Telekom-Wettbewerber bieten Bundeskanzlerin Schließung der „weißen Flecken“ an

Montag, 29. Dezember 2008 13:04
VATM

VATM: Breitbandausbau in Deutschland geht schneller, günstiger und effizienter

Die Wettbewerber der Deutschen Telekom AG haben sich in Hinblick auf das Konjunkturprogramm in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gewandt. Darin machen sie deutlich, dass bei den richtigen Rahmenbedingungen bald alle Bürger von einem breitbandigen Internetzugang profitieren können. „Der Mitte Dezember gefasste Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz der Länder bietet eine gute Grundlage für schnelle Investitionen, einen konsequenten Breitbandausbau auch auf dem Land und Wettbewerb, von dem alle Bürger profitieren. Die Vorschläge sollten zügig umgesetzt und schon im Rahmen des neuen Konjunkturprogramms berücksichtigt werden", fordert Gerd Eickers, Präsident des VATM.
 
So ist die zügige Freigabe der Digitalen Dividende zur breitbandigen Versorgung ländlicher Gebiete ebenso essenziell wie deutlich günstigere Vorproduktpreise, damit schnell Investitionen in neue effiziente Infrastrukturen ausgelöst werden. Im Ergebnis könnten die Wettbewerbsunternehmen im deutschen Telekommunikationsmarkt das Problem der immer noch unversorgten Gebiete schneller, günstiger und effizienter lösen, indem sie etwa modernste Glasfaser- und Funktechnologien verwenden. 
 
„In nur 12 bis 15 Monaten könnten flächendeckend Übertragungsraten von mindestens drei MBit/s geschaffen werden – und das bei weiterhin günstigen Preisen für die Endkunden“, kündigt VATM-Präsident Eickers an. „Wir rechnen mit Kosten von 1,5 Milliarden Euro im ersten Schritt für die Versorgung des ländlichen Raumes, die die Wettbewerber in den Ausbau investieren würden. Für einen Ausbau mit Glasfaser in ganz Deutschland benötigen wir mindestens noch einmal 40 Milliarden Euro in den nächsten zehn Jahren. Dabei setzen wir auf die Innovations- und Investitionskraft aller Marktteilnehmer. Gerade angesichts der jetzigen Wirtschaftslage brauchen wir Rahmenbedingungen, die nicht ein Unternehmen bevorzugen, sondern Investitionsmöglichkeiten und neue Arbeitsplätze bei allen Unternehmen schaffen“, mahnt Eickers: „Keinesfalls darf es neue Monopole geben, da rund die Hälfte der Bürger und Unternehmen in Deutschland auf die innovativen Leistungen der Wettbewerber gesetzt haben und ihr Ausschluss von schnelleren Netzen nicht das Ziel einer verantwortungsvollen Politik im Interesse der Verbraucher sein kann.“ Zudem wäre es fatal für den so wichtigen Innovationswettbewerb, wenn nun ein Breibandausbau auf dem Land mit genau der Technologie vorgenommen würde, die bislang auch die Deutsche Telekom AG (DTAG) selbst als ineffizient, zu teuer und wirtschaftlich nicht vertretbar bewertet hat.
 
Die Wettbewerbsunternehmen haben in den vergangenen zehn Jahren bereits 40 Milliarden Euro in den deutschen TK-Markt investiert und Zehntausende von Arbeitsplätzen in der TK-Branche sowie in den Zuliefererindustrien geschaffen. Auch in Zukunft sei es das Ziel der TK-Unternehmen, weiter in den Ausbau modernster Infrastrukturen, insbesondere auch auf dem Land, zu investieren, betont der VATM-Präsident. Um der Wirtschaftskrise entgegenzuwirken, sei es besonders wichtig, die Wirtschaft und die Verbraucher weiter zu entlasten, um so Investitionsmöglichkeiten und Kaufkraft zu stärken. Insofern dürfe auf keinem Fall der Forderung der  DTAG nachgegeben werden, die die Vorleistungspreise künstlich hochhalten will, um Wettbewerb zurückzudrängen und die versucht, für eigene strategische Ziele die Unterstützung der Bundesregierung zu erringen.
 
„Wenn die Bundesnetzagentur nun von der Bundesregierung angewiesen wird, überteuerte Vorproduktpreise festzusetzen, so bedeutet dies nichts anderes, als dass sich die Telekom den Breitbandausbau von den Wettbewerbsunternehmen bezahlen lassen will. Gleichzeitig würde sie noch ihr strategisches Ziel erreichen, mit Hilfe der Bundesregierung die Wettbewerbs- und Investitionsfähigkeit ihrer Konkurrenten empfindlich zu schwächen. Ein solcher Ausbau des Breitbandnetzes auf Grundlage künstlich hoher Vorproduktpreise würde letztlich zu einem enormen Schaden für die gesamte Wirtschaft führen“, warnt Eickers nachdrücklich.

„Es kommt nun darauf an, die richtigen politischen Entscheidungen zu treffen, die Digitale Dividende zu nutzen und weiter konsequent auf Wettbewerb sowie innovative Technologien zu setzen. So können wir am besten einen möglichst schnellen und effizienten flächendeckenden Breitbandausbau in Deutschland vorantreiben und erheblich dazu beitragen, die Rezession so schnell wie möglich zu überwinden", ist sich der VATM-Präsident sicher.
 
Informationen:
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