Wirecard profitiert vom Mobile-Payment-Boom

Mobile Payment

Dienstag, 13. Mai 2014 13:54
Wirecard Unternehmenslogo

(IT-Times) - Der deutsche Online-Zahlungsdienstleister Wirecard AG ist mit viel Schwung in das neue Jahr 2014 gestartet. Der Umsatz des deutschen Anbieters kletterte im ersten Quartal 2014 um 25 Prozent auf 126 Mio. Euro, der Gewinn (EBITDA) legte um ein Drittel auf 35 Mio. Euro zu. Für viel Wachstumsfantasie könnte der Bereich Mobile-Payment in den nächsten Jahren sorgen.

Seit Anfang Mai ist mit MyWallet Card eine mobile Zahlungslösung von der Deutschen Telekom verfügbar. Wirecard (WKN: 747206) fungiert dabei als technischer Dienstleister, der die Umsetzung dieses Angebots für die Telekom-Tochter ClickandBuy bewerkstelligt hat. Über die MyWallet App und die MyWallet Card können Kunden in Deutschland Käufe über Smartphones bzw. Tablets erledigen.

Alle Kunden die sich für eine MyWallet Karte entscheiden, sollen einen Einführungsbonus von 40 Euro erhalten. Die MyWallet App kann als kostenfreie App über den Google Play Store heruntergeladen werden. Die Deutsche Telekom will im Jahresverlauf dann weitere mobile Zahlungslösungen international auf den Markt bringen. Dies dürfte den Technik-Partner Wirecard freuen, der für Firmen wie die Telekom den Zahlungsverkehr abwickelt und dadurch Gebühren einstreicht.

Wachstumsmarkt Mobile Payment
Analysten aus dem Bankhaus Lampe glauben, dass die Erfolgsaussichten im Bereich mobile Zahlungen nur bedingt in den bisherigen Prognosen von Wirecard enthalten sind. Die Marktforscher aus dem Hause IDC glauben, dass Konsumenten und Geschäftskunden bis 2017 Zahlungen in Höhe von mehr als 1,0 Trillionen US-Dollar über mobile Endgeräte weltweit abwickeln werden. Mobile Zahlungen über das Smartphone und Tablets dürften dann zum Standard werden.

Daher hat Wirecard im Vorjahr diesen Bereich mit einer Investition in Höhe von 28 Mio. Euro erschlossen. Die Zahl der Mitarbeiter im Mobile-Payment-Bereich ist inzwischen von 30 auf mehr als 100 aufgestockt worden, so Wirecard-Finanzchef Burkhard Ley.

Wirecard hat einen großen Vorteil auf seiner Seite. Aufgrund der agnostischen Infrastruktur, ist das Unternehmen unabhängig, welche Technologie sich im Mobile Payment letztendlich durchgesetzt.

Weitere Zukäufe zu erwarten
Darüber hinaus dürften weitere Akquisition von Wirecard in Asien und anderen Schwellenmärkten folgen, hat sich das Unternehmen durch eine überraschende Kapitalerhöhung (367 Mio. Euro) zu Jahresbeginn frisches Kapital besorgt. Da das Unternehmen eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess spielen will, dürften weitere Übernahmen nur eine Frage der Zeit sein.

Kurzportrait

Die Wirecard AG mit Hauptsitz in München sieht sich als einer der führenden Anbieter von elektronischen Zahlungs- und Risikomanagementlösungen. Das Angebot der Gesellschaft erstreckt sich über die Automatisierung von Zahlungsprozessen, bis hin zu branchen- und kundenspezifischen Risikomanagementsystemen, die Forderungs- und Zahlungsausfällen vorbeugen sollen.

Stationäre Terminallösungen gehören ebenfalls zum Produktangebot wie auch Konten- und Kreditkartenleistungen für Geschäfts- und Privatkunden. In diesem Bereich ist das Unternehmen seit 2006 über seine Tochter Wirecard Bank AG am Markt vertreten. Die Wirecard Bank verfügt über eine deutsche Banklizenz und ist ferner Principal Member von VISA, MasterCard und JCB. Zudem betreibt das Unternehmen mit dem Internet-Bezahldienst „Wirecard“ einen eigenen Online-Bezahlservice für Mastercard-Kunden, der es registrierten Nutzern erlaubt, untereinander Geld zu versenden und zu empfangen.

Mit dem Produkt „Supplier and Commission Payments“ (SCP) bietet das Unternehmen einen Service für die automatische Herausgabe von virtuellen Kreditkarten an, um so elektronische Auszahlungen (Provisionen) für Partner und Zulieferer abzuwickeln.

Wirecard bietet zugeschnittene Produkte für bestimmte Branchen an. So sind spezielle Lösungspakte für die Airline- und Tourismusindustrie, aber auch für den E-Commerce-, Retail- und Spielebereich verfügbar. Im Jahr 2007 verstärkte sich Wirecard durch die Übernahme der TrustPay International AG und deren Tochtergesellschaften. Mit der Gründung der der Wirecard Asia Pacific in Manila (Philippinen) ist Wirecard seit Ende 2007 auch mit einer 100-prozentigen Tochter in Asien präsent. Ende 2009 verstärkte sich Wirecard weiter in Asien und übernahm den in Singapur ansässigen Abwickler für Online-Zahlungssysteme E-Credit Plus Pte. Ltd. Ende 2011 verstärkte sich Wirecard durch die Übernahme von System@Work (Singapur), gleichzeitig wurde das Prepaidkartengeschäft Issuing von Newcastle Building Society übernommen. Ende 2012 wurde die indonesische PrimaVista aufgekauft, in 2013 folgten mit Trans Infotech Pte und Payment Link Pte und PT Aprisma Indonesia weitere Zukäufe in Asien.

Insgesamt betreut die Wirecard AG weltweit mehr als 12.000 Geschäftskunden im Bereich Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr, Herausgabe von Kreditkarten und Risikomanagement. Zu den Kunden der Gesellschaft gehören unter anderem der Einzelhandelsriese Deutsche Telekom, Vodafone, Lidl, QVC, Dell, Microsoft, Malaysia Airlines, die Metro AG, TUI Suisse, redcoon und Sony Europe.

Meldung gespeichert unter: Wirecard

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