Stratasys zieht der Konkurrenz davon

3D Printing

Freitag, 8. August 2014 13:36
Stratasys Logo

(IT-Times) - Stratasys ist der neue König im 3D-Druckermarkt. Dank der Übernahme von MakerBot konnte der US-Spezialist den direkten Konkurrenten 3D Systems beim Quartalsumsatz und bei der Profitabilität hinter sich lassen. Auch der Wachstumsausblick für das laufende Jahr deutet daraufhin, dass Stratasys deutlich schneller wächst als die Konkurrenz.

Der Gesamtumsatz wuchs im jüngsten Quartal um 67 Prozent auf 178,5 Mio. Dollar, der Produktumsatz legte dabei um 70 Prozent auf 154 Mio. Dollar zu, während das Servicegeschäft um 50 Prozent auf 24,4 Mio. Dollar anzog. Noch beeindruckender sind die Wachstumszahlen bei der übernommenen MakerBot.

Absatz von 3D-Druckern explodiert
Stratasys hatte den 3D-Druckerhersteller, der Desktop-Produkte für Tüftler und Konsumenten produziert, im Vorjahr für rund 400 Mio. Dollar aufgekauft. Die Einheit konnte im jüngsten Quartal seinen Umsatz um 100 Prozent auf 33,6 Mio. Dollar steigern. MakerBot hatte im ersten Halbjahr 2014 gleich drei 3D-Printer auf den Markt gebracht, gleichzeitig wurde das Vertriebsnetz erweitert.

Mithilfe von MakerBot gelang es Stratasys Ltd. (Nasdaq: SSYS, WKN: A1J5UR) im jüngsten Quartal knapp 15.000 3D-Drucker und zugehörige Systeme abzusetzen, nachdem im gleichen Zeitraum des Vorjahres gerade einmal knapp 1.300 Systeme verkauft wurden.

Weitere Zukäufe erwartet
Mit den beiden jüngsten Übernahmen (Solid Concepts und Harvest Technologies) verstärkte Stratasys sein Servicegeschäft. Stratasys CEO David Reis deutet ferner weitere Zukäufe an, die das Unternehmen als Marktführer in der Zukunft etablieren sollen. Mit Barreserven von rund 578 Mio. US-Dollar dürften weitere Übernahmen für Stratasys kein großes finanzielles Problem darstellen.

Stratasys will langfristig mindestens um 25 Prozent pro Jahr wachsen, was angesichts der Marktchancen durchaus realistisch ist. Der Markt für 3D-Drucker steckt noch in den Kinderschuhen. In 2013 wurden nach Angaben des Marktforschers Canalys mit 3D-Druckern, Materialien und Zubehör rund 2,5 Mrd. US-Dollar weltweit umgesetzt, dieses Volumen soll in 2014 auf 3,8 Mrd. Dollar klettern. Im Jahr 2018 soll der Umsatz der 3D-Printing-Branche dann 16,2 Mrd. Dollar erreichen.

Ideale Voraussetzungen also für Stratasys, seinen Umsatz in den kommenden Jahren auf weit über eine Mrd. Dollar zu steigern.

Kurzportrait

Die in Edina/Minnesota ansässige Stratasys Ltd. gilt als einer der führenden Anbieter von 3D-Drucker und 3D-Produktionssysteme weltweit. Das Unternehmen wurde im Jahr 1989 von S. Scott Crump und seiner Frau Lisa Crump in Minnesota gegründet. Im April 1992 brachte Stratasys mit dem 3D Modeler sein erstes Produkt auf den Markt. Im Oktober 1994 ging Stratasys an die Nasdaq.

Ingenieure setzen Stratasys-Produkte für die Modellierung komplexer Geometrien ein, um anschließend Modelle aus thermoplastischen Materialien herzustellen. Stratasys stellt entsprechende 3D-Systeme für den Automobilsektor, für die Luftfahrtindustrie, für den Medizinbereich als auch für den Consumer-Bereich her.

Anfang 1995 verstärkte sich Stratasys durch die Übernahme von IBM-Patenten und übernahm gleichzeitig 16 IBM-Ingenieure. Im Jahr 2012 fusionierte Stratasys mit der privaten Objet Ldt, einem führenden Hersteller von 3D-Drucker in Israel. Seither hielten Stratasys-Aktionäre 55 Prozent an dem kombinierten Unternehmen.

Mitte 2013 setzte Stratasys seine Einkaufstour weiter fort und schluckte den führenden 3D-Druckerhersteller MakerBot Industries für 403 Mio. US-Dollar. MakerBot betreibt zudem die Web-Plattform thingiverse.com. Anfang 2014 gab Stratasys eine Kooperation mit dem PC-Hersteller Dell bekannt. Dell wird ab Ende Februar MakerBot 3D-Drucker und Scanner als auch andere MakerBot-Produkte über seine Webseite vermarkten. Zudem wurden mit Solid Concepts und Harvest Technologies zwei weitere Firmen übernommen.

Anfang 2014 brachte Stratasys mit dem Objet500 Connex3 3D den weltweit ersten 3D-Drucker auf den Markt, der Objekte aus flexiblen und farblich unterschiedlichen Materialien drucken kann. Der 330.000 US-Dollar teure Objet500 Connex3 3D Drucker nutzt Plastik und Gummi als Basismaterial.

Markt und Wettbewerb

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