Symantec profitiert von Malware-Explosion

Malware-Markt soll auf 114 Mrd. US-Dollar klettern

Donnerstag, 28. März 2013 13:03
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(IT-Times) - Die Aktien des Anti-Virussoftwareherstellers Symantec sind diesem Jahr bereits um mehr als 30 Prozent gestiegen. Durch die jüngsten Cyber-Attacken auf große Konzerne wie Microsoft, Facebook und NBC sehen Marktbeobachter große Unternehmen im Zugzwang, ihre Sicherheitsstandards zu erhöhen.

Ein Upgrade-Zyklus in Sachen Internet-Sicherheit könnte wiederum Anbieter wie Symantec (Nasdaq: SYMC, WKN: 879358) zu Gute kommen. Mit der Norton-Reihe stellt Symantec eines der populärsten Internet-Sicherheitsprodukte der Welt. Zudem bietet Symantec auch eine ganze Reihe von Lösungen für kleine und große Unternehmen an.

Malware-Markt vor Explosion
Vor allem gefälschte Software, die mit Spyware und Malware versehen sind, dürften Anwender in den nächsten Jahren weiter im Atem halten, glauben die Marktforscher aus dem Hause IDC.

Sogenannte Counterfeit-Produkte untergraben die Sicherheit bei Konsumenten und Firmenkunden sowie ganzer Nationen und infizieren Rechner teils unbemerkt mit Malware. Der Malware-Markt dürfte dank gefälschter Software nach Schätzungen der Marktforscher aus dem Hause IDC in 2013 bereits ein Volumen von 114 Mrd. US-Dollar erreichen.

Bei 33 Prozent der im Umlauf befindlichen Software soll es sich um Fälschungen von Original-Produkten handeln, so ein Software-Report von IDC, der von Microsoft unterstützt wurde. Konsumenten dürften allein 1,5 Milliarden Stunden damit verbringen, um Malware-Probleme zu lösen.

Symantec CEO: Altiris steht nicht zum Verkauf
Aber nicht nur von der Malware-Explosion dürfte Symantec als Lösungsanbieter profitieren. Zuletzt wies Symantec CEO Steve Bennett in einer Mail an Spekulationen zurück, wonach der Service-Management-Spezialist Altiris zum Verkauf steht, wie der Branchendienst CRN erfahren haben will. Benett verwies in einer Mail an Kunden und Partner auf die Bedeutung von Altiris-Techniken.

Symantec hatte den US-Spezialisten im Jahr 2007 für 830 Mio. US-Dollar übernommen, um sich im Bereich Service-orientierte Management-Software (Endpoint Management) zu verstärken. Die Altiris IT Management Suite steht inzwischen in der Version 7.1 zur Verfügung und soll IT-Organisationen dabei helfen, „Endpunkte“ wie Laptop, Smartphones und Tablets in Sachen IT-Sicherheit zu verwalten.

Der Markt für Endpoint Security summierte sich in 2009 gerade einmal auf 6,6 Mrd. US-Dollar, dürfte aber in den nächsten Jahren um jährlich über acht Prozent wachsen und in 2014 ein Volumen von rund 9,9 Mrd. US-Dollar erreichen, so die IDC-Marktforscher.

Kurzportrait

Der in der kalifornischen Technologieschmiede Cupertino ansässige Softwarespezialist Symantec wurde ursprünglich im Jahre 1982 gegründet. Im Jahre 1989 folgte der Gang an die Technologiebörse Nasdaq. Symantec ist mit seiner populären Norton-Produktfamilie am Markt aktiv. Um aktuelle Schädlinge zu identifizieren und entsprechende Antivirus-Software zu entwickeln, betreibt Symantec mehrere Forschungszentren. Insgesamt operiert Symantec heute aus fünf operativen Geschäftsbereichen heraus: Consumer, Security and Compliance, Storage and Server Management, Services und Other.

Die Antivirussoftware der Marke Norton ist insbesondere bei privaten Anwendern populär. Insgesamt betreut Symantec heute mehr als 100 Millionen. Anwender in Sachen Sicherheitssoftware.

In den vergangenen Jahren ist die Gesellschaft vor allem auch durch Übernahmen gewachsen. Bereits im Jahre 1990 wurde die Peter Norton Computing übernommen, woraus später die weltweit bekannte Antivirussoftware Norton Antivirus hervorging. Mit der Übernahme von Quarterdeck, URLabs und ACT! wurden in den vergangenen Jahren bestehende Geschäftsbereiche weiter ausgebaut bzw. neue Geschäftsfelder erschlossen. Mit der Akquisition von L-3 und AXENT Technologies wurde speziell der Bereich Internetsicherheit und Firewall-Lösungen gestärkt. Durch die Übernahmen von SafeWeb, PowerQuest, ON Technology, TurnTide, Riptech, Recourse Technologies, SecurityFocus sowie @stake setzte das Unternehmen in den letzten Jahren seinen Expansionsdrang weiter fort.

Ende 2004 übernahm Symantec zudem den Speichersoftwareriesen Veritas Software in einer rund 13,5 Mrd. Dollar schweren Transaktion. Anfang 2007 schluckte Symantec schließlich den IT-Management-Spezialisten Altiris, wobei in 2008 und 2009 mit Vontu, AppStream, Mi5, SwapDrive, nSuite und MessageLabs und PC Tools weitere Zukäufe folgten. Im Jahr 2010 folgten mit Gideon Technologies, PGP und GuardianEdge weitere Zukäufe. Darüber hinaus wurde im Frühjahr 2010 die Web-Securitiy-Division von VeriSign für 1,28 Mrd. US-Dollar übernommen. In 2011 verstärkte sich Symantec durch die Übernahme von Clearwell Systems. Im Frühjahr 2012 verkaufte Symantec seine 49%ige Beteiligung an Huawei Symantec Technologies an Huawei Technologies. Im Januar 2013 kaufte Symantec den Spezialisten LiveOffice.

Zahlen

Für das vergangene Dezemberquartal meldet Symantec einen Rekordumsatz von 1,79 Mrd. US-Dollar, ein Zuwachs von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei verdiente der Entwickler der Norton Anti-Virussoftwarereihe 312 Mio. US-Dollar (Non-GAAP), nach einem Gewinn von 314 Mio. Dollar im Jahr vorher. Mit einem Gewinn von 45 US-Cent je Aktie konnte Symantec die Gewinnerwartungen der Analysten übertreffen.

Meldung gespeichert unter: Symantec

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