Was dürfen Unternehmen in virtuellen Welten erwarten?

Freitag, 17. Oktober 2008 15:03
Google Lively

In der vergangenen Woche hatten wir uns bereits dem Thema „Virtuelle Welten“ gewidmet, um zu schauen, was sich dort tut. Ganz klar: Der Riesen-Hype, der vor rund 18 Monaten um Second Life gemacht wurde, hat sich abgeschwächt. Google hat im Sommer die virtuelle Welt Lively auf den Markt gebracht. Die hinkt in Sachen „Jahrmarkt der Möglichkeiten“ noch weit hinter Second Life zurück. Dafür bietet sich dank Lively wohl auch die Möglichkeit, dass sich virtuelle Welten immer weiter in das reale Leben drängen und damit eben doch mehr sind, als ein nur Spiel und ein Zeitvertreib für Technikbesessene und Online-Zocker. Dank Lively, bzw. dank des klaren Bekenntnisses einer Branchengröße wie Google zum Thema virtuelle Welten, dürften diese auch ein gehöriges Zukunftspotenzial besitzen.

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Aber ganz langsam. Dass virtuelle Welten à la Second Life unsere reale Welt mehr als spielerisch ergänzen können, wird wohl noch dauern. Und so sind noch immer viele Unternehmen in der virtuellen Welt unterwegs, um ihre Möglichkeiten auszutesten und um sich vor allem das Image eines ebenso innovativen wie mode- und trendbewussten Unternehmens zu verpassen. Für manches Unternehmen mag das Engagement in Second Life ernüchternd gewesen sein, insgesamt beherbergt diese Form der Unternehmenskommunikation aber sicherlich Chancen, die auch während der Hochphase des Hypes kaum ausgenutzt wurden. „Wie auch?“, mag man sich da fragen. Bis heute sind die meisten Second Life-Nutzer halt doch noch in Sachen Rotlicht unterwegs. Und eingekauft wird halt dann doch noch im „realen Leben“ oder im Online-Shop, aber nicht in der virtuellen Welt. Zumindest als Vertriebskanal scheinen sich virtuelle Welten noch nicht so recht zu eignen.

Schick: Adidas verkauft virtuelle Sportschuhe

Aber das ist sicherlich nicht Grund genug, um alles schlecht zu machen, was sich an Geschäftlichem in virtuellen Welten tut. So hat der Sportartikelhersteller Adidas eine eigene kleine Erfolgsgeschichte zu erzählen: Das Unternehmen hat rund 25.000 virtuelle Schuhe verkauft und damit auch einen Umsatz erzielt. Das jedoch dürfte für die Herzogenauracher eher zweitrangig sein. Relevanter ist da schon die Frage nach dem Imagetransfer und nach der Möglichkeit, in der virtuellen Welt einen Link zum realen Adidas-Online-Shop zu setzen.

Und hier kommt die browsergestützte virtuelle Welt Lively von Google ins Spiel. Nutzer von Lively können springen: Sie besuchen eine Website, gehen dort als deren integralen Bestandteil in einen Lively-Raum und wechseln von dort wieder browsergestützt ins Web. Bislang gelingt das, wenn Lively in normalen Websites eingebunden wird oder aber in Blogs oder in Facebook-Profilen. Zudem können YouTube-Videos in die Lively-Räume eingebunden werden. Und das wiederum dürfte für Unternehmen deutlich spannender sein, als in Second Life unterwegs zu sein: Bei Lively ist es deutlich einfacher, zwischen virtueller und realer Welt zu switchen - zumindest in der Theorie. Bislang gleicht Lively allerdings doch noch eher einem animierten Chatraum.

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