Yingli, Trina Solar, JinkoSolar und Canadian Solar vor Trendwende? Solarmodulpreise steigen wieder

Preise für Solarmodule ziehen erstmals wieder leicht an

Freitag, 26. Juni 2015 13:46
Yingli Green Energy Holding Co.

(IT-Times) - Seit 2010 sind die Preise für Solarmodule im Rückwärtsgang. Ein rapider Preisverfall hat die teilweise hoch verschuldeten Global Player in der Solarindustrie in die Bredouille gebracht.

Die chinesischen Anbieter Suntech und LDK Solar mussten bereits die Segel streichen, auch bei der chinesischen Yingli Green kämpft man aufgrund massiver Schulden mit Existenzproblemen.

Doch nunmehr scheint sich für die gebeutelten Solarkonzerne eine Wende abzuzeichnen. Erstmals seit Jahren sind die durchschnittlichen Preise für Solarmodule im ersten Halbjahr 2015 wieder gestiegen, so das US-Wirtschaftsmagazin Forbes mit Verweis auf Daten von pvXchange.

Preise für Solarmodule steigen wieder
Demnach kletterten die Preise für kristalline Solarmodule im europäischen Spot-Markt in diesem Jahr bereits um rund sechs Prozent. In Japan und Korea ging es mit den Großhandelspreisen im Schnitt um 6,5 Prozent nach oben, in China um 3,7 Prozent, in Taiwan und Südostasien um 6,5 Prozent.

Marktbeobachter führen den jüngsten Preisanstieg vor allem auf den eskalierenden Handelsstreit zwischen Europa und China zurück. Europa hatte zuletzt Strafzölle für Solarmodule aus China verhängt. Die Anti-Dumping-Maßnahmen der EU-Kommission haben die Preise für Solarmodule in Europa bei rund 60 Cent pro Watt stabilisiert.

Während die Import-Zölle vor allem die chinesischen Solarmodule-Hersteller wie Yingli Green (WKN: A0MR90), Trina Solar (WKN: A0LF3P), JinkoSolar (WKN: A0Q87R) treffen, dürften die Zölle langfristig nicht dazu führen, dass Europas Solarindustrie wieder auf die Beine kommt, glauben Marktbeobachter.

China, Japan und USA werden den Solarmarkt dominieren
Zwar haben deutsche Anbieter wie SolarWorld AG (WKN: A1YCMM) kurzfristig davon profitiert, 64 Prozent der im Jahr 2014 verbauten Module kommen jedoch nach wie vor aus China. Inzwischen haben sich chinesische Anbieter auf die Strafzölle eingestellt und versuchen ihrerseits neue Märkte zu erschließen.

Meldung gespeichert unter: Solarmodule

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