ZVEI erwartet 2008 weitere Erholung

Mittwoch, 14. November 2007 16:14
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Markt für elektronische Komponenten wächst 2007 leicht

München, 14. November 2007 – Nach Einschätzung des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems wächst der deutsche Markt für elektronische Komponenten im laufenden Jahr um ein halbes Prozent auf 17,5 Mrd. Euro. 2006 betrug der Umsatz  17,4 Mrd. Euro; minus 1,4 Prozent gegenüber 2005. Für das kommende Jahr wird ein stabiles Wachstum von gut vier Prozent erwartet. „Damit sehen wir nach einer Periode der Stagnation wieder einem soliden Wachstum der Märkte für elektronische Komponenten entgegen“, so Dr. Martin Stark, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands. Der leichte Zuwachs im laufenden und das solide Wachstum im kommenden Jahr beruht vor allem auf der deutlich anziehenden Nachfrage nach elektronischen Komponenten für die Datentechnik, Kfz- und Industrieelektronik. Die Bereiche Telekommunikation und Konsumelektronik müssen dagegen Umsatzrückgänge hinnehmen.

Der Umsatzrückgang im Inland im Jahr 2006 ist auf die schwachen Halbleiterumsätze zurückzuführen (minus 4,2 Prozent), die sich allerdings 2007 erholen konnten. Halbleiter dominieren mit einem Anteil von 63 Prozent den Gesamtmarkt für elektronische Komponenten.

Branchensegmente entwickeln sich unterschiedlich

Während im vergangenen Jahr im Segment der Halbleiter der Umsatz um über vier Prozent auf 11,1 Mrd. Euro gesunken ist, rechnen die ZVEI-Experten für das Jahr 2007 noch mit minus ein Prozent und für das kommende Jahr mit plus fünf Prozent. Dieses Wachstum auf ca. zwölf Mrd. Euro im Jahr 2008 wird von der Kfz-Elektronik und der Datentechnik mit ca. je acht Prozent und der Industrie-Elektronik mit plus sieben Prozent getrieben.  

Das vergangene Jahr schlossen die Märkte der Passiven Bauelemente mit einem Plus von 8,4 Prozent (1,48 Mrd. Euro) ab. Die Marktexperten des ZVEI erwarten für 2007 ein Umsatzwachstum von 5,6 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro. Trotz erhöhtem Preisdruck und den anhaltenden Produktionsverlagerungen, wird der Markt der Passiven Bauelemente auch im kommenden Jahr um knapp drei Prozent wachsen. Vor allem die weiter steigende Nachfrage nach Piezo-Bauelementen für die Kraftstoffeinspritzung im Kraftfahrzeugmotor führt zu positiven Effekten.

Die Elektromechanischen Bauelemente wie Schalter, Steckverbinder und Geräteschutzsicherungen konnten im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 3,6 Prozent (2,7 Mrd. Euro) verbuchen. Für 2007 erwartet der ZVEI ein moderates Wachstum von 2,4 Prozent auf einen Umsatz von 2,8 Mrd. Euro. Die stärksten Bereiche wie die Kfz-, die Industrie-Elektronik und die Telekommunikation konnten im unteren einstelligen Bereich zulegen. So wird für das laufende Jahr damit gerechnet, dass die Industrie-Elektronik um gut drei Prozent, die Kfz-Elektronik um gut zwei Prozent und die Telekommunikation um 1,5 Prozent wachsen. Für 2008 rechnet die Branche mit einem Wachstum von gut zwei Prozent. Seit Jahren liegt der Anteil der Automobilindustrie am Umsatz stabil bei 43 Prozent.

Während der Verband der Leiterplattenindustrie beim ZVEI für das vergangene Jahr auf dem inländischen Leiterplattenmarkt ein Plus von knapp fünf Prozent auf gut 1,4 Mrd. Euro meldete, erwartet man für 2007 ein Plus von 2,5 Prozent auf knapp 1,5 Mrd. Euro. Für 2008 geht die Branche von einer gleichen Wachstumsrate aus. Ein Drittel des Umsatzes wird in der Kfz-Elektronik erzielt, dicht gefolgt von der Industrie-Elektronik (knapp 30 Prozent) und der Telekommunikation (knapp 22 Prozent).

Bei den Integrierten Schichtschaltungen schloss das vergangene Jahr mit einem Minus von 4,2 Prozent auf einen Umsatz von 595 Mio. Euro. Der ZVEI sieht die Ursache in der Einführung einer neuen Gerätegeneration. Für 2007 wird mit einer Erholung des Marktes gerechnet, mit einem nur noch leichten Minus von 0,8 Prozent auf 590 Mio. Euro Umsatz. Erst 2008 soll sich die Entwicklung mit einem erwarteten Plus von gut vier Prozent deutlich zum Positiven wenden. Schichtschaltungen werden als Träger für elektronische Bauelemente eingesetzt. Der Anteil der Automobilelektronik beträgt hier derzeit 85 Prozent.

Meldung gespeichert unter: ZVEI

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