Xing ist in Deutschland auf der Spur

Business-Netzwerke

Donnerstag, 25. August 2011 13:41
Xing

HAMBURG (IT-Times) - Das virtuelle Netzwerk Xing gehört in Deutschland zu den Pionieren der Social Networks in Deutschland. Von Beginn an hatte man sich auf die Business-Zielgruppe konzentriert und bleibt bei dieser Strategie. In Deutschland investiert das Unternehmen in neue Services, um sich im Wettbewerb gegen andere Business-Netzwerke wie LinkedIn zu behaupten. Ob Xing dauerhaft so erfolgreich agieren wird wie derzeit, bleibt abzuwarten. Maßnahmen, wie das im Sommer vorgestellte Re-Design des Portals lassen Rückschlüsse zu, dass Xing nicht allein zu den Trendsettern der Branche zählt, sondern von anderen erfolgreichen Netzwerken, wie etwa Facebook, kopiert.

XING verspricht Zusatzservice für seine Mitglieder

Um die Business-Ausrichtung zu unterstreichen und um im Segment “Recruitment”, auf dem die Wachstumshoffnungen von Xing ruhen, weiter an Profil zu gewinnen, kooperiert Xing seit jüngstem mit der Jobsuchmaschine Kimeta. Kimeta selbst sagt, die Jobsuchmaschine in Deutschland zu sein, auf der die meisten aktuellen Jobangebote zu finden seien. Zudem zählt man sich zu den Top 5 der kommerziellen Jobportalen in Deutschland.

Durch die Zusammenarbeit mit Kimeta können sich Xing-Mitglieder in Deutschland und in Österreich fortan aktuelle Jobs anzeigen lassen. Hierbei geht es nicht allein um Stellenangebote in Onlinejobbörsen, sondern auch um Anzeigen auf Unternehmens- und Karrierewebseiten sowie Internetauftritten von Personalberatungen. Von der Kooperation sollen auch Unternehmen profitieren, die auf XING Stellenanzeigen posten. So werden auf Kimeta.de im Rotationsverfahren Anzeigen von XING-Jobs-Kunden in den Suchergebnissen im Sichtfeld hervorgehoben.

Übernahme von amiando

Bereits im Frühjahr hatte die Xing AG (WKN: XNG888) die amiando AG übernommen. Hierbei handelt es sich um einen Online-Event-Spezialisten. Dadurch sollen Xing-Mitglieder das Karrierenetzwerk auch zum Kauf und Verkauf von Event-Tickets nutzen können. Der neue Dienst wird unter dem Namen „Events Plus“ erhältlich sein. Sowohl die Zahlungsabwicklung als auch der Ticketversand kann damit zentral über Xing abgewickelt werden. Die amiando AG entwickelt Software für die Organisation von Veranstaltungen. Darin gebündelt werde der gesamte Prozess des Verwaltungsmanagements. Xing zahlte für die Übernahme zunächst rund 10,35 Mio. Euro in zwei Raten.

Weiterentwicklung des Portals

Xing überarbeitete in diesem Jahr zudem das Portal, insbesondere das “Look-and-Feel” der Seite, wie es Marketing-Experten nennen. Dabei ließ man sich auch von erfolgreichen Portalen wie etwa Facebook inspirieren. Xing sprach in diesem Kontext von einer “überarbeiteten Form” und einer “neuen Informationsarchitektur”.

Durch die Neuerungen wurde die Hauptnavigation verschlankt und konzentriert sich nun auf fünf Bereiche. Zudem soll in Zukunft der Fokus auf Neuigkeiten aus dem eigenen Netzwerk liegen, so das Unternehmen.

Bei den Nutzern sorgte das neue Layout zunächst für viele Kontroversen. Wie so häufig bei Neuerungen, ebbte der Aufschrei der Empörten jedoch recht schnell ab. Dass allerdings Stefan Groß-Selbeck, CEO der XING AG, seine Aktien-Optionen kurz vor der Veröffentlichung des Re-Designs verkaufte, darf ruhig als Zweifel am Erfolg der Umstellung gewertet werden.

Kurzporträt

Xing wurde 2003 in Hamburg als openBC gegründet. Mit dem Börsengang im Jahr 2006 wurde das Unternehmen in Xing umbenannt, um auf diese Weise auch einen international besser nutzbaren Namen zu erhalten - so lautete die damalige Begründung. Xing positioniert sich selbst als das soziale Netzwerk für berufliche Kontakte. Derzeit verfügt die Plattform nach eigenen Angaben über 10,8 Millionen Mitglieder, davon rund 4,7 Millionen im deutschsprachigen Raum. 769.000 Mitglieder nutzen das Premium-Angebot von Xing.  In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2011 hat die Gesellschaft 640 Tausend neue Mitglieder gewinnen können. Damit ist die Mitgliederbasis weltweit auf 11,12 Millionen angestiegen. Diese Zahlen stammen aus Juni 2011. Xing verfügt derzeit über 380 Mitarbeiter weltweit. Xing gibt es derzeit in 16 Sprachen:: Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Niederländisch, Schwedisch, Finnisch, Chinesisch, Russisch, Ungarisch, Polnisch, Koreanisch, Italienisch, Japanisch und Türkisch.

Nutzer finden auf Jobs Stellenangebote oder können sich von Headhuntern finden lassen. Sie können in rund 50.000 unterschiedlichen Gruppen diskutieren und Veranstaltungen in einem eigenen Event-Tool ankündigen und die Anmeldungen verwalten. Seit 2007 werden Jobanzeigen auf der Plattform gelistet. Seither setzt Xing nicht mehr allein auf die Erlöse aus den Mitgliedsbeiträgen.

Meldung gespeichert unter: Social Networks

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