VATM-Pressemitteilung: "Neue Satellitentechnologie bringt schnelles Internet in jeden Winkel"

Dienstag, 22. März 2011 17:56
VATM

Pressemitteilung

„Neue Satellitentechnologie bringt schnelles Internet in jeden Winkel“

Heute erfolgte Übergabe einer neuen Bodenstation für den „KA-SAT“ – Bandbreite wächst rasant weiter

Köln, 22. März 2011. Per Satellit ist eine schnelle Verbindung mit dem World Wide Web überall in Deutschland möglich – auf dem Land, in der Großstadt, auf der Alm oder der Insel. „Die Satellitentechnologie entwickelt sich in großen Schritten weiter. Statt 1 bis 2 Mbit/s sind ab Mitte dieses Jahres 10 Mbit/s und mehr möglich, zu Hause, in der Ferienwohnung oder zum Beispiel unterwegs im Wohnmobil“, sagt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Eine zusätzliche Anbindung an das Fest- oder Mobilfunknetz ist bei bidirektionalem Internet via Satellit nicht mehr erforderlich, um zu surfen, telefonieren und fernzusehen.

Grützner: „Betreiber wie Eutelsat und SES Astra sowie die Unternehmen, die Satelliten-Innovationen gegenüber dem Endkunden anbieten, sorgen für weitere Fortschritte bei der  Anbindung. Satellitentechnologie ist überall verfügbar und sofort einsatzbereit. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Technologiemixes zur Schließung der weißen Flecken, zu dem Glasfaser, DSL, LTE, Richtfunk, WLAN, Funk und Kabel gehören. Mit der jeweils passenden und wirtschaftlich sinnvollsten dieser Technologien müssen nun die noch verbliebenen Breitbandlücken geschlossen  werden. Die Anbindung der letzten – inzwischen deutlich unter einer Millionen – Haushalte, die in Deutschland noch keinen Zugriff auf das schnelle Internet haben, ist die schwierigste Herausforderung. Satelliten- und Funktechnologien sind ganz besonders für entlegene Ortschaften geeignet.“

Mit dem Start des „KA-SAT“-Satelliten von Eutelsat wurde Ende 2010 ein neuer Abschnitt in der Zwei-Wege-Satellitentechnologie eingeläutet. Der Hightech-Flugkörper und die dazugehörigen Bodenstationen werden die Versorgung von privaten Haushalten und Unternehmen mit neuen Breitbanddiensten weiter voranbringen. Am heutigen Dienstag erfolgte ein weiterer wichtiger Schritt: Die envia TEL übergab am Teleport Berlin eine neue Erdfunkstelle an die Eutelsat-Breitbandtochter Skylogic. Eine 9,10 Meter große Parabolantenne sorgt dort für eine sichere Verbindung in das All. Mit der Station bei Berlin besteht ab Mitte des Jahres die Möglichkeit, 200.000 der am schwierigsten zu erschließenden Haushalte an das schnelle Internet anzubinden.

Die Bodenstation ist Teil einer bislang einmaligen paneuropäischen drahtlosen Breitbandinfrastruktur mit dem laut Eutelsat leistungsstärksten Satelliten der Welt und acht von Finnland über Irland bis in den Mittelmeerraum verteilten Erdfunkstellen. Diese sind über einen Glasfaserring an den Internetbackbone in Frankfurt a. M. angebunden. Ab Mitte 2011 sollen dank dieser Infrastruktur Verbraucher in ganz Deutschland und weiten Teilen Europas mit bis zu 10 Mbit/s im Internet surfen und eigene Daten bis zu 4 Mbit/s schnell versenden können. Heute können über eine Satellitenschüssel flächendeckend schon bis zu 4 Mbit/s, in der Regel ein bis zwei Mbit/s, angeboten werden.

Ein weiteres Beispiel für die Bewegung bei der Anbindung via Satelllit: Auf der CeBIT zu Beginn diesen Monats hat SES ASTRA eine neue Lösung vorgestellt, bei der  Kommunen ohne Zugang zu terrestrischen Breitbandnetzwerken mit einem satellitenbasierten Breitbanddienst versorgt werden. Mit ihr können kleine Gemeinden in den weißen Flecken mit Breitbandverbindungen von bis zu 6 Mbit/s angebunden werden, ohne dass Haushalte eine eigene Satellitenantenne installieren müssen. Die Satellitenbreitbandverbindung wird am Kabelverzweiger der Gemeinde installiert, die Breitbandverbindung zum Endkunden wiederum wird durch die bestehende Infrastruktur der letzten Meile realisiert. Endkunden benötigen lediglich ein Standard-DSL-Modem, um Zugang zum Breitbandinternet zu bekommen. Die Technologie wird in Baden-Württemberg mit dem Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz zum ersten Mal eingesetzt.

Fernsehen in HD-Qualität bieten die Satellitenanschlüsse der Betreiber zusätzlich – völlig unabhängig von der Internetanbindung. Und auch die Telefoniequalität via Satellit ist durchaus vergleichbar mit heutigem Mobilfunk. Installation und Inbetriebnahme von Satellitenanschlüssen kann mit ein wenig Geschick auch durch den Kunden selbst erfolgen. Rund 100.000 Haushalte in Europa surfen derzeit via Satellit im Internet. In Nordamerika sind es laut Eutelsat insgesamt rund 1,3 Millionen Haushalte, in Asien bis zu 400.000.

Welche Möglichkeiten moderne Satellitentechnologie bietet und wie sich der Markt weiterentwickeln wird, wird am morgigen Mittwochabend zudem SES ASTRA bei seiner Pressekonferenz in Berlin darlegen. Unter anderem werden dort die Ergebnisse des „Satellite Monitors“ vorgestellt, einer repräsentativen Studie zu den Verbreitungsdaten des TV-Infrastrukturmarkts, den technischen Reichweiten sowie dem Digitalisierungsgrad von HD und IPTV in 35 Ländern europaweit.

Terminhinweis:

Das Internet via Satellit wird salonfähig. Besuchen Sie unsere „Satellite Days“ in Brüssel. Am 24. und 25. Mai 2011 präsentieren die drei führenden Satellitennetzbetreiber unter Schirmherrschaft des VATM in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen innovative Lösungen zum Breitband-Internet in den Regionen. Erhöhte Bandbreiten für die Internet-kommunikation im All ermöglichen neue Ressourcen für Dienste, die hohe Datendurchflüsse und Qualität bieten. Als Ergänzungstechnologie für die schnelle Erschließung des ländlichen Raums ist Breitband via Satellit schon heute sofort einsetzbar. „Be-Greifen" Sie Breitband auf unserem Showcase. Weitere Informationen zu unserer Veranstaltung folgen in Kürze.

Informationen / Rückfragen:

Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.

Meldung gespeichert unter: VATM

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