Xing: Mit eRecruitment und frischem Design gegen LinkedIn

Business Networks

Donnerstag, 15. August 2013 16:28
Xing

(IT-Times) - Jüngst hat sich das deutsche Business-Netzwerk Xing ein neues Layout verpasst. Den Nutzern wird dabei die Möglichkeit gegeben, ihr Profil individueller durch Bilder und durch Texte zu gestalten - ähnlich wie man es von sozialen Netzwerken wie zum Beispiel Facebook kennt.

Das Unternehmen verspricht sich davon, dass Nutzer das eigene Profil über Xing stärker nach außen tragen können, um sich so zum Beispiel gezielt für neue Jobs zu bewerben und auf dem Arbeitsmarkt zu präsentieren. Somit zeigt das neue Layout mit den neuen Möglichkeiten auch die Marschrichtung auf, die Xing weiterhin verfolgt: Man sieht sich als soziales Netzwerk, das zunehmend genutzt wird, um als Unternehmen neue Mitarbeiter oder als Privatperson einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Hierzu wurde bereits Ende vergangenen Jahres der Xing-Talentmanager eingeführt, mit dem Unternehmen gezielt Kandidaten per Xing ansprechen können. Hierbei können Unternehmen bis zu 1.000 Kandidaten im Monat erreichen, ohne mit diesen Personen verknüpft zu sein. Die Mitgliedschaft kostet für kleine und mittelgroße Firmen zwischen 1.600 und 2.000 Euro jährlich. Der große Konkurrent aus Amerika, LinkedIn, hat dieses Marktpotential schon lange erkannt. Recruiting-Produkte tragen den Großteil des LinkedIn-Umsatzes.

LinkedIn ist die Nummer 1 in Europa

Generell ist LinkedIn für Xing der größte Wettbewerber. Das Unternehmen würde die Xing AG (WKN: XNG888) nur allzu gerne vom Spitzenplatz verdrängen. Xing zählte in der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) zuletzt 6,1 Millionen Mitglieder, LinkeIn bringt es auf rund die Hälfte - Tendenz steigend. In Europa hat LinkedIn bereits die führende Position erobert.

Anfang 2013 hat LinkedIn eine deutschsprachige Version seiner Recruiting-Lösung auf den Markt gebracht. Dabei knüpft LinkedIn insbesondere große Erwartungen an seine Job-Suchfunktionen und Apps für Mobilfunkgeräte, die bereits bei 42 Prozent der LinkedIn-Mitglieder in der D-A-CH-Region im Einsatz sind.

Will Xing mit dem großen Konkurrenten aus Übersee Schritt halten, dürften wohl noch weitere Investitionen erforderlich sein, um das anvisierte Wachstumsziel (Umsatzverdoppelung in vier Jahren) zu erreichen. Vor allem in den Bereichen mobile Angebote und Analyse-Tools hat LinkedIn gegenüber Xing die Nase vorn.

Kurzportrait

Xing wurde 2003 in Hamburg als openBC gegründet. Mit dem Börsengang im Jahr 2006 wurde das Unternehmen in Xing umbenannt, um auf diese Weise auch einen international besser nutzbaren Namen zu erhalten - so lautet die Begründung des Unternehmens zu diesem Schritt. In den vielen Social-Networks im Internet ist Xing als Business-Portal mit der Zielgruppe "Geschäftsleute weltweit" positioniert. Zuletzt verzeichnete Xing rund 13,5 Millionen Mitglieder. In Deutschland hat Xing derzeit gut 800.000 Premium-Mitglieder, weltweit sind es 825.000.

Bei Xing wird den Mitgliedern die Möglichkeit geboten, Kontakte zu knüpfen und zu verwalten sowie sich in Themenforen auszutauschen, wichtige Informationen zu finden oder Aufträge, neue Mitarbeiter oder einen neuen Job zu erhalten. Auf das Xing-Netzwerk kann weltweit über das Internet, jedes internetfähige Mobiltelefon inklusive dem iPhone, Anroid-Telefon und Blackberry zugegriffen werden. Beim eigenen Wachstum setzt Xing bis heute auf "virales Marketing", also die Empfehlung des Netzwerks durch seine Mitglieder. Heute ist Xing in den Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Niederländisch, Schwedisch, Finnisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Russisch, Polnisch, Ungarisch und Türkisch verfügbar.

Von den mehr als 12 Millionen Mitgliedern stammt ein Großteil aus dem deutschen Heimatmarkt, weitere bedeutende Mitgliederanteile kommen aus Spanien, sowie aus Südamerika und der Türkei. Zuletzt verstärkte sich Xing in der Türkei durch die Übernahme der cember.net-Mitglieder. In Spanien hatte man sich durch die Übernahme von eConozco und Neurona vergrößert.

Knapp 800.000 Mitglieder nutzen das Premium-Angebot von Xing. Eine Premium-Mitgliedschaft ist ab 5,55 Euro möglich. Als weitere Quellen zur Generierung von Einnahmen zählt seit rund einem Jahr die Säule eCommerce. Sie erzielt Umsätze insbesondere durch die Vermarktung von Stellenangeboten über den "Xing-Marketplace". Die zusätzliche Säule "Advertising" trägt durch die Vermarktung von Werbeflächen auf der Xing-Plattform zum Umsatz bei. Ende 2010 verstärkte sich Xing durch die Übernahme des Online-Event-Managers amiando AG. Anfang 2013 kaufte Xing die österreichische Bewertungsplattform für Arbeitgeber Kununu.

Meldung gespeichert unter: Recruiting

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