Swisscom: Neue Strategie

Donnerstag, 22. Dezember 2005 11:41

ZÜRICH - Vor rund einem Monat verwarf der schweizerische Bundesrat überraschend die Strategie für die Swisscom AG (WKN: 916234<SWJ.FSE>). Nun wurden vom Ministerium für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation neue Richtlinien vorgestellt, zum Unmut des Unternehmens.

Verwirrung bezüglich der weiteren Zukunft des schweizer Telekommunikationskonzern herrschte auf Grund zweier Aussagen des Bundesrats vom Ende November dieses Jahres. Nach einer überraschenden Ankündigung der Privatisierung der Swisscom wurden einen Tag später Übernahmen im Ausland untersagt. So platzte angeblich die beinahe unterschriftsreife Akquisition der irischen Eircom. Ziel der neuen Vorgaben sei es nun, so das Ministerium weiter, für größere Transparenz und Stabilität zu sorgen. Dazu gehört auch eine endgültige Ablehnung der Expansionspläne ins europäische Ausland. Die Swisscom darf sich nicht an ausländischen Telekommunikationsunternehmen beteiligen, die im jeweiligen Land für eine Grundversorgung mit Telefondiensten sorgen. Besonders für ein weiteres Projekt, dass lange im Fokus des Unternehmensinteresses stand, kam damit das Aus: Eine Übernahme der Telekom Austria. Laut einer Meldung des Handelsblatts reagierte die Swisscom bisher verhalten, die Flexibilität für Unternehmenskäufe werde so beschränkt, so das Unternehmen.

Es wurden allerdings noch weitere Regeln aufgestellt, die den finanziellen Spielraum des Unternehmens weiter einschränken. So müssen die ausschüttbaren Reserven innerhalb von vier Jahren auf höchstens eine Mrd. Franken reduziert werden. Für das Gesamtjahr 2005 rechnet Swisscom momentan mit Reserven in Höhe von rund drei Mrd. Franken. Nach einer Ausschüttung darf die Swisscom zudem maximal Schulden in anderthalbfacher Höhe des Betriebsgewinns (EBITDA) aufnehmen.

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