Telekom: Google und Co. sollen ebenfalls zahlen

Mittwoch, 22. Februar 2006 16:35
Deutsche Telekom

BONN - Wenn in den letzten Tagen und Wochen über die Deutsche Telekom AG (WKN: 555750) geschrieben wurde, handelte es sich immer um ein Thema: Das geplante VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz des Ex-Monopolisten. In der Wirtschaftswoche lieferte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke nun neuen Diskussionsstoff. Neben seiner Forderung nach Regulierungsfreiheit formulierte er auch den Anspruch, dass künftig auch große Internetkonzerne Gebühren an sein Unternehmen entrichten.

Gemeint sind Gesellschaften wie Amazon, Google, Yahoo oder eBay. „Diese Unternehmen sind künftig darauf angewiesen, das wir ihnen für ihre neuen Anwendungen die erforderliche Netzqualität garantieren. Es kann nicht sein, dass nur der Kunde über das monatliche Grundentgelt für diese schöne neue Welt bezahlt“, sagte Ricke. Schließlich ergäben sich durch die neue Infrastruktur ganz neue Möglichkeiten. Wer diese nutze, müsse je nach Inanspruchnahme dafür zahlen. Die Regeln der 90er Jahre seien an dieser Stelle obsolet.

Der in Köln agierende Anbieter Netcologne kündigte unterdessen an, ein eigenes Glasfasernetz in der Stadt aufzubauen. Momentan zahle das Unternehmen 28 Mio. bis 30 Mio. Euro Nutzungsentgelt jährlich an den großen Nachbarn aus Bonn. Hier teilte die Bundesnetzagentur ebenfalls mit, dass es bis zum 19. April 2006 die Möglichkeit für die Telekom und deren Wettbewerber gebe, zum geplanten Netz Stellung zu nehmen. Anschließend werde über eine Regulierung bzw. deren Formen entschieden.

Meldung gespeichert unter: Very High Speed Digital Subscriber Line (VDSL)

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