Wie mobil geht es noch?

Freitag, 17. Juli 2009 15:36

(IT-Times) - Alles ist mobil. In der Arbeitswelt wird der mobile Mitarbeiter schon seit Jahren gefordert. Mobilität darf in keinem Lebenslauf fehlen. Dazu gehören dann noch Schlagworte wie Dynamik und Flexibilität und fertig ist das, was seit rund zehn Jahren gepredigt wird. Doch: Mobilität scheint immer mehr zu dem zu werden, was tatsächlich als selbstverständlich angesehen wird. Zumindest dann, wenn man sie dahingehend definiert, dass man unabhängig vom Aufenthaltsort und unabhängig von der Zeit, stets erreichbar ist, Informationen abrufen, weiter verarbeiten und weiter leiten kann.

Das belegt auch einmal mehr eine Studie des Branchenverbandes BITKOM aus dieser Woche. Darin kommt man zu dem Ergebnis, das mobile Datendienste gefragt sind wie nie. Nach mehreren Boom-Jahren legen die Anbieter in diesem Segment europaweit erneut zu. Sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr soll der Markt für mobile Datendienste um jeweils zehn Prozent wachsen – trotz Wirtschaftskrise. Menschen nutzen die Möglichkeiten, die ihnen das mobile Internet bietet. Hardware: Smartphones, Net- und Notebooks.

Trend zum mobilen Surfen ist mit verschiedenen Vorzeichen international

Immer mehr und immer länger nutzen die Menschen die Möglichkeiten des mobilen Internets. Und dieser Trend ist eindeutig international. In Europa schätzen Nutzer vor allem die Informationsvielfalt und die Flexibilität auch unterwegs. In Ländern wie Indien oder auf dem afrikanischen Kontinent gilt das mobile Internet als der Schlüssel zu Wissen, Wachstum und Wohlstand. Denn dort wird es für den Zugang zum Internet keine Investitionen in den Aufbau einer Festnetz-Infrastruktur geben.

Mobile Business-Anwendungen für Unternehmen sowie Unterhaltung für unterwegs spielen beim Marktwachstum eine bedeutende Rolle. Die Bürger und Unternehmen geben demnach in diesem Jahr EU-weit 32,6 Milliarden und im kommenden Jahr 36,0 Milliarden Euro für mobile Datendienste aus. Großbritannien hat 2009 mit 5,6 Milliarden Euro voraussichtlich das größte Marktvolumen. Auf Platz 2 liegt Deutschland mit 5,2 Milliarden Euro, gefolgt von Italien mit ebenfalls knapp 5,2 Milliarden und Frankreich mit 4,0 Milliarden Euro. Spanien als fünftgrößter Markt kommt auf 3,2 Milliarden Euro. Die höchsten Zuwachsraten haben mobile Datendienste in Italien (2009: 12,4 Prozent). In Deutschland sind nach BITKOM-Berechnungen die Umsätze mit mobilen Internetzugängen und mobiler E-Mail inzwischen höher als die Erlöse aus SMS- und MMS-Versand. Eine interessante These stellt Götz Teege, Geschäftsführer der Interactive-Agentur Elephant Seven, laut Horizont.net auf: „Da die Nutzer in den südeuropäischen Ländern wegen der hohen Temperaturen sehr viel mehr Zeit im Freien verbrächten als Nordeuropäer, sei das mobile Internet beispielsweise in Spanien und Italien deutlich stärker verbreitet als bei uns.“

Hardware trägt den Trend - und das Wetter

Doch nicht allein das Wetter bestimmt den Trend. Das wäre zu einfach. Die Hardware macht den Unterschied zu früheren Tagen: Die modernen Smartphones und Netbooks mit integriertem HSDPA-Zugang haben der mobilen Internetnutzung zum Durchbruch verholfen. Umfangreiche Web-, Mail- und Multimedia-Funktionen gehören bereits in Mittelklasse-Modellen zum Standard. Durch die stark gestiegene Leistungsfähigkeit der Geräte und offene Betriebssysteme sei im Handymarkt ein Wettbewerb entstanden, der zu immer größerer Anwendungsvielfalt bei gleichzeitig sinkenden Kosten für die Kunden geführt habe. Im Trend liegen Zusatzprogramme für das Handy, so genannte „Apps“, darunter standortbasierte Anwendungen wie Straßenkarten und Restaurantfinder. Weiteren Auftrieb erhält der Markt für mobile Datendienste durch immer günstigere Notebooks und Netbooks.

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