobile Endgeräte (Handys, PDA etc.) eignen. Beim Upload soll HSDPA immerhin noch 2 Mbit/s leisten. Die Technik wird inzwischen von einer Reihe von Netzbetreibern unterstützt. Zu den führenden Unternehmen, die bereits auf HSDPA setzen zählen unter anderem Telstra, T-Mobile aber auch Vodafone. Ausführliche technische Informationen zum Thema bietet auch das Online-Lexikon Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/HSDPA

HSUPA
Akronym für: High Speed Uplink Packet Access

High Speed Uplink Packet Access (HSUPA) ist ein Zugangsprotokoll für mobile Netze und ermöglicht extrem hohe Upload-Raten. Diese erreichen unter Laborbedingungen bis zu 5,76 Mbit/s, wobei HSUPA bereits auch als 3.75G Technologie bezeichnet wird.

HTML
Akronym für: Hypertext Markup Language

Der Begriff HTML umschreibt die universelle Auszeichnungssprache, auf dem das World Wide Web basiert. Mit Hilfe von Hypertext lassen sich Texte, Bilder und Hyperlinks in einem Web-Dokument anordnen und darstellen. Diese können mit Hilfe eine Webbrowsers dargestellt und gelesen werden. Eines der großen Vorteile von HTML ist die Möglichkeit, sowohl auf interne als auch externe Webseiten mit Hilfe eines Hyperlinks zu verweisen, auf dem das heutige Internet im Wesentlichen aufbaut. Mit Hilfe von HTML lassen sich in Webseiten aber auch sogenannte Meta-Angaben wie zum Beispiel über den Autor und Textinhalt angeben. HTM wurde vom World Wide Web Consortium (W3C) entwickelt, wobei die erste Version von HTML von im Jahre 1989 von Tim Berners-Lee am CERN in Genf/Schweiz festgelegt wurde.

IPTV
Akronym für: Internet Protocol Television

IPTV beschreibt ein System, wie digitales Fernsehen mit Hilfe des Internet Protokolls (IP) zum Endkunden übertragen wird. Anders als beim traditionellen Fernsehen, ist beim Internet Television auch eine Interaktion über den Rückkanal möglich. Über IPTV können daher nicht nur Audio- und Videosignale empfangen, sondern auch ganze Anwendungen (Online-Spiele etc.) zum Endkunden übertragen werden. So sind über den Rückkanal ganz neue Dienste wie Video-on-Demand, Shopping-Services, und Online-Versteigerungen möglich. IPTV setzt allerdings eine hohe Bandbreite bzw. Datendurchsatzrate voraus, um Audio- und Videosignale bei einer entsprechenden Komprimierung störungsfrei empfangen zu können. IPTV eignet sich meist nur für Inhaber eines ADSL2-, Kabelmodem-, VDSL- oder eines optischen Netzwerkanschlusses. Grundsätzlich könnte IPTV das traditionelle Fernsehen entscheidend verändern, denn neben einem umfangreichen Programmangebot steht ebenso eine theoretisch unbegrenzte Anzahl von Kanälen zur Verfügung. 

ISDN
Akronym für: Integrated Services Digital Network

ISDN ist ein dienstintegrierendes digitales Telekommunikationsnetz. ISDN ist daher ein internationaler Standard für ein digitales Kommunikationsnetz. ISDN integriert Telekommunikationsdienste wie Telefon, Fax oder Datenkommunikation in einem Netz. Im Gegensatz zu analogen Anschlüssen ist es über ISDN möglich, über einen Anschluss mehrere Kanäle zu nutzen. So kann gleichzeitig im Internet gesurft und telefoniert werden. Für einen Anschluss können in Deutschland bis zu 10 Rufnummern genutzt werden. Neben der Verbesserung der Servicequalität zu analogen Anschlüssen, können mit Hilfe von Codierungs- und Modulationsverfahren höhere Datentransferraten erreicht werden. Daten können unter Nutzung eines Kanals (B-Kanal) mit einer Geschwindigkeit von 64 kbit/s übertragen werden.

LCD
Akronym für: Liquid Crystal Display

Unter einer LCD-Anzeige versteht man eine Flüssigkristallanzeige, die sich die Beweglichkeit und die Eigenschaften von Flüssigkristallen zu Nutze macht, um durch den Lichteinfall bestimmte Zeichen, Symbole und ganze Bilder anzuzeigen. Die gesamte Bilddarstellung besteht wiederum aus Pixeln, die mittels eines elektrischen Feldes gesteuert werden. Der große Vorteil von LCD-Bildschirmen gegenüber herkömmlichen Röhrenmonitoren ist nicht nur die geringe Stromaufnahme, sondern auch die Strahlungsarmut, da LCD-Bildschirme keine Röntgenstrahlung und nur geringe Magnetstrahlung absondern. LCD-Monitore glänzen vor allem durch ein flimmer- und verzerrungsfreies Bild, das sich durch eine enorme Schärfe auszeichnet. Die inzwischen niedrigen Herstellungskosten und das geringe Gewicht sind ein weiterer Vorteil der LCD-Technik, so dass LCD-Displays heute nicht nur in Handys, Taschenrechnern und Laptops (TFT) zum Einsatz kommen, sondern zunehmend auch in anderen Unterhaltungselektronikgeräten Verwendung finden. Nachteilig wirkten sich bislang langsame Reaktionszeiten und die geringe Kontrastschärfe sowie Schwächen bei der Helligkeit aus. Diese Probleme wurden allerdings in den letzten Jahren weitgehend behoben, so dass die Reaktionszeiten moderner LCDs heute bei unter 8ms liegen, womit LCD-Monitore auch bei schnell bewegenden Bildern eingesetzt werden können.

LED
Akronym für: Light Emitting Diode

Eine Leuchtdiode (LED) ist eine lichtemittierende Diode, die mittels eines elektronischen Halbleiters und dem darin fließenden Strom Licht erzeugt. Das von der Diode abgestrahlte Licht hängt vom Halbleitermaterial und der damit verbundenen Wellenlänge ab. Bei LEDs kommen als Werkstoff nur direkte Halbleitermaterialien zur Anwendung, die einen direktem Übergang und eine Photonenwechselwirkung gewährleisten. Die Größe der Energielücke (E''-E') und damit die Farbe lässt sich über die chemische Zusammensetzung des Halbleiters steuern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Glühbirnen strahlen LEDs keine Temperatur ab und sind deswegen umweltfreundlicher. Zudem haben LEDs eine deutlich höhere Lebensdauer als Glühbirnen und sind zudem unempfindlich gegen Erschütterungen. LEDs bestehen auch nicht aus Hohlkörpern, die implodieren können. Die Lebensdauer einer LED hängt von der Umgebung bzw. Betriebsbedingung ab, wobei moderne Niedrig-Volt-LEDs heute eine Betriebsdauer von über 100.000 Stunden erreichen können.

LTE
Akronym für: Long Term Evolution

Unter der Abkürzung LTE wird die vierte Generation der Mobilfunktechnik verstanden, die auch als Long Term Evolution bzw. 4G bezeichnet wird. 4G ist ein Projekt von Mobilfunkausrüstern und Mobilfunkbetreibern, um eine schnelle Aufrüstung der Mobilfunknetze der dritten Generation (3G) zu gewährleisten. Die 4G-Technik setzt daher auf UMTS-Infrastrukturen auf, wobei das Grundschema der Mobilfunktechnik beibehalten werden soll. Das bestehende 3G-Netz wird daher um technische Komponenten erweitert, so dass nochmals höhere Datenübertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s im Download- bzw. 50 Mbit/s im Upload-Bereich möglich sein sollen. Mobilfunkgeräte sollen im 4G-Standard permanent an das Internet angebunden sein, um so Videotelefonie-Services realisieren zu können. Mit 4G sollen dann im Mobilfunknetz Geschwindigkeiten erreicht werden, wie man sie heute aus dem Glasfaserbereich kennt. Derzeit ist die Technik noch in der Testphase. Hersteller und Marktforscher rechnen mit einer Markteinführung von 4G frühestens im Jahr 2010.

MID
Akronym für: Mobile Internet Device

Mobile Internet Device (MID) ist der Sammelbegriff für Ultra-Mobile PCs (UMPCs), also Kleinstcomputer mit Internetanbindung, die das mobile Internet zur Realität werden lassen sollen. Die entsprechende Initiative wurde insbesondere von Intel vorangetrieben, um entsprechende Chipsätze (Intel Centrino Atom) zu vermarkten. Erste Prototypen präsentierte Intel im Rahmen des Intel Developer Forums im Jahr 2007 in Beijing. Erste MIDs auf Basis von Intel Centrino Atom Prozessoren werden für Mitte 2008 erwartet. Die Geräte sollen insbesondere Konsumenten in die Lage versetzen, einfach und schnell von jedem Ort der Welt aus zu kommunizieren und eine Verbindung zum Internet herzustellen. Die MIDs sollen darüber hinaus mit einer Embedded Version von Linux ausgestattet sein, die eine benutzerfreundliche Bedienoberfläche garantiert. Eine Kooperation besteht darüber hinaus mit dem Open-Source-Spezialisten Ubuntu. Ubuntu hat zugesagt, eine spezielle Ubuntu-Version für MIDs anzubieten und zu vertreiben. Auch RealPlayer will mit dem RealPlayer for MID einen entsprechenden Media-Player für die mobilen Internetgeräte anbieten.  

MMOFPS
Akronym für: Massively Multiplayer Online First-Person Shooter

Der Begriff MMOFPS ist eine Abwandlung aus dem Genre MMORPG aus der Welt der Online-Rollenspiele. Anders als bei einem traditionellen MMORPG, steuert der Spieler seinen virtuellen Avatar aus der Ich-Perspektive durch die virtuelle Umgebung und trifft dabei auf andere Gegner bzw. Spieler. Hauptziel in MMOFPS ist es, andere Spieler oder Computergegner abzuschießen. Bekannte Spiele aus diesem Genre sind Planetside, A.V.A oder Huxley.

MMORPG
Akronym für: Massively Multiplayer Online-Role Playing Games

Unter einem MMORPG versteht man ein Online-Rollenspiel, in welchen sich mehrere tausend bzw. hunderttausende Spieler gleichzeitig in virtuellen 2D- oder 3D-Welten tummeln und dabei unterschiedliche Charaktere annehmen. Dabei lassen sich meist verschiedene Klassen (Krieger, Priester etc.) bzw. Rassen (Menschen, Orks etc.) besetzen, die auch mit verschiedenen Fähigkeiten (Skills) und Waffen ausgestattet sind. Ein jedes MMORPG hat in der Regel seine eigene Währung und sein eigenes Wirtschaftssystem, im Rahmen dessen Spieler Waffen und Gegenstände kaufen und verkaufen können. Vornehmliches Ziel in einem MMORPG ist es, den jeweiligen Charakter durch das Sammeln von so genannten Experience Points (Erfahrungspunkte) aufzubauen, so dass dieser ein höheres Level erreicht. Erfahrungspunkte können nicht nur im Kampf um Monster (PvE), sondern auch durch Erfüllung so genannter Quests (Aufgaben) erworben werden. Auch im direkten Kampf mit anderen Spielern (PvP) können sich die Spieler messen. Bekannte traditionelle MMORPGs sind „World of Warcraft“ aus dem Hause Blizzard Entertainment, oder „Lineage“ des südkoreanischen Entwicklerstudios NCsoft sowie die EverQuest-Reihe des Hauses Sony.

NFC
Akronym für: Nier Field Communication

Bei der Nier Field Communication Technologie (NFC) handelt es sich um einen neuartigen Übertragungstandart, mit dessen Hilfe Daten kontaktlos über kurze Strecken übertragen und ausgetauscht werden können. Über NFC können verschiedenste Daten wie beispielsweise Kontaktdaten, Preisinformationen, oder andere persönliche Daten übertragen werden. Aber auch Bilder und Musik-Dateien lassen sich via NFC über kurze Strecken übertragen. Populäre Einsatzgebiete für die NFC-Technik sind der bargeldlose Zahlungsverkehr. So soll mit Hilfe von NFC das Bezahlen von Waren und Produkten an der Supermarktkasse via Smartphone ermöglicht werden. Auch Zugangskontrollsysteme lassen sich mittels NFC steuern. Anwendungsbeispiel: Das Auto kann mit dem Handy auf- und abgeschlossen werden. Weitere Anwendungsbeispiele sind das papierlose Ticketing oder das Online-Streaming von Musik- und Filminhalten.

ODM
Akronym für: Original Design Manufactorer

Unter einem ODM versteht man ein Unternehmen, welches nicht nur Produkte im Auftrag einer anderen Gesellschaft fertigt, sondern auch entwickelt und konzipiert. Der ODM übernimmt daher auch entsprechende Design-Aufgaben, welche die Grundlage für das spätere fertige Produkt bilden. Die fertigen Produkte werden meist nicht unter dem Label des ODM, sondern unter der Marke des Auftraggebers im Handel verkauft. Vor allem im Notebook-Bereich kommt dieses Geschäftsmodell zur Anwendung.

OEM
Akronym für: Original Equipment Manufactorer

Unter einem OEM-Hersteller versteht man einen Originalausrüster, der Produkte oder Komponenten für den Markt produziert, sie aber selbst nicht in den Handel bringt. Der Originalausrüster fertigt seine Produkte zwar in seinen Fabriken, die Komponenten und Produkte werden aber dann meist unter der Marke bzw. dem Label eines Auftraggebers im Handel verkauft. Vor allem in der Computerindustrie ist man dazu übergangenen, entsprechende Komponenten von so genannten Auftragsherstellern fertigen zu lassen. So wird zum Beispiel Microsofts Spielkonsole Xbox nicht von Microsoft gefertigt, sondern von dem in Singapur ansässigen Hersteller Flextronics. Auch andere Computerkomponenten, wie Festplatten oder Motherboards werden inzwischen von Auftragsherstellern bezogen.

OLED
Akronym für: Organic Light Emitting Diode

OLED bezeichnet eine Organische Leuchtdiode, die ähnlich aufgebaut ist wie die anorganische Leuchtdiode (LED). Jedoch besteht die OLED aus organischen und halbleitenden Materialien, die in der Regel aus mehreren organischen Schichten aufgebaut ist. Im Gegensatz zur LED-Technik sind OLED-Displays äußerst flexibel und können somit auch im E-Paper-Bereich eingesetzt werden. Der Vorteil der OLED liegt in der kostengünstigen Herstellung sowie in der Flexibilität. So können OLEDs auf nahezu jedem Material aufgebracht werden, welches auch biegsam sein kann. OLEDs kommen im Gegensatz zu LEDs ohne Hintergrundbeleuchtung aus. Zudem können OLEDs farbiges Licht emittieren, womit sich nicht nur eine größere Farbauswahl, sondern auch intensivere Farben darstellen lassen. Während bei LCD-Geräte ein Großteil der Energie für die Hintergrundbeleuchtung eingesetzt und in Wärme umgesetzt wird, ist dies bei OLEDs nicht der Fall. Daher benötigen OLEDs deutlich weniger Energie und sind somit auch für den Einsatz in tragbaren Elektronikgeräten (Notebooks, Handys und MP3-Player) geeignet. Durch einen Blickwinkelbereich von bis zu 170 Grad ist die OLED-Technologie auch für den Einsatz im TV-Bereich interessant. Entsprechende Produkte hat hier bereits der japanische Elektronikhersteller Sony realisiert. Durch sehr schnelle Schaltgeschwindigkeiten von unter 0,001 Millisekunden lassen sich mit Hilfe der OLED-Technik auch deutlich schärfere bewegte Bilder darstellen, als mit der LCD-Technik. Nachteilig wirkten sich die zuletzt noch geringe Lebensdauer der Organischen Leuchtdiode aus. Während rote OLEDs in der Regel bereits eine Lebensdauer von über 10 Mio. Stunden aufweisen, sind es bei blauen OLEDs bislang nur 150.000 bis 200.000 Stunden. Zudem sind OLEDs sehr anfällig für äußere Umwelteinflüsse (Wasser, Sauerstoff), welches das organische Material zersetzen kann. Hier haben die Hersteller allerdings in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht und die Widerstandsfähigkeit von OLEDs enorm verbessert.  

PLM
Akronym für: Product Lifecycle Management

Das PLM bezeichnet ein Verfahren bzw. einen Prozess, der ein Produkt durch den gesamten Lebenszyklus von der Konzeption, über die Entstehung, bis hin zur Produktion und dem Vertrieb begleitet. Dabei werden in der Regel alle Daten im Zusammenhang mit dem Produkt in einer zentralen und einheitlichen Datenbank gespeichert, so dass sämtliche Geschäftsbereiche auf diese Daten zugreifen können. PLM gilt neben dem Customer-Relationship-Management (CRM), dem Supply-Chain-Management (SCM) und dem Enterprise Resource Planning (ERP) als eines der vier Eckpunkte innerhalb der IT-Infrastruktur in einem Unternehmen. PLM soll vor allem dazu beitragen, Produkte schneller auf den Markt zu bringen (Time to Market), die Produktqualität zu verbessern, Produktentwicklungskosten zu reduzieren, das Produkt weiter zu optimieren und Ausschussware zu vermeiden. Innerhalb des PLM gibt es wiederum vier Kernbereiche: Produkt- und Portfolio-Management (PPM), Produkt-Design, Herstellungs-Prozess-Management und Produkt-Daten-Management (PDM).

RFID
Akronym für: Radio Frequency Identification

Bei RFID (Radio Frequency Identification) handelt es sich um ein automatisiertes Identifikationsverfahren, über das sich nicht nur Gegenstände erkennen, sondern auch Daten automatisch erfassen und speichern lassen. Ein RFID-System besteht in der Regel aus einem Transponder sowie einem Lesegerät. Während der Transponder Gegenstände (z.B. Waren, Produkte) kennzeichnet, erlaubt das Lesegerät das Auslesen der Daten, die anschließend von Rechnern und Datenbanken weiterverarbeitet werden. Der große Vorteil der Funkchip-Technologie liegt darin, dass Daten ohne Berührung und unmittelbaren Sichtkontakt ausgelesen werden können. Daher ergeben sich für diese Technik großflächige Einsatzmöglichkeiten. So kommt RFID-Technik nicht nur im Einzelhandel, sondern auch in der Logistik- und der Fahrzeugbranche zum Einsatz.

SaaS
Akronym für: Software-as-a-Service

Unter SaaS versteht man ein Geschäftsmodell, welches nicht die Vermarktung des Produktes, sondern den Service an sich in den Vordergrund stellt. Vielmehr soll durch SaaS ein "Rundum-Sorglos-Paket" verkauft werden, dass nicht nur das Softwareprodukt selbst, sondern auch die Wartung und den technischen Support der Software umfasst. SaaS-Pakete sind sowohl für kleine und mittlere Unternehmen, als auch für Großkonzerne und Privatverbraucher verfügbar. Durch SaaS sollen Firmen insbesondere Zeit und Kosten einsparen, da so die kostenintensive Betreuung der Systeme durch Administratoren entfällt. Bei diesem Geschäftsmodell wird die Software meist als Web-basierte Dienstleistung auf Nachfrage (On-Demand) angeboten und ist somit jederzeit verfügbar. Der Anbieter bzw. Provider gewährleistet gleichzeitig die ständige Verfügbarkeit des Dienstes.

SAN
Akronym für: Storage Area Network

Die Abkürzung SAN bezeichnet ein Speichernetzwerk, welches externe Speicher (Disk-Arrays, Speicherbänder und andere optische Speicher) an Server anbindet. Solche Systeme sind vor allem bei großen Konzernen im Einsatz, um vorhandene Speicherressourcen effektiver zu nutzen. Über SAN-Netze, die meist durch optische Netze realisiert werden, sind heute theoretische Übertragungsraten von bis zu 16 GBit/s möglich. In der Praxis erfolgt der Datenabgleich zwischen den einzelnen Systemen dann mit einer Geschwindigkeit von 1 bis 2 GBit/s. Dabei kommt in der Regel das SCSI-Kommunikationsprotokoll zum Einsatz.

SOA
Akronym für: Service-oriented Architecture

Unter einer Serviceorientierten Architektur (SOA) versteht man eine Systemarchitektur, welche die Nutzung von lose aneinander gekoppelten Softwareservices definiert. Als Ziel steht dabei ein eher flexibles Gewebe im Vordergrund, was sich betrieblichen Anforderungen unterordnet und die Integration von solchen erleichtern soll. SOA soll vor allem die klassische Programmierung ablösen und vielmehr wieder verwendbare Services und Programme im Vordergrund stellen. Zum Beispiel können Web Services somit unabhängig von ihrer Herkunft und Implementierung über entsprechende Schnittstellen aufgerufen werden. SOA unterscheidet sich durch die Mehrdimensionalität ganz deutlich von der objektorientierten Programmierung. Daher werden zuerst Geschäftsprozesse skizziert und anschließend der Code generiert. Dadurch sollen die Entwicklungszeiten für neue Anwendungen drastisch sinken. Funktionen, die also von verschiedenen Anwendungen benötigt werden, werden nur einmal programmiert, aber mehrmals genutzt.

SSD
Akronym für: Solid State Drive

Unter einem Solid State Drive (SSD) wird ein Speichermedium verstanden, welches die traditionelle Festplatte in bestimmten Bereichen ersetzen kann. Ein solches Laufwerk besteht in der Regel aus Flash-Speichern oder SDRAMs. Bei einem SSD-Laufwerk werden keine beweglichen Teile verbaut, so dass das Laufwerk insgesamt robuster ist. Damit kann mechanisches Versagen weitgehend vermieden werden. Weitere Vorteile gegenüber traditionellen Festplatten ist eine schnelle Zugriffszeit bzw. geringere Latenzzeiten. SSD-Laufwerke gelten als energieeffizient und können stromunabhängig betrieben werden, was der Umwelt zu Gute kommt. Hersteller versprechen eine Lebenszeit von rund zehn Jahre für diese Laufwerke. Da Flash-Laufwerke deutlich leichter und auch kleiner sind als traditionelle Festplatten, kommen SSDs häufig in Notebooks zum Einsatz. Inzwischen bieten verschiedene Hersteller aber auch SSD-Laufwerke für den Desktop-PC an.

TD-SCDMA
Akronym für: Time Division Synchronous Code Division Multiple Access

TD-SCDMA ist ein Mobilfunkstandard der vor allem und ausschließlich in China zum Einsatz kommt. TD-SCDMA ist eine Alternative zu WCDMA. TD-SCDMA wurde ursprünglich in China von der Chinese Academy of Telecommunications Technology (CATT) gemeinsam mit Datang Telecom und der Siemens AG entwickelt, um eine Alternative zu westlichen Technologien zu schaffen.

TD-SCDMA gilt als besser geeignet für dicht besiedelte Gebiete. TD-SCDMA nutzt TDD im Gegensatz zum FDD-Schemata, welches von WCDMA genutzt wird. Durch die dynamische Anpassung von Zeitfenster für den Downlink und Uplink kann das System asymmetrischen Traffic mit verschiedenen Datentransferraten auf dem Downlink und den Uplink leichter unterbringen.

UMTS
Akronym für: Universal Mobile Telecommunications System

UMTS ist ein Standard der dritten Mobilfunkgeneration (3G). UMTS wird im Rahmen des 3rd Generation Partnership Project weiterentwickelt und soll künftig noch höhere Downloadraten durch HSDPA bzw. HSUPA im Upload ermöglichen. Derzeit sind in der Theorie Downloadraten von 11 Mbits pro Sekunde möglich. Anwender und Nutzer können in der Praxis Downloadraten von 384 Kbits pro Sekunde mit R99-Handys und 3,6 MB pro Sekunde mit HSDPA-Handys erwarten. Mit Hilfe von UMTS lassen sich mobile Videokonferenzen realisieren und datenintensive Daten wie Musik- und Videofiles über das Mobiltelefon herunterladen.

VDSL
Akronym für: Very High Speed Digital Subscriber Line

VDSL ist eine neue Breitbandtechnik zur Übertragung von sehr hohen Datenraten (Upstream 5 Mbit/s Downstream 52 Mbit/s) im Glasfasernetz. VDSL erlaubt deutlich höhere Datentransferraten als zum Beispiel ADSL und ADSL2. Allerdings sinkt bereits bei 900 Metern Entfernung zur Vermittlungsstelle die Datenübertragungsrate auf 26 Mbit/s. Bei einer Entfernung von etwa zwei Kilometern zur Vermittlungsstelle sinken die die Übertragungsraten auf ADSL-Niveau. Der Einsatzbereich der VDSL-Technik ist daher eher für Großstädte und andere Ballungsräumen geeignet. Die Internationale Fernmeldeunion hat aktuell zwei VDSL-Standards festgelegt: VDSL1 und VDSL2. VDSL2 basiert auf dem Discrete Multitone (DMT) Übertragungsverfahren und erlaubt in der Theorie Datentransferraten von bis zu 200 Mbit/s im Up- und Downstream-Bereich bei einer höheren Reichweite. Der Standard VDSL2 eignet sich daher zur Realisierung sogennanter Triple-Play-Angebote (TV, Telefonie, Internet).

VoIP
Akronym für: Voice over IP

Unter VoIP, auch IP-Telefonie genannt, versteht man im Allgemeinen das Telefonieren über ein Computernetz. Dabei werden Sprachinformationen über das Internet oder ein anderes IP-basiertes Netz übertragen. VoIP kann aber nicht nur von Computern, sondern auch über spezielle Telefongeräte genutzt werden. VoIP soll in den nächsten Jahren schrittweise traditionelle Telefonsysteme ablösen. Durch den einheitlichen und einfachen Aufbau von VoIP sollen erhebliche Kostenvorteile gegenüber herkömmlichen Telefonsystemen einhergehen. Allerdings stellt auch die IP-Telefonie Anforderungen an die erforderliche Übertragungskapazität, wobei auch Latenz, Jitter und die Paketverlustrate entscheidenden Einfluss auf die Gesprächsqualität haben. Inzwischen sind eine Reihe von kostenlosen VoIP-Anwendungen (Skype, Google Talk, Yahoo! Messenger etc.) am Markt, die VoIP-Anwender mit anderen VoIP-Teilnehmern kostenlos verbinden. Für Verbindungen in das Festnetz werden aber in der Regel Gebühren erhoben. Um eine Verbindung zu einem anderen VoIP-Teilnehmer herzustellen, muss die aktuelle IP-Adresse des anderen IP-Anwenders bekannt sein. Fest adressierbare Anschlüsse wie etwa in der Festnetztelefonie gibt es im IP-Netz nicht. 

VPN
Akronym für: Virtual Private Network

Unter einem VPN versteht man ein virtuelles Computernetz zum Transport privater Daten. Durch eine sichere (verschlüsselte) Verbindung wird damit zum Beispiel ein Zugang zum Internet hergestellt. Um die Kommunikation zwischen zwei VPN-Partnern zu realisieren, werden Netzwerkpakete in ein entsprechendes VPN-Protokoll gewandelt. Empfängt der VPN-Partner das entsprechende VPN-Paket, wird es wieder entpackt. Durch diese Technologie lassen sich Netzwerke mit VPN miteinander verbinden, ohne dass diese zwangsläufig mit anderen Netzen kompatibel sein müssen. Durch den Einsatz von Passwörtern, Schlüsseln und Digitale Zertifikate können die übertragenen Inhalte vor dem Zugang Dritter geschützt werden.  Die Einsatzgebiete von VPN sind vielschichtig. So lassen sich mittels VPN Firmenniederlassungen miteinander verknüpfen (Site-to-Site Verbindung). Auch können Außendienstmitarbeiter mit Hilfe von VPN über eine gesicherte Verbindung auf das Firmennetz (Intranet) zugreifen (Site-to-End Verbindung). Auch ein direkter Zugriff auf den Firmen-Server ist möglich (End-to-End Verbindung). Eine Verbindung zweier Server über ein Vritual Private Network wird als Host-to-Host Verbindung bezeichnet.

WAP
Akronym für: Wireless Application Protocol

WAP ist ein offener internationaler Standard für Mobilfunk-Anwendungen. Durch WAP sollen Internetinhalte schnell und unkompliziert auf Mobilfunk- bzw. Handheld-Displays dargestellt werden. Mittels eines WAP-Browsers können in der Sprache WML (Wireless Markup Language) verfasste Webseiten ausgelesen und dargestellt werden. WAP soll insbesondere interaktive Services für Mobiltelefone und Handheld-Systeme ermöglichen. Durch WAP können beispielsweise Services wie Emails, Aktienkurse, Sportergebnisse und Nachrichten auf dem Handy interaktiv dargestellt werden. Bei WAP sind zwei Spezifikationen zu unterscheiden. WAP (1.0 bis 1.2) sowie WAP 2.0. Bei WAP 2.0 wurden die ursprünglichen WAP-Protokolle WSP, WTP und WTLS durch HTTP und SSL ersetzt. Die WAP-Technik steht in direkter Konkurrenz zur proprietären i-mode Technologie, die vom japanischen Mobilfunkspezialisten NTT DoCoMo entwickelt wurde.

WCDMA
Akronym für: Wideband CDMA

WCDMA (Wideband CDMA) ist ein technisches Verfahren, welches in der dritten Generation (3G) von Mobilfunknetzen zum Einsatz kommt. Dadurch können Daten über ein breiteres Frequenzband weniger störanfällig übertragen werden. Zudem kann durch den Einsatz von WCDMA-Technik die Sendeleistung verringert werden. WCDMA-Technik kommt unter anderem bei UMTS und im japanischen FOMA-System zum Einsatz. Bei der Datenübertragung mittels WCDMA wird in der Regel ein 5 MHz breites Frequenzband sowie eine Chiprate von 3,84 Mcps (Megachips per Second) genutzt. WCDMA wurde ursprünglich vom japanischen Mobilfunkmarktführer NTT DoCoMo entwickelt, wobei NTT später die Spezifikationen bei der International Telecommunication Union (ITU) als Kandidat für die Anerkennung als internationaler 3G-Standard einreichte. Der weltweit erste kommerzielle WCDMA-Service ging mit dem 3G-Service FOMA im Jahr 2001 in Japan an den Start.

Wi-Fi
Akronym für: Wi-Fi Alliance

Wi-Fi ist eine drahtlose Übertragungstechnik bzw. Marke, welche von der Wi-Fi Alliance ins Leben gerufen wurde. Die Wi-Fi Alliance besteht wiederum aus über 300 Unternehmen, welche die Interoperabilität von WLAN-Produkten basierend auf den IEEE 802.11 Standards verbessern will. Die Wi-Fi Alliance führt Tests von Komponenten auf Basis eigener Richtlinien durch. Produkte, die den Test bestehen, erhalten das entsprechende Wi-Fi-Zertifkat.  Geprüft werden allerdings nur Produkte der Mitglieder. Mitglieder der Wi-Fi Alliance sind namhafte Unternehmen der Technologiebranche wie Apple, Asus, Cisco, HP, IBM, Microsoft, NEC, Nintendo, Palm, Sony und Toshiba. Wi-Fi kommt unter anderem dann zum Einsatz, wenn eine drahtlose Verbindung zum Internet mittels PC oder Mobilfunktelefon hergestellt werden soll.

Widget
Akronym für: Mini-Anwendung

Unter dem Begriff Widget werden kleine Hilfsprogramme bzw. Mini-Anwendung im Web oder auf dem Desktop verstanden. Im Web sind diese als HTML-Code dargestellt, wobei die Code-Schnipsel in der Regel auf jeder Webseite eingefügt werden können (Content-Syndikation). Bekannte Widget-Anwendungen im Web sind unter anderem YouTube-Videos oder auch Online-Spiele von Miniclip.com.  Auf dem Desktop zeichnet sich ein Widget häufig durch eine grafische Benutzerfläche aus. Die Mini-Anwendung wird meist in einem eigenständigen Fenster geöffnet und erfüllt in der Regel eine bestimmte Aufgabe. Bekannte Widgets für Windows sind unter anderem die Mini-Anwendungen Windows Sidebar, Samurize, AveDesk, Konfabulator (Yahoo Widget Engine), DesktopX sowie Kapsules.

WiMAX
Akronym für: Worldwide Interoperability for Microwave Access

Unter WiMAX wird ein regionaler Funk-Übertragungsstandard nach IEEE 802.16 verstanden, der für theoretische Datentransferraten von bis zu 108 Mbit/s bei einer Reichweite von 50km sorgen soll. In der Praxis werden jedoch diese Datentransferraten bislang aber nicht erreicht. Privatkunden können jedoch mit Downloadgeschwindigkeiten von 1,5 Mbit/s bis 3,5Mbit/s bzw. Upload-Geschwindigkeiten von 256 KB/s bis 512KB/s kalkulieren. WiMAX gilt als Alternative zur DSL-Technik und UMTS-Verbindungen, wobei sich WiMAX insbesondere für solche Regionen eignet, die noch nicht mit DSL erschlossen sind. In Deutschland haben eine Reihe von Firmen (Televersa Online GmbH etc.) Pilotprojekte auf den Weg gebracht, um Regionen mit WiMAX zu erschließen. Als einer der Hauptunterstützer der Technik gilt der US-Halbleitergigant Intel, der inzwischen auch entsprechende WiMAX-Chips auf den Markt gebracht hat.

WLAN
Akronym für: Wireless Local Area Network

Unter einem Wireless Local Area Network versteht man ein lokales, drahtloses Funknetz, das sich durch eine hohe Sendeleistung und Reichweite im Vergleich zu anderen Lösungen auszeichnet. Zudem können WLAN-Netze mit einer vergleichsweise hohen Datenübertragungsrate (11 bis 600 Mbit/s) aufwarten, welche die Funktechnik für diverse Einsatzmöglichkeiten prädestiniert. Ein WLAN-Netz ähnelt von der Architektur her dem eines Mobilfunknetzes. Eine Basisstation bzw. ein Access Point koordiniert alle anderen Netzknoten (Clients) und sendet in bestimmten Intervallen (10 mal pro Sekunde) kleinere Datenpakete. Die zulässige Strahlungsleistung ist auf 100mW beschränkt, wobei handelsübliche 802.11 Router oft über eine Anschlussmöglichkeit einer Außenantenne verfügen. Moderne Breitband-Router werden inzwischen mit einem internen Verstärker ausgeliefert, um die Signalqualität zu verbessern. Mit leistungsstarken Antennen lassen sich im Freien Entfernungen von 100 bis 300 Metern und mehr überbrücken. Hindernisse wie Bäume, Gebäude und andere Bebauungen schränken jedoch die Übertragungsmöglichkeiten deutlich ein.