Uni Göttingen gewinnt BITKOM-Hochschulwettbewerb zu SOA

Dienstag, 20. November 2007 12:14
BITKOM

BITKOM-Veranstaltung zu SOA als Chance für den Software-Standort Deutschland, AUDI AG, Daimler AG und GISA GmbH Sieger im Kundenwettbewerb zum innovativsten SOA-Projekt

Berlin, 20. November 2007
Das Team der Georg-August-Universität Göttingen hat den BITKOM-Hochschulwettbewerb „Beste Prozessarchitektur“ gewonnen. Es erhielt 10.000 Euro. Platz zwei belegte ein gemeinsames Team der Universität Potsdam und des Hasso-Plattner-Instituts, Platz drei Studierende der Leibniz Universität Hannover. Die Teams erhielten 3.000 bzw. 2.000 Euro. Die Preise wurden im Rahmen eines BITKOM-Kongresses zu Serviceorientierten Architekturen (SOA) vergeben. In der Endausscheidung hatten fünf Universitäten einer Jury ihr Konzept vorgestellt. Zusätzlich zu den drei erstplatzierten hatten sich die Universitäten des Saarlandes und die Technische Universität Darmstadt für das Finale qualifiziert. Die Aufgabe für die interdisziplinären Teams aus Studenten der Wirtschaftswissenschaften und Informatik lautete, für ein vorgegebenes realitätsnahes Unternehmensszenario innovative und effiziente Geschäftsprozessen mit Hilfe neuer Informationstechnologien zu entwerfen. Vor allem Kenntnisse in den Bereichen Prozess-Modellierung und IT-Architektur waren gefordert.

„In der Software-Industrie in Deutschland herrscht akuter Nachwuchsmangel. Zwar wird zum Thema Serviceorientierte Architekturen schon viel geforscht an deutschen Universitäten, in der Lehre hat es jedoch zu selten schon den nötigen Stellenwert“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Karl-Heinz Streibich. Der Wettbewerb habe zwar gezeigt, dass es schon einige Universitäten gibt, die sich mit SOA auch in der Lehre beschäftigen. Streibich appellierte an die Universitäten, dieses sehr praxisnahe Thema verstärkt in ihrer Ausbildung und den Lehrplänen aufzugreifen: „SOA ist kein Marketing-Hype, sondern wird von den Unternehmen immer stärker nachgefragt. Dieser Trend wird sich fortsetzen.“ Die Märkte für Software und IT-Services boomen derzeit in Deutschland. Der Markt für Software steigt nach BITKOM-Berechnungen in diesem Jahr um 6 Prozent auf 18 Milliarden Euro, der Markt für Services um knapp 5 Prozent auf 30,5 Milliarden Euro.

Deutschland ist nach Ansicht von Streibich ein ideales SOA-Labor, denn viele Unternehmen haben einen Großteil der Vorleistungen ausgelagert, also ihre Fertigungstiefe reduziert. Die Wertschöpfungskette in vielen Branchen besteht daher aus vielen miteinander stark vernetzten Unternehmen. Eine flexible IT, die neue Geschäftsprozesse schnell abbilden kann, ist in dieser Situation besonders wertvoll. Dies zeigten auch die Gewinner im Kundenwettbewerb zum innovativsten SOA-Projekt: Die AUDI AG, die Daimler AG und die GISA GmbH wurden ebenfalls auf der Veranstaltung geehrt. Die AUDI AG siegte in der Kategorie „Benutzerorientierung“, die Daimler AG in der Kategorie „Cross Vendor“ und die GISA GmbH in der Kategorie „Time to Market“. 

Eine Service-orientierte Architektur (SOA) ist ein Konzept, welches das Geschäft und die IT eines Unternehmens nach Diensten (beispielsweise Auftragserfassung, Materialbestellung oder Rechnungslegung) strukturiert, die modular aufgebaut sind und flexibel zur Umsetzung von Geschäftsprozessen kombiniert werden können. Die IT-spezifischen Bestandteile des Konzeptes werden durch eine IT- bzw. System-Architektur umgesetzt, welche auf lose gekoppelten und technisch voneinander unabhängigen Services beruht. Diese Services basieren auf offenen Standards. Dies gewährleistet eine Interoperabilität zwischen den Diensten.

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