Wettbewerber erhöhen Druck auf Qimonda

Dienstag, 30. Dezember 2008 10:13
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DRESDEN - Noch vor den Feiertagen sah die Lage für den angeschlagenen Chip-Hersteller Qimonda (WKN: A0KEAT) scheinbar wieder besser aus. Ein Rettungspaket, finanziert durch die (Noch-) Muttergesellschaft Infineon Technologies, das Land Sachen sowie ausgestattet mit Geldern aus Portugal, war geschnürt und eine drohende Insolvenz somit zunächst abgewendet. Doch Fusionspläne von Wettbewerbern könnten nun neue Sorgenfalten bei Qimonda verursachen. 

Die zu Grunde liegende Überlegung zahlreicher Branchenriesen ist dabei recht simpel: Hohe Forschungs- und Entwicklungskosten sowie der teure Bau neuer Produktionsanlagen bei gleichzeitig verkürzten Produktlebenszyklen machen entsprechende Investitionen auf dem mehr als gesättigten Chipmarkt derzeit unrentabel und unattraktiv. Daher rechnen Marktbeobachter schon seit längerem mit einer oder mehreren möglichen Fusionen. Neben einer Konsolidierung des Marktes könnten Unternehmen auf diese Weise auch vom gegenseitigen Know-how profitieren, gemeinsame Investitionen stemmen und das Risiko dafür entsprechend verteilen. In der aktuellen Finanzkrise, gepaart mit Rezessionsängsten, setzte die Branche bislang allerdings eher auf die Devise „Abwarten und Tee trinken“. Dies scheint sich, zumindest in Asien, nun allerdings geändert zu haben. 

Insgesamt vier asiatische Wettbewerber sollen nun allerdings Fusionsgespräche begonnen haben, so eine Meldung des Handelsblatts. Für Elpida, einen der Hauptwettbewerber von Qimonda, bestünde der Idealfall aus einer Fusion von vier Unternehmen. Laut Yukio Sakamoto, Manager bei Elpida, verhandele man momentan mit den taiwanesischen Unternehmen Rexchip und Promos sowie Powerchip. Besonders Pläne hinsichtlich möglicher Kostensenkungen könnten, so Yukio weiter, durch eine Fusion neuen Schwung erhalten. 

Meldung gespeichert unter: Qimonda

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