Telekom blockiert Breitbandausbau in der Fläche

Dienstag, 27. Oktober 2009 10:36
BREKO

City-Carrier drängen auf Umsetzung der Regulierungsanordnung

Bonn, 27.10.2009 – Die Deutsche Telekom erschwert Wettbewerbern den Zugang zu sogenannten Schaltverteilern und behindert dadurch massiv die Investitionen von alternativen Breitbandanbietern in ländlichen Regionen. Bereits im März 2009 hatte die Bundesnetzagentur der Telekom auferlegt, Wettbewerbern den Zugang zu deren Schaltverteilern zu gewähren. Der Schaltverteiler wird an einem Ort errichtet, der vor der Verzweigung der Hauptleitung in die jeweiligen Kabelverzweiger liegt. Durch diesen Zugang werden alternative Carrier in die Lage versetzt, ländliche Gebiete mit Breitband
wirtschaftlich zu erschließen.

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) vertritt über 30 alternative Carrier und sieht in der Verweigerungshaltung der Telekom ein völlig überflüssiges Störmanöver. "Mit dem Netzausbau zum Schaltverteiler könnten viele unserer Mitgliedsunternehmen beim Breitbandausbau auf dem Lande richtig Gas geben“, sagt Stephan Albers, Geschäftsführer des BREKO. „Das Konzept des Schaltverteiler-Zugangs passt genau für die Gegenden, in denen die Deutsche Telekom selbst gar nicht investieren will!“

Die Entscheidung, die Teilnehmeranschlußleitung am Schaltverteiler zu ermöglichen, ist ein wichtiger Baustein für die Umsetzung der Breitbandinitiative der Bundesregierung. Allerdings verhalte sich der Ex-Monopolist bis heute außerordentlich destruktiv. Einerseits hatte die Telekom im Eilverfahren gegen diese Entscheidung geklagt und damit ihren ohnehin unzutreffenden Vorwurf konterkariert, die alternativen Carrier würden sich an einer Breitbanderschließung in der Fläche nicht ausreichend beteiligen. Andererseits seien die von der Telekom bereitgestellten Informationen völlig unbrauchbar.

Albers verweist auf die rapide gestiegene Nachfrage nach Schaltverteilerzugang durch alternative Breitbandanbieter und bedauert, „dass die Telekom hier nicht fair spielt.“ Ähnlich äußert sich auch Michael Bergeritz, Geschäftsführer der eifel-net: „Mit den bisher bereitgestellten Informationen durch die Telekom können wir nicht zuverlässig prüfen, ob ein Zugang zum Schaltverteiler sinnvoll oder überhaupt möglich ist.“ Da auch auf Nachfrage keine verwertbaren Informationen bereitgestellt würden, planen die Wettbewerber, einen weiteren Zugangsordnungsantrag bei der Bundesnetzagentur zu stellen.

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