Zynga in 2014 - Investoren warten auf Besserung

Social-Gaming

Dienstag, 7. Januar 2014 14:18
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(IT-Times) - Der Social-Spielentwickler Zynga sorgte zuletzt für Schlagzeilen, nachdem das Unternehmen ankündigte, bei ausgesuchten Social-Games künftig die virtuelle Währung Bitcoin akzeptieren zu wollen. Mit dem Schachzug will das Unternehmen neue Gamer locken, nachdem die Spielerzahlen bei Zynga zuletzt deutlich zurückgingen.

Zyngas neuer CEO Don Mattrick, der bereits Microsofts Xbox zum Erfolg verhalf, will den Gaming-Anbieter in die Gewinnzone zurückführen, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Quartalen rote Zahlen schrieb. Keine leichte Aufgabe für Mattrick, hat sich der Wettbewerb im Social- und Mobile-Spielemarkt zuletzt stark intensiviert. Neben Social-Gaming-Spezialisten wie King.com, kämpfen Anbieter wie Glu Mobile, Rovio und NQ Mobile um Mobile-Gamer.

Zynga versuchts mit neuen Games
Zynga (Nasdaq: ZNGA, WKN: A1JMFQ) ist nach wie vor stark abhängig von wenigen Top-Spielen. In die Jahre gekommene Spiele wie FarmVille (1 und 2) und Zynga Poker zeichneten im dritten Quartal für mehr als 50 Prozent der Zynga-Umsätze verantwortlich.

Mit neuen Spielen wie Fairy Tale Twist, Ninja Kingdom und Hit It Rich will Zynga an den Erfolg vergangener Tage wieder anknüpfen. Zwar dürften die neuen Spiele den kurzfristigen Abwärtstrend stoppen, der ganz große Wurf blieb bislang aber aus.

Zynga braucht einen neuen Hit
Das Problem: Die Lebenszyklen von Social-Games werden immer kürzer. Die Fan-Karawane zieht in immer kürzeren Abständen weiter, was auch Zynga zuletzt zu spüren bekam. Seit dem zweiten Quartal 2012 sinken die Nutzerzahlen und weitere Kennzahlen bei Zynga.

Dennoch glauben Private Equity Investoren wie BlackStone weiter an Zynga. Die Investmentexperten verweisen insbesondere auf das neue Management, welches bereits Schritte eingeleitet hat, um einen Turnaround herbeizuführen. Zudem sitzt Zynga auf Barreserven von rund 1,5 Mrd. US-Dollar, die das Unternehmen beispielsweise für Übernahmen im Mobile-Bereich einsetzen kann.

Noch aber warten Aktionäre und Investoren auf eine positive Nachricht von Zynga. Der Bitcoin-Test allein dürfte die schwindenden Spielerzahlen allein nicht stoppen, ein neuer Spielehit muss her.

Kurzportrait

Die im Jahre 2007 von Mark Pincus gegründete Zynga gilt als führender Anbieter von sogenannten Social-Games, die überwiegend auf Facebook gespielt werden. Die Spiele von Zynga sind inzwischen nicht nur auf Facebook, sondern auch auf Mobile-Plattformen wie iOS und Android verfügbar.

Zu den von Zynga betriebenen Games gehören unter anderem die populären Spiele wie FarmVille, CityVille, Empires & Allies, Mafia Wars oder Zynga Poker. Der Social-Spielentwickler verzeichnete zuletzt im Schnitt mehr als 200 Millionen aktive Gamer im Monat in über 170 Ländern. Alle von Zynga betriebenen Spiele sind zunächst kostenlos zugänglich, die Spiele finanzieren sich durch Ingame-Verkäufe und den Verkauf von virtuellen Gegenständen und Online-Werbung.

In den vergangenen Jahren verstärkte sich Zynga vor allem durch Zukäufe. So wurde im November 2010 der Spielespezialist Newtoy (Words With Friend) übernommen. Anschließend verstärkte sich Zynga durch die Übernahme der japanischen Unoh, die nunmehr unter dem Namen Zynga Japan firmiert. Später kaufte Zynga den Social-Browser Flock. In 2010 schluckte Zynga das Entwicklerstudio Bonfire Studios, welches für die Spiele Age of Empires and Halo Wars verantwortlich zeichnet.

Mitte 2011 schluckte Zynga den in Kanada ansässigen Mobile-Spielentwickler Five Mobile. Dieses Team soll künftig unter dem Namen Zynga Toronto auftreten und für den Ausbau des Geschäfts in Kanada verantwortlich zeichnen. Zuvor hatte Zynga bereits den Social-Game-Entwickler DANN Games geschluckt. Insgesamt tätigte Zynga in den vergangenen zwei Jahren 15 Zukäufe. Im März 2012 kaufte Zynga den Mobile-Spielentwickler OMGPop (Draw Something), der inzwischen wieder geschlossen wurde. Mitte 2013 wurde Spooky Cool Labs übernommen.

Zynga erzielt nahezu seine gesamten Umsatzerlöse über Facebook (über Facebook Credits). An Zynga fließen etwa 70 Prozent der über Facebook erzielten Erlöse zurück. Das Abkommen zwischen Zynga und Facebook läuft im Jahr 2015 aus.

Zahlen

Meldung gespeichert unter: zynga

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