Xing: Klare Positionierung durch neue Dienste

Business-Netzwerke

Mittwoch, 20. Mai 2009 12:19
Xing

(IT-Times) - Der deutsche Business-Netzwerkdienst Xing AG (WKN: XNG888) setzt gezielt auf neue Applikationen, um Nutzern einen Mehrwert bieten zu können. Besonders der OpenSocial-Bereich soll so ausgebaut werden.  Mit „Xing News“ und „Xing-Mitglieder fragen“ wurden jüngst die ersten Betaversionen zum Test durch die Nutzer freigegeben. Die Ausbreitung der neuen Features soll dabei viral erfolgen. Betatester zeigen jeweils auf ihrem Profil und per Benachrichtigung über „Neues aus meinem Netzwerk“ an, dass und wie sie die Applikationen nutzen. Andere Mitglieder erhalten so die Möglichkeit, sich an dieser Stelle über die Applikationen zu informieren und diese gegebenenfalls selbst zu installieren.

Xing setzt auf Vereinheitlichung im Social Networking

Xing ist, wie etwa auch Google, ein Partner des OpenSocial Initiative. Diese unterstützt die Vereinheitlichung von Infrastrukturen für Applikationen im Bereich Social-Networking. Der offene Programmierstandard OpenSocial definiert Schnittstellen für soziale Applikationen und ermöglicht es den Entwicklern, Anwendungen zu programmieren, die in verschiedenen Social Networks funktionieren. Neben Xing unterstützen auch MySpace, Friendster, Orkut, Ning und andere Seiten die Initiative. Die Applikation „Xing-News“ können Mitglieder Nachrichten von Xing sowie aus dem persönlichen Netzwerk filtern lassen. Damit sollen künftig nur Nachrichten an Mitglieder weitergeleitet werden, die über eine persönliche Relevanz für den jeweiligen Nutzer verfügen.

Xing verknüpft Informationen von Mitgliedern mit Unternehmensnachrichten

Aktuell arbeitet Xing in diesem Zusammenhang auch daran, sich Informationen über Unternehmen, Organisationen und Verbände kostenlos  anzeigen zu lassen. So will man eine Betaversion mit 96.000 Unternehmensprofilen starten, die automatisch und kostenlos angezeigt würden. Der Test der Betaversion soll hierzu auf rund eine halbe Millionen Premium-Mitglieder im deutschsprachigen Raum ausgeweitet werden. In der Betaversion können relevante Ansprechpartner in rund 100.000 Unternehmen, Organisationen und Verbänden recherchiert und direkt kontaktiert werden. Mit diesem neuen Feature würden alle Organisationen übersichtlicher dargestellt, von denen bereits mindestens vier Mitarbeiter bei Xing individuell angemeldet sind. Darüber hinaus stünden von nun an Mitarbeiterübersichten und weitere Informationen etwa zur Altersstruktur, dem Karrierelevel der bei Xing zu findenden Mitarbeiter oder zur Dauer der Firmenzugehörigkeit automatisch zur Verfügung. Die Unternehmensprofile basieren auf den bereits eingetragenen Angaben der Mitglieder in ihren Xing-Profilen. Unternehmen, Organisationen und Verbände müssten daher keine eigenen Ressourcen aufwenden und Informationen zur Verfügung stellen.

Neue Dienste zur Interaktion zwischen Mitgliedern

Der ebenfalls recht neue Dienst „Xing-Mitglieder fragen“ setzt darauf, anderen Nutzern Fragen zu stellen, die mit beruflichen Themen verknüpft sind. Über die Applikation kann ein Mitglied eine Frage, etwa „Was ist das beste Projektmanagement-Tool?“ stellen, andere Nutzer lesen die Frage und können darauf antworten bzw. andere Antworten kommentieren. Xing sieht sich durch die neuen Anwendungen gut aufgestellt für die Zukunft. Es ist aber auch die  Einführung weiterer neuer Features im zweiten Quartal 2009 geplant. Gemäß dem OpenSocial Standard könnten neue Applikationen dann auch in Zusammenarbeit mit externen Entwicklern entstehen. Auch sei es geplant, durch Betaversionen ausgewählte Nutzergruppen künftig stärker bei der Gestaltung neuer Anwendungen einzubinden.

Neue Kooperationen und Expansion im Ausland

Schon vor rund drei Monaten ging Xing eine Kooperation mit JobTV24 ein, um Unternehmensvideos in Xing zu integrieren.  Nutzer sollen sich durch die Videos, welche von dem Videoportal JobTV24 geliefert werden, vor allem über Unternehmen informieren können. So sollen Mitglieder in einer Liste von passenden Jobs auf Videos hingewiesen werden.  Vor knapp zwei Monaten gab Xing darüber hinaus bekannt, eine neue Niederlassung in Mailand eröffnet zu haben. Das Unternehmen gab hierzu an, dass die Zahl der Nutzer in Italien täglich wachse. Xing soll in Italien als klarer Marktführer etabliert werden. Da Italien das Land mit der größten Handydichte Europas ist, sollen dort die mobilen Anwendungen von Xing, wie etwa die iPhone Applikation, für die Community-Nutzer besonders interessant sein.

Kurzportrait

Xing wurde 2003 in Hamburg als openBC gegründet. Mit dem Börsengang im Jahr 2006 wurde das Unternehmen in Xing umbenannt, um auf diese Weise auch einen international besser nutzbaren Namen zu erhalten - so lautete die Begründung des Unternehmens zu diesem Schritt. In den vielen Social-Networks im Internet ist Xing als Business-Portal mit der Zielgruppe „Geschäftsleute weltweit“ positioniert. Aktuell verfügt Xing über rund sieben Millionen Mitglieder. Zwei Millionen sind allein innerhalb des letzten Jahres hinzu gekommen. Dieses Wachstum wird zum einen durch internationale Übernahmen und zum anderen auch durch eigenes Wachstum getrieben. Bei Xing wird den Mitgliedern die Möglichkeit geboten, Kontakte zu knüpfen und zu verwalten sowie sich in Themenforen auszutauschen, wichtige Informationen zu finden oder Aufträge und neue Mitarbeiter oder einen neuen Job zu erhalten. Auf das Xing-Netzwerk kann weltweit über das Internet, jedes internetfähige Mobiltelefon inklusive dem iPhone, PDA und Blackberry zugegriffen werden.

Von den rund sieben Millionen Mitgliedern stammen 38 Prozent aus dem deutschen Heimatmarkt, 14 Prozent der Mitglieder stammen aus Spanien, über 15 Prozent aus Südamerika, rund 24 Prozent aus dem übrigen europäischen Ausland, wobei hierunter nun auch die Türkei gerechnet wird, die noch im letzten Jahr allein fünf Prozent der Mitglieder stellte. Aus dem asiatisch-pazifischen Raum stammenüber neun Prozent der Mitglieder und über fünf Prozent aus Nordamerika. Die übrigen Mitglieder stammen aus nicht näher definierten Ländern im Rest der Welt. Gut 60 Prozent der Xing-Mitglieder kommen damit aus dem Ausland. Die Quote lag vor einem Jahr noch bei etwa 70 Prozent. Xing wird insgesamt in 16 verschiedenen Sprachen angeboten.

Mehr als 600.000 Mitglieder nutzen das Premium-Angebot von Xing. Sie bezahlen eine monatliche Gebühr in Höhe von zwischen 4,95 und 6,95 Euro, um das volle Leistungsspektrum des Online-Portals abrufen zu können. Als weitere Quellen zur Generierung von Einnahmen zählen seit dem vierten Quartal des Jahres 2007 die Geschäftsfelder eCommerce und Advertising. Sie erzielen Umsätze insbesondere durch die Vermarktung von Stellenangeboten über „Xing Jobs“, was bislang unter dem Namen „Xing Marketplace“ angeboten wurden. Zudem werden Werbeflächen auf der Xing-Plattform vermarktet.

Meldung gespeichert unter: Social Networks

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