ZVEI entwickelt Konzept zur Identifikation und Traceability in der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie

Mittwoch, 11. November 2009 16:39
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München/Frankfurt am Main, 11. November 2009 – Der ZVEI stellt auf der Productronica sein branchenübergreifendes und universell einsetzbares Traceabilitykonzept vor. Einer der Kernpunkte ist ein einheitlicher Datenstandard, der jede Produktkomponente auf dem Weg durch die Lieferkette begleitet und eine eindeutige Identifikation und Rückverfolgung auch von kleinsten elektronischen Bauteilen ermöglicht. Damit kann beispielsweise eine Fehlerquelle schnell identifiziert und gezielte Rückrufaktionen ausgelöst werden. Außerdem bietet Traceability eine größere Transparenz bei der Kostenverfolgung, wodurch eine Prozessoptimierung im eigenen Unternehmen ermöglicht wird.

Der ZVEI hat im Jahr 2008 mit allen Beteiligten der Wertschöpfungskette eine Traceability-Initiative gestartet und einen Leitfaden „Identifikation und Traceability in der Elektro- und Elektronikindustrie" verfasst. An dieser Initiative sind mehr als 130 Teilnehmer aus über 80 Unternehmen aus den Segmenten Automobilindustrie, Medizintechnik, Weiße Ware, Baugruppenproduzenten, Herstellern von Halbleitern, Passiven Bauelementen, Elektromechanischen Bauelementen, Leiterplatten, Distributoren, Versicherungen und Recht bis hin zu Softwareherstellern beteiligt. Der ZVEI-Leitfaden ermöglicht eine Traceabilitybetrachtung aus technischer, kommerzieller und rechtlicher Sicht. Damit wird eine Entscheidungs- und Konzeptfindung für ein durchgängiges Traceabilitysystem möglich. Neben dem einheitlichen Datenstandard wird auch ein einheitliches Software-Format zur Anbindung von Geräteschnittstellen und zur Datenabfrage zum Download angeboten. Weitere Schwerpunkte des Leitfadens sind Nutzen- und Aufwands­betrachtungen, Definitionen, internationale Kennzeichnungs­systeme, technische Identifikationssysteme und Best-Practice Beispiele.

„Das ganzheitliche ZVEI-Traceabilitykonzept berücksichtigt die Interessen aller Beteiligten der Wertschöpfungskette", so Johann Weber, Vorsitzender der Fachgruppe Elektronische Baugruppen im ZVEI- Fachverband Electronic Components and Systems und Initiator der Initiative. „Unser Ansatz reduziert langfristig Kosten und minimiert Risiko. Deshalb wird er sich als Standard im Markt etablieren."

Meldung gespeichert unter: ZVEI

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