Tesla Motors - die Nachfrage ist nicht das Problem

Tesla will Produktion und Verkaufszahlen jährlich um 50 Prozent steigern

Freitag, 7. November 2014 13:20
Tesla Motors Unternehmenslogo

(IT-Times) - Das Vertrauen in Tesla Motors und „Iron Man“ Elon Musk scheint bei Tesla-Investoren unerschütterlich. Obwohl Tesla Motors die Auslieferprognosen für das laufende Gesamtjahr und seine Gewinnprognose für das vierte Quartal senkte, sowie den Elektro-SUV Model X einmal mehr verschob, legten die Papiere um mehr als 4,4 Prozent an der Wall Street zu.

Der Grund für den Optimismus der Investoren ist das enorme Wachstum, das Tesla-Chef Elon Musk seinen Aktionären in Aussicht stellt. Die Kernaussage im jüngsten Quartal: Die Nachfrage ist derzeit höher als das Angebot, Tesla kommt kaum mit der Produktion hinterher. Die Produktion und die Verkaufszahlen sollen daher in den kommenden Jahren um jeweils 50 Prozent wachsen.

Model X bereits für 2015 ausverkauft
Nicht die Nachfrage sei das Problem, sondern die Fähigkeit die Produktion schnell genug hochzufahren, stellt Tesla Motors CEO Elon Musk im Conference Call klar. Der kommende Elektro-SUV Model X wird zwar erst im dritten Quartal 2015 auf den Markt kommen, wer das Fahrzeug heute bestellt, muss mit einer Lieferung in 2016 rechnen, da der Elektro-SUV für 2015 bereits ausverkauft sei, so Musk.

Im kommenden Jahr will Tesla Motors (Nasdaq: TSLA, WKN: A1CX3T) die Fahrzeugproduktion auf 2.000 Einheiten pro Woche hochfahren, insgesamt sollen in 2015 rund 50.000 Elektroautos verkauft werden.

Leasing-Programm läuft vielversprechend an
Daneben scheint auch das Leasing-Programm, das Tesla gemeinsam mit US-Banken zusammengestellt hat, gut bei der Kundschaft anzukommen. Tesla hofft durch ein günstiges Finanzierungsprogramm mehr Tesla-Fahrzeuge auf die Straße zu bekommen.

Im jüngsten Quartal leaste Tesla bereits 347 Elektroautos direkt an US-Kunden, im vierten Quartal soll sich diese Zahl auf 3.000 bis 3.500 Fahrzeuge verzehnfachen.

Gigafabrik - erste Batterien bereits Anfang 2016?
Auch die Fortschritte bei der geplanten Gigafabrik sorgen bei Investoren für Optimismus. Die Konstruktion der Batterie-Fabrik ist bereits angelaufen, durch den modularen Aufbau kann Tesla die Zellproduktion möglicherweise bereits früher aufnehmen als geplant und die Anlage dann nach und nach ausbauen. Tesla zeigt sich mit Panasonic zuversichtlich, dass die ersten Batterie-Zellen bereits Anfang 2016 vom Band laufen - etwas früher als geplant.

Gelingt es Tesla seine geplante Batterie-Fabrik früher fertigzustellen als geplant, würde das Unternehmen früher von Kostenvorteilen profitieren und damit gleichzeitig auch die Preisrisiken für seine kommenden Modelle minimieren - dies honorieren Investoren bereits heute mit Kursaufschlägen.

Kurzportrait

Tesla Motors wurde im Jahre 2003 gegründet und hat seinen Hauptsitz im kalifornischen Palo Alto. Zum Gründerteam von Tesla gehören der visionäre Firmenchef Elon Musk, sowie Cheftechnologe Jeffry B. Straubel.

Tesla Motors entwirft, plant und baut seine Elektrofahrzeuge in Eigenregie. Große Aufmerksamkeit erregte das Unternehmen mit seinem ersten vollelektrischen Sportwagen Tesla Roadster. Inzwischen hat das Unternehmen mit dem Model S ein zweites Luxus-Modell an den Start gebracht, das auch Familien mit Kindern ansprechen soll. Die Elektrofahrzeuge entstehen in der Tesla-Fabrik, wobei Tesla auch die Komponenten (Batterien) und den Antriebsstrang für seine Fahrzeuge selbst entwirft.

Um seine Fahrzeuge zu vermarkten, betreiben die Kalifornier ein eigenes Vertriebs- und Servicenetz. Gegen den Widerstand der Autohändler will Tesla Motors seine Fahrzeuge direkt in seinen Tesla Stores an die Kunden verkaufen. Durch die Errichtung eines Supercharger (Ladestationen) sollen Tesla-Kunden landesweit kostenlosen Zugriff auf Ladestationen haben.

Kooperationen bestehen unter anderem mit dem deutschen Autohersteler Daimler. Der Stuttgarter Autokonzern hält rund vier Prozent an Tesla Motors. Zudem kooperiert Tesla Motors mit dem japanischen Autohersteller Toyota im Bereich Entwicklung von Elektrofahrzeugen und Komponenten.

Eine weitere Kooperation besteht mit dem japanischen Elektronikgiganten Panasonic. Gemeinsam mit Panasonic will Tesla Motors eine Batterie-Fabrik bauen, die in 2016 in Betrieb gehen soll. Damit soll die weltweite Produktion von Lithium-Ionen-Batterien verdoppelt werden.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: Elektroauto

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