UMTS in Deutschland: Durchbruch? Von wegen!

Montag, 20. Februar 2006 13:12

BARCELONA - Ende des vergangenen Jahres war bei den deutschen Mobilfunknetzbetreibern Optimismus bezüglich der UMTS-Nutzung zu vernehmen. Vollmundig wurde gar von dem langersehnten Durchbruch der milliardenschweren Technologie in Deutschland gesprochen. Einige Wochen später ist Ernüchterung eingekehrt.

Die Financial Times Deutschland berichtet heute unter Berufung auf eine Studie von TNS Infratest, dass rund drei Viertel der 74 Millionen Mobilfunknutzer hierzulande ihr Gerät nur zum Telefonieren und Versenden von SMS nutzen. Zusätzliche Dienste wie das Herunterladen von Musik oder Surfen im Internet spielen allenfalls eine marginale Rolle. E-Plus, Tochtergesellschaft des niederländischen Telekommunikationskonzerns KPN (WKN: 890963<KPN.FSE>) und Auftraggeber der Untersuchung, dürfte vor allem wurmen, dass rund zwei Drittel der Besitzer eines Mobiltelefons nicht einmal wissen, was UMTS ist.

Der Ruf des Milliardengrabs geht UMTS ohnehin schon voraus. Doch dieses dürfte selbstgeschaufelt sein. Die hohen Preise für die Dienstleistungen schrecken die ohnehin nicht für Innovationen aufgeschlossenen Deutschen ab. Immerhin gehen rund 40 Prozent des Umsatzes, den die Anbieter solcher Dienste machen, an die Mobilfunknetzbetreiber. Kein Wunder also, dass Vodafone gerade einmal 4,7 Prozent des Serviceumsatzes hierzulande mit Datendiensten generiert. Drei Prozent gelten als Branchenschnitt.

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