SunPower erholt sich von der Solarkrise - Produktion soll erstmals wieder steigen

Amerikas zweitgrößter Solarkonzern über den Berg

Dienstag, 5. November 2013 12:27
SunPower

(IT-Times) - Zur Jahresmitte war der Preisverfall bei Solarmodulen zum Stillstand gekommen. Erstmals seit vier Jahren sind die Preise für PV-Module wieder gestiegen. Führende Hersteller wie die amerikanische SunPower Corp profitieren davon, zumal auch die Nachfrage in Ländern wie Japan zuletzt deutlich anzog. Aufgrund der Branchenerholung haben sich SunPower-Aktien in den vergangenen 12 Monaten mehr als versiebenfacht.

SunPower mit starkem dritten Quartal
Auch im jüngsten Quartal konnte SunPower Corp (Nasdaq: SPWRA, WKN: A0HHD1) mit positiven Zahlen überraschen. Im zweiten Quartal in Folge schrieb das Unternehmen nunmehr schwarze Zahlen und konnte mit einem Nettogewinn von 108,4 Mio. Dollar die Markterwartungen der Analysten spürbar übertreffen, nachdem sich die Nachfrage in Asien verdoppelt hat. Schon seit zwei Quartalen sind die Produktionskapazitäten in SunPower-Fabriken vollständig ausgelastet, so dass SunPower als eines der ersten Solarunternehmen seine Produktion ausbauen wird.

Produktion soll um 25 Prozent steigen
Um die steigende Nachfrage bewältigen zu können, will SunPower eine neue PV-Fertigungsfabrik auf den Philippinen errichten, die ab 2015 PV-Module mit einer Leistung von 350 Megawatt produzieren soll. Dadurch soll die gesamte Produktionskapazität bei SunPower auf 1,8 Gigawatt klettern, so SunPower CEO Tom Werner im Conference Call mit Analysten.

Das Jahr 2013 will SunPower mit Fertigungskapazitäten mit 1,0 bis 1,03 Gigawatt abschließen, in 2014 soll die Produktionskapazität dann um weitere 300 Megawatt erweitert werden. Dabei hofft SunPower-Manager Tom Werner auf ein Anspringen der Nachfrage aus Südamerika. In 2015 erwartet SunPower dann weitere PV-Projekte in Schwellenländern.

SunPower wächst in Japan
Zuletzt konnte SunPower vor allem große Fortschritte im boomenden PV-Markt in Japan machen. Inzwischen habe man einen signifikanten Marktanteil im japanischen PV-Dachmarkt erreicht, wobei Japan inzwischen für 26 Prozent des PV-Auslieferzahlen verantwortlich zeichnet, heißt es aus dem Unternehmen.

SunPower hat sich daneben Aufträge über mehr als 90 Megawatt bei Bodenanlagen in Japan gesichert. Japan gilt derzeit als der weltweit heißeste PV-Markt. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima versucht die Regierung in Japan verstärkt die PV-Technik zu fördern. Inzwischen hat Japan die Marke von zehn Gigawatt an installierten Systemen erreicht, so die Marktforscher aus dem Hause NPD Solarbuzz.

Bei IMS Research (IHS) geht man davon aus, dass der japanische PV-Markt in 2013 um 130 Prozent wachsen wird. Japan ist damit auf den besten Weg in 2013 zum weltgrößten Solarmarkt aufzusteigen. SunPower wird aktuell ein Marktanteil von 10 bis 15 Prozent am japanischen PV-Wohnungsmarkt zugeschrieben, nachdem SunPower seine Produkte speziell für den japanischen Markt zugeschnitten hat. Weitere Aufträge dürften bald folgen, will SunPower seine Produkte weiter speziell auf die Wünsche der japanischen Kunden im Dachbereich zuschneiden.

Kurzportrait

Der im kalifornischen San Jose ansässige Solarkonzern SunPower Corporation wurde ursprünglich im April 1985 gegründet. Das Unternehmen ist ein vertikal integrierter Solarkonzern, der sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Herstellung und im Vertrieb von Solarzellen, Solarmodulen sowie Wechselrichter engagiert ist.

SunPower operiert aus zwei Geschäftsbereichen heraus: Komponenten und Systeme. Die Einheit Komponenten verkauft unter anderem Solarzellen, Solarmodule und Inverter. Verkauft werden die Solar-Produkte an Händler, als auch an Installateure und Systemanbieter. Gefertigt werden die Solar-Produkte unter anderen in den eigenen Fertigungsfabriken auf den Philippinen. Daneben werden SunPower-Produkte auch von einem Dritthersteller in China produziert. Die Einheit (SP Systems) entwickelt und fertigt großflächige Solarprojekte. Insgesamt ist SunPower in verschiedenen Absatzmärkten aktiv. So vertreibt SunPower seine Produkte sowohl in Nordamerika, als auch in Asien und Europa.

Der Geschäftsbereich Systeme ist für den Vertrieb Solarsysteme verantwortlich. Der Servicebereich umfasst verschiedene Aufgaben, wie die Entwicklung komplexer Solaranlagen, sowie deren Finanzierung und Konstruktion, sowie Systemintegration. Zu den Produktangeboten der Gesellschaft gehören neben Aufdachsysteme, auch Boden- und Nachführsysteme. Wartung und Überwachung der installierten Solarangaben runden das Serviceangebot von SunPower ab.

Im Januar 2007 verstärkte sich SunPower durch die Übernahme von PowerLight Corporation. Im Januar 2008 verstärkte sich SunPower durch die Übernahme des italienischen Systemintegrators Solar Solutions. Daneben hält SunPower eine 40%ige Beteiligung an der südkoreanischen Woongjin Energy. Im April 2009 schloss SunPower die Übernahme von Tilt Solar ab. Ende März 2010 schloss SunPower die Übernahme der europäischen SunRay ab. Gleichzeitig schloss SunPower im Frühjahr 2010 ein Joint Venture im Bereich Fertigung mit der taiwanischen AU Optronics. In 2011 stieg der Ölkonzern Total bei SunPower ein und sicherte sich für 1,38 Mrd. Dollar 60 Prozent der Anteile. Anfang 2013 verkaufte SunPower sein 579-Megawatt Antelope Valley Solar Project (AVSP) an MidAmerican Solar, im Gegenzug übernahm SunPower den PV-Reinigungsspezialisten Greenbotics.

Zahlen

Für das vergangene dritte Quartal 2013 meldet SunPower einen Umsatzanstieg um 1,3 Prozent auf 657,1 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn (GAAP) legte dabei auf 108,4 Mio. US-Dollar oder 73 US-Cent je Aktie, nach einem Nettoverlust von 48,5 Mio. US-Dollar oder 41 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Meldung gespeichert unter: SunPower

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