Zooplus investiert in weiteres Wachstum - Umsatzmarke von 500 Mio. Euro im Visier

Dienstag, 19. Juli 2011 13:45
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(IT-Times) - Der Aktienkurs des Online-Heimtiefbedarfshändlers Zooplus AG (WKN: 511170) kennt derzeit nur eine Richtung und zwar die nach oben. Trotz eines scheinbaren Kurseinbruchs von knapp 50 Prozent zu Wochenbeginn, sind zooplus-Aktien nur optisch billiger geworden.

Das Unternehmen hat durch die Ausgabe von Gratisaktien bzw. durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln zunächst dafür gesorgt, dass sich die Aktienanzahl verdoppelt und der Aktienkurs halbiert hat. Jeder zooplus-Aktionär erhält eine weitere Aktie auf seinem Depot gutgeschrieben. Dem Aufwärtstrend der zooplus-Aktie hat diese Maßnahme keinen Abbruch getan, ganz im Gegenteil. Auch am Dienstag liegen die Papiere um gut drei Prozent im plus.

Zooplus nimmt Umsatzmarke von 500 Mio. Euro ins Visier
Kein Wunder, die Zahlen und Wachstum beim Münchner Unternehmen stimmen. Im ersten Quartal 2011 wuchsen die Erlöse um rund 52 Prozent auf 60,6 Mio. Euro. Nach einem Umsatz von rund 200 Mio. Euro in 2010, visiert zooplus-Vorstandschef Cornelius Patt in drei Jahren ein Umsatzvolumen von 500 Mio. Euro an. Schon im laufenden Jahr soll die Umsatzmarke von 250 Mio. Euro ins Visier genommen werden, so Finanzvorstand Florian Seubert gegenüber der FTD.

Realisiert werden soll dies unter anderem durch die weitere Expansion ins Ausland. Zwar flossen durch die jüngste Kapitalerhöhung der Gesellschaft direkt keine neuen Mittel zu, allerdings betont das Management immer wieder, dass man zu günstigen Konditionen Zugang zu Betriebskapital habe.

Deutscher Heimtiermarkt stagniert
Die Expansion ins Ausland ist auch notwendig, nachdem der deutsche Markt für Heimtierbedarf stagniert. In 2010 lebten nach Mitteilung des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) rund 22,3 Millionen Hunde, Katzen, Vögel und andere Kleintiere in deutschen Haushalten - ein leichter Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch konnte die Branche in 2010 ein leichtes Umsatzplus von 0,8 Prozent verzeichnen, wobei der deutsche Heimtierhandel insgesamt rund 3,71 Mrd. Euro umsetzte.

Zooplus rüstet sich für weiteres Wachstum
Dennoch glaubt zooplus Finanzvorstand Florian Seubert nicht, dass sich das Wachstum bei zooplus merklich abkühlen wird, schließlich kaufen immer mehr Tierhalter Tierfutter nicht mehr im traditionellen Handel, sondern im Internet. Die Grundlage für das weitere Wachstum soll der Umzug des Logistikzentrums nach Hörselgau bei Eisenach legen.

Zwar hat der Umzug zunächst viel Geld gekostet und die Ertragsseite belastet, dadurch könne man aber doppelt so viel Umsatz abwickeln, heißt es aus dem Unternehmen...

Kurzportrait

Die im Jahre 1999 gegründete und in München ansässige Zooplus AG ist einer der führenden Internet-Versandhändler für den Haustierbedarf. Zooplus beitreibt auf seiner Webseite Zooplus.de nicht nur einen Online-Shop, sondern bietet auch einen entsprechenden Informationsservices rund um das Haustier. Gleichzeitig wird auch eine Online-Community betrieben, über die sich Tierliebhaber mit anderen Nutzern austauschen können.

Zooplus bietet auf seiner Webseite nicht nur Hunde- und Katzenfutter, sondern auch Nahrungsmittel für vielerlei Tiere wie Hasen, Vögel, Fische und Pferde an. Insgesamt stehen im Online-Shop mittlerweile mehr als 8.000 verschiedene Produkte zur Auswahl.

Zooplus ist nicht nur in Deutschland aktiv, sondern auch in Frankreich, den Niederlanden, Polen, Italien, Österreich, Irland, Belgien, Spanien, Finnland, Tschechien, der Slowakei und in England mit einem eigenen Webangebot vertreten.

Um seinen Vertrieb zu unterstützen bietet Zooplus verschiedene Vorteilsprogramme wie zum Beispiel für Sammelbesteller und Freundschaftswerbung an. Auch ein Partnerprogramm für Webseitenbetreiber hat das Unternehmen inzwischen ins Leben gerufen.

Zooplus wirbt vor allem mit einer schnellen Auslieferung seiner Produkte (Versand binnen 24 Stunden) sowie geringen Versandkosten (ab einem Bestellwert von 19 Euro ist der Versand kostenlos).

Zu den Anteilseignern des mehrheitlich nach wie vor im Privatbesitz befindlichen Unternehmens zählen unter anderem die Burda Beteiligungsholding Digital Ventures und die britische Finanzierungsgesellschaft zouk ventures.

Meldung gespeichert unter: E-Commerce

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