Telefonica büßt teuer

Mittwoch, 4. Juli 2007 00:00
Telefonica

MADRID - Die EU-Kommission verhängte gegen den spanischen Telekomkonzern Telefónica S.A. (WKN: 850775) wegen Wettbewerbsverstößen im DSL-Reseller-Geschäft eine Strafe von 151,9 Mio. Euro. Das Unternehmen wies den Vorwurf des Marktmissbrauchs zurück und kündigte an, die Entscheidung anzufechten.

Nach Ansicht der EU-Kommission hat Telefónica beim Weiterverkauf von schnellen Intenet-Anschlüssen (DSL) den Wettbewerbern zu hohe Kosten in Rechnung gestellt. Dabei sei diesen zum Teil mehr berechnet worden, als den eigenen Endkunden. „Dadurch schwächte Telefónica die Wettbewerber, verringerte ihre Marktpräsenz und erschwerte ihr Wachstum“, sagte die EU-Wettbewerbshüterin Neelie Kroes. Daraus resultiere ein massiver Nachteil für den Kunden: „Wenn Verbraucher und Unternehmen in so einem wichtigen Markt negativ betroffen sind, leidet die ganze Wirtschaft.“ Ingesamt sei ein DSL-Anschluss in Spanien um rund ein Fünftel teurer als in den anderen EU-Staaten, die Versorgung liege jedoch um 20 Prozent unter dem Durchschnitt. Die EU-Kommission verhängte in Folge die bisher zweithöchste Strafe gegen Telefónica. Nur gegen den Softwarekonzern Microsoft wurde in einem Kartellrechtsverfahren die Summe von über 500 Mio. Euro verhängt.

Meldung gespeichert unter: Asymmetric Digital Subscriber Line (ADSL)

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