Vectoring geht in die nächste Runde: BREKO fordert faire Wettbewerbsbedingungen für den Einsatz der Breitbandtechnologie

Donnerstag, 24. Januar 2013 20:01
BREKO

BREKO-Präsident Ralf Kleint war zusammen mit vielen Mitgliedsunternehmen in der heutigen Vectoring-Anhörung der Bundesnetzagentur vor Ort und unterstrich die große Bedeutung der Beibehaltung des entbündelten Zugangs zur letzten Meile für den zukünftigen Breitbandausbau in Deutschland.

Bonn, 24. Januar 2013: Der Kampf um die Aufrechterhaltung des TK-Wettbewerbs auf Infrastrukturebene geht weiter. Heute fand bei der Bundesnetzagentur die öffentliche mündliche Verhandlung zum Thema Vectoring statt.  Die Deutsche Telekom hatte Ende Dezember 2012 den Antrag eingereicht, die Beschleunigungs-Technologie für VDSL auf Kupferleitungen quasi unter Ausschluss der Wettbewerber anwenden zu können. Konsequenz: Zahlreiche alternative Netzbetreiber, die maßgeblich daran beteiligt sind, den Breitbandausbau vor allem in den ländlichen Regionen zu beschleunigen, könnten nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll Ihre Glasfasernetze für Highspeed-Internet ausbauen. Denn Vectoring funktioniert zurzeit vor allem am Kabelverzweiger (KVz) und verlangt die Aufhebung der Entbündelung von TAL-Strängen. Passiert das, kann nur noch ein Netzbetreiber seine Dienste direkt am Kunden anbieten – in diesem Fall die Deutsche Telekom. Die Wettbewerber müssten das Feld räumen. Daher lehnt der Verband die Regulierungsanträge des Ex-Monopolisten rundweg ab.

„Vectoring an sich ist eine innovative Technik, denn sie unterstützt den Breitbandausbau in Deutschland; allerdings muss diese Technik chancengleich und diskriminierungsfrei von allen Marktteilnehmern eingesetzt werden können“, machte Ralf Kleint, Präsident des BREKO, in der Anhörung die Position des BREKO klar. Und weiter kritisierte Kleint: „Die Telekom missbraucht jedoch Vectoring in erster Linie als trojanisches Pferd für ihre eigenen wettbewerbs-strategischen Ziele: zum einen, um die Kabelnetzbetreiber in den Städten einzuholen, denn die liefern dort schnelleres Internet als die Telekom. Und zum anderen, um die alternativen Carrier durch Verweigerung des entbündelten Zugangs beim Glasfaserausbau aus dem Markt zu drängen.“  

Der BREKO hat der Bundesnetzagentur einen Vorschlag zum chancengleichen Einsatz der Technologie unterbreitet. „Wenn die Bundesnetzagentur unserem Vorschlag folgt, können sowohl die Deutsche Telekom als auch die Wettbewerber rasch die Vectoring-Technologie einsetzen, um damit den Glasfaserausbau für die Menschen in Stadt und Land gleichermaßen voranzutreiben“, betonte Benedikt Kind, Leiter Recht und Regulierung beim BREKO, in der Anhörung. 

Über den BREKO:

Der Bundesverband Breitbandkommunikation e. V. (BREKO) repräsentiert den Großteil der Festnetzwettbewerber der Telekom Deutschland. Unsere Mitglieder vermarkten ihre Produkte vor allem auf Basis eigener Infrastruktur in Kombination mit dem entbündelten Teilnehmeranschluss (TAL) der Telekom Deutschland; vermehrt bieten sie aber auch eigene hochleistungsfähige Glasfaseranschlüsse direkt zum Kunden (FTTH/B) an.

Seit seiner Gründung im Jahre 1999 tritt der BREKO erfolgreich für den Infrastrukturwettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt ein. Die über 130 BREKO-Unternehmen, darunter City- und Regionalcarrier sowie Stadtwerke versorgen sowohl Ballungsräume als auch ländliche Gebiete, die „weißen Flecken“, mit hochleistungsfähigen Glasfaseranschlüssen. Dazu haben sie im Jahre 2011 rund 1,5 Mrd. Euro investiert und dabei einen Umsatz in Höhe von etwa 7 Mrd. Euro erwirtschaftet. Damit leisten die BREKO-Unternehmen einen maßgeblichen Beitrag zum flächendecken Glasfaserausbau sowie zur Erreichung der Breitbandziele der Bundesregierung. Auch weiterhin sind die BREKO-Unternehmen zu Investitionen bereit. Vor diesem Hintergrund tritt der BREKO für verlässliche gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen ein, dazu gehören beispielsweise eine angemessene Regulierung von Vorleistungen und eine einheitliche Regulierung im gesamten Bundesgebiet. Der BREKO ist zudem maßgeblich an der Entwicklung von Open Access-Geschäftsmodellen beteiligt, bei denen die unternehmerische Freiheit bei der Ausgestaltung einer diskriminierungsfreien Zugangsgewährung an Dritte im Vordergrund steht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.brekoverband.de.

Pressekontakt:

Neil De Luca

Bundesverband Breitbandkommunikation e. V. (BREKO), Reuterstraße 159, 53113 Bonn

Tel.: 0228 24999-79; Fax: 0228 24999-72

E-Mail: breko@brekoverband.de - Internet: www.brekoverband.de

Blog: http://blog.brekoverband.de

Twitter: www.twitter.com/brekoverband

Meldung gespeichert unter: BREKO

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...