Stimmung in der ITK-Branche hellt sich deutlich auf

Montag, 1. März 2010 12:51
BITKOM

59 Prozent der Firmen rechnen mit Umsatzplus im ersten Quartal

Nach dem Krisenjahr wieder Umsatzwachstum in der Informationstechnik

BITKOM-Präsident Scheer fordert bessere Koordination der Internetpolitik

Hannover, 1. März 2010

Die Stimmung im Hightech-Sektor hellt sich deutlich auf 59 Prozent der IT- und Telekommunikations-Unternehmen in Deutschland erwarten im ersten Quartal 2010 ein Umsatzplus. Der BITKOM-Branchenindex macht gegenüber dem Vorquartal einen Sprung um 41 Punkte auf plus 35 Zähler. Damit liegt das Branchenbarometer wieder auf dem Niveau vom Sommer 2008. Basis der Angaben ist eine vierteljährliche Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM in der Branche. „Die Nachfrage zieht insbesondere in der Informationstechnologie spürbar an“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer bei der Hightech-Messe CeBIT in Hannover. „Der Investitionsstau bei IT-Lösungen für Unternehmen löst sich allmählich auf. Von der CeBIT erwarten wir zusätzlichen Schwung.“ Nach wie vor gut sei die Nachfrage der privaten Verbraucher. Stark gefragt sind derzeit Smartphones, mobile Computer und Flachbildfernseher. Der BITKOM erwartet für 2010 im ITK-Gesamtmarkt Umsätze auf Vorjahresniveau und 2011 ein Wachstum von 1,6 Prozent auf 142 Milliarden Euro. Von der Bundespolitik forderte der BITKOM-Präsident eine Rückkehr zu Sachfragen. Scheer: „Die Erneuerung der Infrastrukturen mit modernen Technologien in den Bereichen Gesundheit, Energieversorgung, Verkehr und Bildung ist eine zentrale Herausforderung dieses Jahrzehnts.“

Aus Sicht des BITKOM muss zudem die Hightech-Industrie in Deutschland gestärkt werden. Hierzu schlug Scheer eine Software-Initiative vor. Die Initiative sollte einen Software-Fonds umfassen, der insbesondere mittelständische Firmen beim Sprung auf die internationalen Märkte unterstützt. In der Forschung sollten Software-Projekte als Innovationstreiber von Anwenderindustrien wie dem Automobil- und Maschinenbau oder dem Energiesektor besonders gefördert werden. Notwendig sei zudem eine Verbesserung der Nachwuchsförderung in Schulen und Hochschulen. „Diese Aufgaben müssen wir konsequent abarbeiten, um die Grundlagen für künftiges Wachstum zu legen“, sagte Scheer.

Nach der BITKOM-Prognose wird der Umsatz mit Informationstechnik in Deutschland im Jahr 2010 um 1,4 Prozent auf 64,4 Milliarden Euro zulegen. „Entscheidend ist, dass die Investitionen der Unternehmen in neue IT-Systeme wieder anziehen“, sagte Scheer. Während das produzierende Gewerbe noch unter den Nachwirkungen der Wirtschaftskrise leidet, kehrt die Finanzwirtschaft als Investor zurück. Steigende IT-Ausgaben sind auch von Energieversorgern und der öffentlichen Hand zu erwarten. „Von der Erholung profitieren Anbieter von Software und IT-Services am stärksten“, sagte Scheer. „Die wichtigsten Trends des Jahres sind Cloud Computing, das mobile Internet und der Dauerbrenner IT-Sicherheit.“ Cloud Computing sei auch eine Herausforderung für die Software-Anbieter, da sich die Bereitstellung von IT-Leistungen grundlegend ändert. Scheer: „Das Prinzip, Software-Anwendungen und Rechnerleistung je nach Bedarf zu nutzen, wird sich auf breiter Front durchsetzen.“ Der Umsatz mit Software steigt 2010 voraussichtlich um 0,9 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro. IT-Dienstleistungen (Wartung, Outsourcing-Services u.a.) legen um 2,2 Prozent auf 33 Milliarden Euro zu. 2011 sind wieder Wachstumsraten von 4,1 Prozent für Software und 5 Prozent für IT-Dienste zu erwarten. Für den IT-Gesamtmarkt erwartet der BITKOM 2011 einen Zuwachs von 3,8 Prozent.

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